Volleyball: Bayernliga Männer

Volkach verliert an Fahrt

Mit der vierten Niederlage in Serie sind die einstigen Ziele der Volkacher Männer erst einmal in weite Ferne gerückt.
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Der Trainer blicket stumm: Raimund Wagenhäuser hatte sich Volkachs Auftritte anders vorgestellt. Foto: Foto: Stöckinger

Ein Trio infernale hatten die Volleyballer des VfL Volkach um ihren Trainer Raimund Wagenhäuser auf der Rechnung, als es vor der Runde galt, die Claims in der Bayernliga abzustecken. Bayreuth, Erlangen, Eltmann – das waren Wagenhäusers Favoriten im Titelrennen. Aber so kann man sich irren. Allein Bayreuth ist es nach der Hälfte der Saison gelungen, die Erwartungen zu erfüllen. Aus der Spur geraten sind Erlangen, Eltmann und – man muss das so sagen – auch der VfL Volkach, der nach Platz fünf in der vergangenen Runde eigentlich deutlich höhere Ansprüche hatte, als gegen den Abstieg zu spielen. Vergangenen Samstag verlor Volkach seine vierte Partie in Folge. Das Zählsystem will es so, dass es für das 2:3 gegen die Bundesliga-Reserve des VC Eltmann immer noch einen Punkt gibt, weil es der VfL in den fünften Satz geschafft hat und erst da im Tiebreak mit 9:15 unterlag.

Schöne Bescherung! Die Volkacher sitzen auf dem drittletzten Platz fest und kommen dabei nicht richtig von der Stelle. An mangelnder Unterstützung kann es in Eltmann kaum gelegen haben. Die Anhänger waren mit einem Bus angereist und trommelten von Beginn an für ihre Mannschaft. Doch die kam irgendwie nicht in den erhofften Takt und hatte ihre Probleme mit dem routinierten Gegner, der durch harte Sprungaufschläge immer wieder punktete und in Führung zog. Erst am Ende des ersten Durchgangs zeigten die Volkacher manch spektakuläre Abwehraktion. Es gelang, den 18:22-Rückstand aufzuholen, aber es war zu spät. Zwei Satzbälle ließen die Eltmanner aus, der dritte Versuch saß zum 26:24.

Damit war bei Eltmann das Eis gebrochen. Kühl bis ans Herz zogen die Gastgeber im zweiten Satz Punkt um Punkt davon. Die platzierten, druckvollen Aufschläge und die gute Blockarbeit um den vormaligen Bundesligaspieler Kenneth Blanca machten es den Volkachern schwer. Und so ging dieser Durchgang deutlich mit 25:17 an die Hausherren, die schon wie die Sieger aussahen. Aber der VfL wusste, was er sich und seinen Fans schuldig war, und begann zu kämpfen. Bruno Wedrich setzte Volkachs Angreifer als Zuspieler immer besser in Szene, und die vollendeten die präzise Vorarbeit effizient. Den dritten Satz entschied Volkach mit 25:21 für sich. Die Hoffnung lebte – doch auch Eltmann war wieder wach.

Der vierte Durchgang entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch mit aufregenden Ballwechseln auf beiden Seiten. Klar absetzen konnte sich keine Mannschaft. Am Ende hatten die Volkacher starke Nerven: Sie wehrten einen Matchball des Gegners ab und verwandelten den ersten Satzball zur 26:24-Führung. Somit stand fest, dass der VfL wenigstens einen Punkt beim Tabellenvorletzten mitnehmen würde, das Ziel für diesen Spieltag – man ist bescheiden geworden.

Im fünften Durchgang ging es um einen weiteren Punkt. Dort hatten die Volkacher aber wenig entgegenzusetzen. Mit all seiner Routine erspielte Eltmann sich eine Führung, die bis zum Ende hielt. Für den VfL endet mit der Niederlage eine erste Halbserie, die Mannschaft, Trainer und Verein sich etwas anders vorgestellt hatten. Nur zwei Siege gab es in den acht Spielen. Im neuen Jahr kann und muss vieles besser werden, um das Feld noch von hinten aufzurollen.

Bayernliga Nord Männer
 
TV 48 Erlangen – TSV Lengfeld 1:3  
VC Eltmann II – VfL Volkach 3:2  
SV Schwaig II – TV Faulbach 3:0  
SC Memmelsdorf – TSV Eibelstadt 0:3  
 
1. (2.) SV Schwaig II 8 6 2 21 : 11 17  
2. (3.) TSV Eibelstadt 8 6 2 20 : 12 17  
3. (1.) BSV Bayreuth 8 5 3 18 : 12 15  
4. (4.) SC Memmelsdorf 8 5 3 17 : 15 13  
5. (7.) TSV Lengfeld 8 4 4 15 : 17 11  
6. (5.) TV Faulbach 8 4 4 13 : 16 11  
7. (6.) VfL Volkach 8 2 6 15 : 19 10  
8. (8.) VC Eltmann II 8 3 5 14 : 21 8  
9. (9.) TV Erlangen 8 1 7 11 : 21 6  

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