Motorsport

Thüring und Müller in nationaler Elite

Kart-Jungs des AMC Kitzingen überzeugen beim ADAC-Bundesendlauf
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Bundesendlauf-Teilnehmer: Der Kart-Nachwuchs des AMC Kitzingen kann sich sehen lassen. Marco Müller (oben), Maximilian-Wolf Thüring (unten links) und Finn Ganzinger (rechts) durften beim Bundesfinale an den Start gehen. Foto: Foto: Hartmut Hess

Der AMC Kitzingen war heuer der erfolgreichste Verein Unterfrankens beim ADAC-Kartslalom-Bundesendlauf in Nohra bei Weimar. Maximilian-Wolf Thüring glänzte als Zweiter der Altersklasse (AK) 3 und wiederholte damit seinen nationalen Vizemeister-Titel aus dem Vorjahr. Ein Verbremser hielt Marco Müller in der AK 4 davon ab, die Medaillenplätze angreifen zu können.

Maximilian-Wolf Thüring war als nordbayerischer Meister angereist und bewahrte bei kühlen Temperaturen auch kühlen Kopf. Der Heidenfelder belegte im ersten Wertungslauf Rang vier und katapultierte sich unter den 51 Besten ADAC-Fahrern Deutschlands mit einem perfekten zweiten Lauf noch auf den zweiten Platz. Dabei fehlten ihm in der Addition nur elf Hundertstelsekunden zum Sieg. „Das war richtig gut“, kommentierte sein Vater und AMC-Betreuer Wolfgang Thüring die Vorstellung seines Sohnes.

Marco Müller legte einen insgesamt guten ersten Lauf hin, eine kleine Unachtsamkeit kostete ihn aber mehrere Zehntelsekunden und zwei Plätze. Der 15-Jährige aus Iphofen fuhr am Ende den sechsten Platz heraus. Bei seinen drei bisherigen Teilnahmen am Bundesendlauf hatte er den achten Rang als bestes Ergebnis geschafft. Eine Woche später startete Marco Müller einen weiteren Griff nach den Sternen bei der Deutschen Meisterschaft in Sonthofen. Dort offenbarte ein Flyer die Dimension, was allein die Qualifikation bedeutete. Denn in Deutschland betreiben rund 150 000 Fahrer den Kartsport und nur 150 durften bei den Titelkämpfen der Jugend dabei sein.

Mit jeweils zwei Rennen an zwei Tagen sah sich der Iphöfer 29 Konkurrenten gegenüber und erlebte einen misslungenen Start durch einen Pylonenfehler im ersten Lauf. Dann kam das Pech dazu, zu der Hälfte der Klasse zu gehören, die auf einen nassen Parcours musste, während die andere Hälfte auf trockenem Asphalt einen großen Vorteil hatte. Nach vier Strafsekunden am Samstag fand sich Marco Müller auf dem 21. Platz wieder. Im Dauerregen des Sonntags verbesserte sich der 15-Jährige auf Rang 17. „Dass Marco sich erstmals für die Deutsche qualifiziert hat, war schon ein Erfolg“, resümierte sein Vater und AMC-Jugendtrainer Stefan Müller.

In der Klasse 1 feierte Finn Ganzinger als nordbayerischer Vizemeister gleich in seinem ersten Jahr im Jugend-Kart seine Premiere beim Bundesendlauf. Er legte seine Nervosität bei dem Großereignis nicht ganz ab und leistete sich im ersten Lauf einen Pylonenfehler. Nach einer Steigerung im zweiten Lauf belegte er im Endklassement den 23. Platz unter den Besten seiner Altersklasse in Deutschland.

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