Golf

„Tränentücher“ als Trost für die Letzten

Beate Rügamer und Nils Dittmar profitieren beim Turnier in Mainsondheim vom Verzicht der Bruttsosieger
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Schöne Geste: Erk Thomsen (von links), Bruttosieger beim Vorturnier zur Bonnfinanz-Challenge im Golfclub Schloss Mainsondheim, gibt das Ticket zum Bundesfinale an Nils Dittmar weiter. Sponsorin Ulrike Marek (sitzend) freut sich mit den weiteren Klassensiegern Gerda Rapsch, Uwe Nielsen, Beate Rügamer, Walter Schüssler und Manfred Scheller. Foto: Foto: Hartmut Hess

Das gibt es nicht alle Tage: Da holen sich Gerda Rapsch und Erk Thomsen die Bruttosiege und lösen die Tickets zum Deutschlandfinale der Turnierserie Bonnfinanz-Challenge, doch beide fahren nicht hin. Denn die Planung von Gerda Rapsch sah für den Samstag ursprünglich anders aus und Thomsen ist schon bei den zeitgleich ausgetragenen VW-Masters dabei und musste so unfreiwillig verzichten.

Beim Vorturnier im Golfclub Schloss Mainsondheim wurde Beate Rügamer für ihre ordentliche Runde belohnt. Turniersponsorin Ulrike Marek reichte den Preis an Rügamer als Zweite des Damenbrutto weiter. Sie darf am 22. September nach Kronach reisen, wie auch Nils Dittmar vom GC Geiselwind. Er hatte Erk Thomsen am ehesten folgen können und freute sich über Ticket für das Deutschlandfinale. Bei der Bonnfinanz-Challenge dürfen jeweils fünf Golfer von allen 17 Vorturnieren zur nationalen Endrunde, deswegen sind auch die Gewinner der drei Nettoklassen dabei. Den Sieg in der Nettoklasse A holte sich Walter Schüssler, neben ihm waren noch Uwe Nielsen (Netto B) und Manfred Scheller (Netto C) erfolgreich. Weitere Sachpreise auf den Plätzen zwei und drei der Nettoklassen sicherten sich Hans Waldmann, Elmar Förster, Detlef Wagner, Ludwig Stöcker und Stefanie Bauer. Rudolf Marek, Mann der Dettelbacher Sponsorin, verzichtete als Dritter der Nettoklasse B auf seinen Preis, wovon Ralf Bornhorst profitierte. Die Sonderpreise gingen an Sybille Thomsen, den Schweizer Peter Bachmann (Nearest to the Pin„) sowie Gerda Rapsch und Günter Schmidt (Longest Drive).

Für zwei Golfer wären noch herausragendere Ergebnisse möglich gewesen, doch Erk Thomsen und Ludwig Stöcker vermochten ihr Niveau der ersten neuen Löcher nicht zu halten. Thomsen spielte auf der erste Hälfte der 18-Loch-Anlage 18 Bruttopunkte und damit genau den Platzstandard von 36 Schlägen, danach erzielte er nur noch zwölf Bruttopunkte. Noch krasser lief es für Stöcker, der zuerst 28 Nettopunkte verbuchte und auf den zweiten neun Löchern nur noch auf neun Zähler kam. Vielleicht hatte sie der Appenzeller Käse auf der Schweiz – den Caroline und Peter Bachmann spendiert hatten – zur Halbrunden-Pause auf andere Gedanken gebracht.

Zur vierten Auflage des Turniers in Mainsondheim gab es erstmals drei Trostpreise für die drei Spieler mit dem niedrigsten Nettoresultat unter den insgesamt 64 Teilnehmern. „Das sind Tränentücher“, witzelte GC-Vizepräsident Eckhard Himmel bei der Siegerehrung als Caroline Bachmann, Thomas Hochgesang und Eckhard Lewring die Tücher bekamen.

„Unser Kapitän darf uns nicht mehr schimpfen“, kommentierte Himmel das Abschneiden von Seniors-Captain Uwe Nielsen, der 40 Nettopunkte gespielt und sein Handicap auf 20,2 gedrückt hatte. Denn bislang hatte Nielsen die Senioren immer gerügt, wenn sie außerhalb der Seniorenrunde besser abgeschnitten hatten. Eckhard Himmel dankte Ulrike Marek mit einem prächtigen Blumenstrauß dafür, dass sie das Turnier zum vierten Mal und heuer erstmals offen ausgeschrieben hatte.

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