Handball-Bezirksoberliga Frauen

Volkach bleibt überraschend bescheiden

Nach drei Vizemeisterschaften in Folge gibt Trainer Mahler in Volkach nur den Klassenverbleib als Ziel aus. Er rechnet damit, dass es bis Weihnachten stockt.
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HSG Volkach

Seit Peter Mahler vor drei Jahren die Handballerinnen der HSG Volkach übernommen hat, ist an der Mainschleife der Erfolg zurück. Dreimal in Folge führte der 54-Jährige die Mannschaft zuletzt auf den zweiten Tabellenplatz der Bezirksoberliga. In der vergangenen Runde führte Volkach schließlich fast ständig das Feld an, doch kurz vor Schluss wurde die HSG noch vom TV Großlangheim abgefangen.

Angesichts dieser so erfolgreichen Bilanz sollten doch andere Ziele ausgegeben werden als bloß der Klassenerhalt, oder? „Die äußeren Umstände sind dieses Jahr suboptimal“, hält Trainer Peter Mahler den Optimisten entgegen, „wir wollen realistisch bleiben.“ Zwei Gründe nennt Mahler für seine eher vorsichtige Prognose: zum einen das Auftaktprogramm mit vier Auswärtsspielen in den ersten fünf Partien, zum anderen personelle Veränderungen.

Die HSG wird auf Julia Zängler und Julia Wagner verzichten müssen, zudem können die Studentinnen nur eingeschränkt trainieren. Gerade der Ausfall der erfahrenen Wagner, die in der Abwehr absolute Leistungsträgerin war, bereitet Mahler Sorgen. Ihre Rolle soll künftig Teresa Werner einnehmen, die von rechts außen in die Mitte rückt. In den Testspielen zeigte die Mannschaft in neuer Formation phasenweise gute Ansätze, aber gerade in der Abwehr sieht Mahler noch Verbesserungsbedarf. Er will mit seiner jungen Mannschaft offensiv decken lassen.

Der Trainer rechnet damit, dass es bis Weihnachten für seine Schützlinge stockend laufen könnte, dann will sich der Klub neue Ziele setzen. „Wir sind in der Lage, guten Handball zu spielen“, sagt Mahler, „aber aufgrund der äußeren Umstände kann es auch ganz anders laufen.“ Er meint besonders das ungewöhnliche Auftaktprogramm mit vier Auswärtsspielen in den ersten fünf Partien. Es macht die Sache nicht leichter, dass man in den ersten drei Spielen auf die TG Höchberg (für Mahler Geheimfavorit auf den Titel), die schwer einzuschätzende HSG Mainfranken II und den ambitionierten HSV Bergtheim II treffen wird.

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