Volkach

Volkach muss sich neu aufstellen

Mehrere Abgänge zwingen den VfL zu personellen Veränderungen. Trainer Johannes Förster korrigiert deshalb das Saisonziel, doch allzu bange ist ihm nicht.
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Trotz erschwerter personeller Bedingungen lässt sich Volkachs Spielertrainer Johannes Förster den Spaß nicht verderben.

Ein Doppelspieltag steht den Volleyballern des VfL Volkach am Wochenende in der Bayernliga Nord bevor. Los geht es mit dem ersten Heimspiel der neuen Saison am Samstag um 19 Uhr gegen den ASV Neumarkt. Nur 21 Stunden später muss der VfL gleich wieder beim TSV Neuburg an der Donau ran. Nicht nur hier muss die Mannschaft um Spielertrainer Johannes Förster auf die Zähne beißen.

Einiges hat sich geändert bei den Volkachern, die zuletzt mit einer Niederlage in Bad Windsheim in die Runde gestartet sind. Nach den letzten Jahren, in denen der VfL jeweils um den Aufstieg mitmischte, werden diesmal wohl kleinere Brötchen gebacken. Ein Grund ist, dass sich der Spielerkader reduziert hat. Der Klub muss einige Abgänge verkraften, dazu legt der eine oder andere eine Pause vom Volleyball ein.

So wechselten Tim Schumacher und Hauke Wagenhäuser zum Drittligisten TSV Eibelstadt. Mittelblocker Oliver Stöffler hat sein Studium beendet, ihn zog es wieder heim nach Schwaben. Dazu legt der beruflich in München tätige Karsten Wagenhäuser eine Pause ein, genauso wie Zuspieler Bruno Wedrich. Zur Mannschaft sind ausschließlich Leute aus dem eigenen Nachwuchs gestoßen. „Mit mir als Spielertrainer sind wir zehn Leute. Da müssen möglichst alle gesund sein“, sagt Johannes Förster.

Zielsetzung hat sich geändert

Durch den Wegfall einiger arrivierter Kräfte hat sich die Zielsetzung der Volkacher geändert. Förster hält seine Truppe immer noch für stark genug, einen guten Mittelfeldplatz zu erreichen. Schließlich sei die Startaufstellung „qualitativ immer noch recht gut“. In Angreifer Peter Link, Peter Moritz, Florian Reif, Sebastian Schraml, Libero Jonas Thaler oder Mittelblocker Florian Reif, dazu Förster stehen routinierte Leute auf dem Feld.

Dennoch ist Förster vorsichtig. „Es kann durchaus sein, dass wir nach hinten schauen müssen. Erst einmal gilt es, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Die Mannschaft müsse die jungen Kräfte einbauen, etwa Patrick Schurtz, der als Diagonalangreifer ins Team kommt. Ein athletischer, sprungkräftiger Typ sei der 25-Jährige, der erst vor vier Jahren als Hobby-Volleyballer zum VfL fand.

Die nun nachrückenden Spieler zeigten bisher viel Eifer und Motivation, um auf dem Niveau der Bayernliga mitzuhalten. „Die Jungs wissen, sie bekommen ihre Einsatzzeiten“, sagt Förster. Aufgrund der dünneren Personaldecke werde eine hohe Flexibilität bei den Spielern gefragt sein, weil sie auf mehreren Positionen eingesetzt werden. „Das kann auch eine Chance sein, weil sich der Gegner nicht so leicht auf uns einstellen kann“, so der Spielertrainer.

Mit dem Auftakt in Bad Windsheim war Förster nicht ganz unzufrieden. Da „wäre mehr drin gewesen als ein 0:3. Die Sätze waren relativ eng.“ Nicht nur bei der Annahme habe man über weite Strecken das umgesetzt, was vorher besprochen war. Als Manko erwies sich die Chancenverwertung, die Volkacher ließen manchen leichten Punkt liegen. Hier habe sich gezeigt, dass sich die Mannschaft noch einspielen müsse. Förster setzt darauf, dass die Truppe im Lauf der Saison reift und sich steigern wird.

Die Bayernliga sieht er in dieser Runde als recht ausgeglichene Klasse. Vorige Saison klärte es sich rasch, wer sich vorne und wer sich hinten einreihen müsse. Das werde diesmal spannender. Mit dem TSV Lengfeld sei ein starker Aufsteiger wieder dabei, Eibelstadts zweite Mannschaft sei ebenso nicht zu unterschätzen. Bei Absteiger Neumarkt wisse er nicht so recht, woran man sei, nachdem die Oberpfälzer aus der zweiten Liga durchgereicht worden sind. Um so wichtiger wäre es für den VfL, den Absteiger am Samstag gleich zu bezwingen. „Ich denke, wir müssen schauen, dass wir unser Spiel durchkriegen.“ Mit einem Sieg könnte Volkach einen Tag später beruhigt in die Fremde reisen.

Das Aufgebot des VfL Volkach: Federico Koch, Peter Link, Jonas Hofmann, Patrick Schurtz, Peter Moritz, Sebastian Berger, Sebastian Schraml, Jonas Thaler, Johannes Förster, Florian Reif.



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