Im Spitzenspiel der Bezirksoberliga setzte der HSG Volkach seinen Erfolgsweg fort. Zum sechsten Mal nacheinander verließen die Gastgeberinnen das Feld als Sieger und bauten mit dem 25:21 (12:6)-Erfolg ihre Führung in der Tabelle aus. „Wir stehen vorne, weil wir ohne Bruch wechseln können. Egal wer auf den ersten sechs Position spielt oder von der Bank kommt, alle haben mein volles Vertrauen“, verriet Trainer Peter Mahler das Erfolgsgeheimnis seiner Mannschaft.

Die Volkacherinnen offenbarten im Lokalderby gegen die SG Dettelbach/Bibergau aber Startschwierigkeiten. „Ich hatte schon im Training gesehen, dass sie hypernervös waren. Mir war klar, dass Fehler passieren. Aber ich kenne die Mädels und weiß um ihre Stärken.“ Anfangs lief Volkach einem Rückstand nach, da die von Johannes Seelig trainierten Gäste zunächst besser ins Spiel fanden. „Die ersten zehn Minuten waren noch gut. Wir setzten um, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte er, haderte im Folgenden aber mit „unglücklichen Entscheidungen“.

Mit einer Serie von vier Toren drehte die HSG das Ergebnis und gab die Führung bis Spielende nicht mehr aus der Hand.

Seelig berief eine Auszeit ein, doch auch die verhinderte nicht, dass die von einer starken Lisa Seibert angeführten Gastgeberinnen ihren Vorsprung zunehmend vergrößerten. „Wir wussten, dass Dettelbach eine saubere Abwehr spielt. Gegen sie muss man sich jedes Tor erarbeiten“, hatte Mahler vorgeben. „Wir wollten daher schnelle und einfache Tore erzielen, um uns nicht an deren Abwehr aufzureiben.“

Nach dem Seitenwechsel bauten die Volkacherinnen ihren Vorsprung auf 20:12 aus, während bei Dettelbach Power und Präzision im Abschluss fehlten. „Wir standen in der zweiten Halbzeit in der Abwehr sehr gut. Über den Kreis konnten sie kaum noch etwas ausrichten“, bemerkte Mahler. Pech hatte Miriam Apfelbacher, dass ihr Wurf aus spitzem Winkel zwar vom linken an den rechten Pfosten, von dort aber ins Feld sprang, wo Anne Hering am schnellsten reagierte und im Nachsetzen verwandelte.

Nachdem die Volkacherinnen ihren Vorsprung durch eine Reihe gelungener Angriffe ausgebaut hatten, ließ Mitte der zweiten Halbzeit die Konzentration nach. „In so einem Spiel muss ich meiner Mannschaft auch einmal zugestehen, dass wir lässiger spielen, als der Druck abgefallen war“, kommentierte Mahler die letzte Viertelstunde, als ein nimmermüdes Dettelbach auf 23:19 herankam. „Über unseren Kampf kamen wir zurück ins Spiel“, bemerkte Seelig. „Wären noch ein paar Minuten mehr zu spielen gewesen, hätte es am Ende vielleicht anders ausgesehen.“ Wiederum scheiterte Apfelbacher am Pfosten, anstatt den Rückstand auf drei Tore zu verkürzen.

So trafen die Gastgeberinnen nach einer Auszeit zum vorentscheidenden 24:19. Über die Niederlage mochte sich Seelig nicht grämen: „Der zweite Platz ist eine Belohnung dafür, dass sich die Mädels Woche für Woche richtig reinhängen. Aber es gibt keine Vorgabe in diese Richtung.“ Auch Mahler ging nicht auf die verbesserte Ausgangslage als Spitzenreiter ein: „Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern bewerte nur unsere Spiele, ob wir uns dabei weiterentwickeln.“

Acht A-Jugend-Spielerinnen waren zur Mannschaft gestoßen – sie zu integrieren, sei die wichtigste Aufgabe dieser Saison. „Falls wir im Frühjahr trotzdem noch oben stehen, werden wir intern über unsere Möglichkeiten sprechen“, verwies Mahler auf die Zukunft und hatte die Hallensituation im Blick. Denn in der Rückrunde bestreitet Volkach nur noch zwei Heimspiele, der Rest findet auswärts statt.

Die Statistik zum Spiel

HSG Volkach – Dettelbach/Bibergau 25:21 (12:6)

Volkach: Katharina Knoppe, Hannah Wagenhäuser 1, Rebecca Schuster, Hanna Werner 1/1, Ellen Hünting 1, Laura Pauli, Sophia Scheller 3, Alina Manger 2/1, Lisa Seibert 6/1, Julia Wagner, Julia Wagner 3, Sophia Werner 2, Sophie Krämer 3, Teresa Werner 3.

Dettelbach/Bibergau: Cornelia Horn, Jasmin Lange - Melanie Straßberger 2, Franziska Gehring 1, Hanna Drum, Anne Hering 2, Christin Apfelbacher 1, Maria Hack 5/2, Theresa Stockmann 4/1, Katja Stühler 4, Miriam Apfelbacher, Hanna Rüthlein, Lena Drum 2.

Schiedsrichter: Christoph Feulner (Bad Neustadt).

Zuschauer: 200.

Zeitstrafen: 1/3.

Siebenmeter: 4:4 (3:3 verwandelt).

Spielfilm: 2:1 (4.), 2:4 (7.), 6:4 (15.), 8:5 (23.), 10:5 (26.), 12:6 (Halbzeit), 14:7 (35.), 17:11 (40.), 19:12 (45.), 21:14 (49.), 23:17 (52.), 23:19 (58.), 25:21 (Endstand).