Hopferstadt

Totgesagte Hopferstadter leben länger

Zwei Spiele bleiben dem FC Hopferstadt, sich vor dem Abstieg zu retten. Schon, dass die Mannschaft diese Chance bekommt, erscheint manchem wie ein Wunder.
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Relegation zur Kreisliga Würzburg

FC Hopferstadt – VfR Burggrumbach (Freitag, 18.30 Uhr; Mainstockheim)

Dass sich der FC Hopferstadt noch in die Relegation retten könnte, hatten die wenigsten erwartet, nicht einmal die Hopferstädter selbst. Schließlich hatten sie fünf Spieltage vor Saisonende schier uneinholbare elf Punkte hinter dem Rivalen aus Sulzfeld gelegen. Alles sprach gegen sie. Doch das war es wohl, was die Totgesagten wieder zum Leben erweckte. „Der große Druck war weg“, sagt Trainer Erwin Klafke. „Die Jungs spielten plötzlich mit einer ganz anderen Körpersprache.“ Das unerwartet deutliche 6:0 gegen Giebelstadt beflügelte ihre Lebensgeister.

Seine Kicker hätten plötzlich wieder gemerkt, dass sie mithalten können. Sie ließen weitere drei Siege folgen, während die Sulzfelder nur noch einen Punkt aus diesen vier Spielen holten. Somit waren die beiden vor dem abschließenden Spieltag punktgleich. Doch hatte Hopferstadt den direkten Vergleich verloren. „Das war ein Nervenkrimi. Sulzfeld lag zurück und wir nach eigener Führung auch. Das war kaum zum Aushalten“, sagt Klafke, „vor allem, als Sulzfeld dann ausglich und wir auch.“ Der Trainer wusste, dass nur ein Sieg den Seinen helfen würde – und der gelang. „Der absolute Wahnsinn. Ich habe schon sehr viel erlebt, aber dass wir das geschafft haben, grenzte schon an ein Wunder.“

Nun hat der FC in zwei Spielen die Chance auf den Ligaverbleib. Im Mai waren die Hopferstadter sogar erfolgreicher als ihr erster Relegationsgegner VfR Burggrumbach/Erbshausen, der als Aufsteiger Vizemeister in der Kreisklasse 1 wurde. Klafke warnt besonders vor dessen Offensive um Angreifer Alexander Zimmermann und Spielertrainer Dominik Hochrein. Er erwartet eine schwere Aufgabe. Aber: „Wenn wir in unserem Flow bleiben, haben wir gute Chancen.“ Der scheidende Coach setzt erneut auf den unbändigen Willen und die Moral seiner Mannschaft. Nur Stefan Pohl, der im vorigen Jahr wesentlichen Anteil an Hopferstadts Aufstieg hatte, ist in Urlaub.



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