Handball, Fußball, Volleyball und Basketball mögen auf den ersten Blick einige oberflächliche Gemeinsamkeiten haben. Alle vier Sportarten benötigen einen Ball und werden in Mannschaften gespielt. Ansonsten sind die Sportarten aber von Grund auf verschieden.
Beim Quattroball gilt es genau, mit diesen Unterschieden zurechtzukommen. Bei einem Turnier müssen die teilnehmenden Mannschaften nämlich in jeder der vier Sportarten antreten und somit auf vier Feldern ihr Bestes geben. Am Wochenende rollten die vier Bälle in Kitzingen.
Die Idee, ein Quattroballturnier in Kitzingen zu veranstalten, hatte der Kreis Kitzingen der Bayerischen Sportjugend. Als Austragungsort bot sich der Frankenplatz förmlich an, denn gleich nebenan am Bleichwasen war auch ein Feld für die Disziplin Beachvolleyball gegeben.
Sieben Mannschaften hatten sich für das außergewöhnliche Turnier angemeldet und kämpften um die besten Platzierungen. Das Wort "Kämpfen" darf dabei allerdings nicht allzu wörtlich genommen werden. Nicht die Platzierung, sondern der Spaß sollte bei dem Quadrathlon der Ballsportarten im Vordergrund stehen.
Trotzdem lohnte es sich für die Mannschaften, bei jedem der vier Disziplinen Gas zu geben, denn es gab attraktive Preise wie einen Gutschein zum Wasserski fahren, einen Gutschein von Sport Mayer sowie Präsent-Rucksäcke mit Basketball-Karten der Brose Baskets von der Tageszeitung Die Kitzinger zu gewinnen.
Sieben Mannschaften hatten sich für das Turnier angemeldet. Mindestens zwei Jungs und zwei Mädels mussten der Fairness wegen in jedem Team sein. Die Teams waren dabei aus den verschiedensten Sportlern aufgestellt: "Jede Mannschaft hat ihre Stärken und Schwächen, so dass man nicht automatisch sagen kann, wer Favorit ist", weiß Antonia Barth, die Jugendsprecherin der Bayerischen Sportjugend. Die Teams mussten in allen Sportarten antreten und dabei gegen jede Mannschaft spielen. Für einen Sieg gab es zwei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt.
Die lustigen Mannschaftsnamen wie "Die alles oder nichts Könner" oder "Kapullenputzi" ließen bereits auf den lockeren Charakter des Turnieres schließen. Dabei hoffen die Organisatoren auf zukünftig wachsende Bekanntheit und wachsenden Zuspruch bezüglich der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften. Denn auch nächstes Jahr soll wieder Quattroball gespielt werden: "Wir werden das Turnier vermutlich im nächsten Jahr in Sommerach ausrichten" erklärt Antonia Barth.
Ein Mitspieler in der vom BSJ aufgestellten Turniermannschaft war Mario Schmidt, der ansonsten eigentlich hauptsächlich Fußball spielt. "Mit Fußball, Volleyball und Basketball komme ich ganz gut zurecht. Mit Handball allerdings weniger", erklärt der Sportler.
Mario Schmidt sieht das Turnier als Chance, andere Sportarten als Ausgleich zu betreiben und hofft ebenfalls, im nächsten Jahr gegen noch mehr andere Teams antreten zu können. Schmidt: "Aktuell hat die Vorbereitung im Fußball schon begonnen und da ist das Timing ein wenig schlecht".
Die Sportler wussten sich aber zu helfen: Klagte ein Team über einen fehlenden Mitspieler, half auch schon einmal ein anderes Team unterstützend aus.
Und so bewahrheitete sich das Motto, welches auch Mario Schmidt bestätigen konnte: "Der Spaß steht im Vordergrund".
Platzierungen: 1.Torben Sticksel Corporation, 2. Die alles oder nichts Könner, 3. No Limit / bsj-Team, 4. Läsda Dräkk, 5. Crazy Ducks / Kapullenputzi.