Die Fußballer der DJK Stadelschwarzach und Trainer Heiko Wirsing gehen wieder getrennte Wege. Bereits vor zwei Wochen haben sich beide Seiten darauf verständigt, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Wirsing hatte das Team im Sommer 2011 in der B-Klasse übernommen und zu zwei Aufstiegen in Folge geführt, war aber mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison der Kreisklasse gestartet.

Das habe auch eine Rolle gespielt, sei aber nicht entscheidend für die Trennung gewesen, so Wirsing. Vielmehr sei das Verhältnis zwischen Akteuren und ihm gestört gewesen. „Es liegt in keiner Weise am Verein, das möchte ich betonen. Wenn zwei Seiten nicht mehr auf einer Wellenlänge funken, bringt es nichts. Das ist wie in einer Ehe, wenn es nicht mehr klappt. Da geht man halt auseinander“, erklärte Wirsing.

Mancher habe nach dem Aufstieg die Erwartungen „vielleicht zu hoch gesteckt und zu wenig dafür getan“, sagte Wirsing. Er selbst bedauere den Schritt. Den zwei erfolgreichen Jahren hätte er gerne ein drittes Jahr folgen lassen. Nach den Niederlagen zu Beginn (1:5 in Bergrheinfeld und 3:5 zu Hause gegen Traustadt) kam es zur Trennung. Seither gab es für den Aufsteiger eine weitere 1:5-Niederlage in Hirschfeld.

Von Vereinsseite lehnte Sportleiter Reiner Lorey eine Stellungnahme ab. Das Training wird seitdem von den Spielern Martin Krapf und Matthias Grießmann geleitet. Zu den Gründen von Wirsings Abschied äußerte sich auch Krapf nicht weiter. „Es hat nicht mehr funktioniert. Das war die beste Lösung.“ Der Verein ist nun auf Trainersuche, Gespräche stünden in den nächsten Tagen an, so Krapf. Wirsing hat bereits einen neuen Klub gefunden, spielte vorigen Sonntag für Prosselsheim, wo er bis 2011 aktiv gewesen war.