SpVgg Stegaurach - TSV Abtswind
(Mittwoch, 16. Juli, 18.30 Uhr)

Der Einstand des neuen Abtswinder Trainers beim 3:1-Auftaktsieg gegen den TSV Kleinrinderfeld ist gelungen. Dennoch sieht Thorsten Götzelmann viele Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem dauere es noch ein paar Wochen, bis seine Fußball-Philosophie bei den Spielern in Fleisch und Blut übergegangen sei. Im Gegensatz zu Vorgänger Jochen Seuling verlangt er eine aggressivere Spielweise gegen den Ball. „Allerdings weiß ich nicht, ob Jochen dies nicht auch verlangt hat. Mir ist es bei meinen Spielbeobachtungen jedenfalls aufgefallen. Das war mir zu harmlos. Ich will, dass dem Gegner weniger Möglichkeiten gegeben werden, sich zu entfalten.“

Eine Veränderung strebt Götzelmann auch im Spielaufbau an. „Man muss den Ball nicht immer nach vorne spielen, sondern nur dann, wenn es auch geht. Man kann ihn auch einmal in den eigenen Reihen halten, um Sicherheit zu bekommen“, erklärt er. „In jedem Spiel gibt es nur einen Ball, und nur mit dem kann ich Tore schießen. Wenn wir im Spiel größtenteils den Ball haben, gebe ich dem Gegner keine Möglichkeiten, ein Tor zu schießen“, lautet die einfache Begründung des Übungsleiters für den „wertvollen Ballbesitz“.

Gastgeber Stegaurach ist mit einem 2:1-Sieg beim Lokalrivalen Pettstadt in die Saison gestartet. Dabei standen die Vorzeichen nicht gerade günstig. Spielertrainer Tobias Eichhorn hatte wenige Tage vor dem Auftaktspiel seinen Rücktritt erklärt. Mit ihm hatte sich gleichzeitig auch sein Bruder und Co-Trainer Andreas Eichhorn verabschiedet. Bernd Oberst, mit 14 Treffern in der Saison 13/14 der erfolgreichste Stegauracher Torschütze, fungiert momentan als Spielertrainer.

TG Höchberg - Bayern Kitzingen
(Mittwoch, 16. Juli, 18.30 Uhr)

Wie Phönix aus der Asche hat sich die TG Höchberg nach ihrem Abstieg in der Saison 2012/13 wieder zurückgemeldet. Der „Betriebsunfall“ wurde vom Landesliga-Dino (1989 bis 2013 ohne Unterbrechung) mit einer starken Spielzeit in der Bezirksliga behoben. Da passt es ins Bild, dass im ersten Heimspiel mit Bayern Kitzingen ausgerechnet jene Mannschaft auftaucht, die Klaus Conrad nach dem Abstieg als Beispiel angeführt hat, „an dem wir uns orientieren wollen“. Der Höchberger Sportvorsitzende spielte dabei auf die Fahrstuhl-Mentalität der Bayern an, die in zehn Jahren viermal aufgestiegen waren. In Höchbergs Abstiegs-Saison war es wieder einmal soweit. Die damaligen Vergleiche entschieden die Kitzinger mit 2:0 (A, Tore: Tolga Arayici) und 3:1 (H, Tore: Jörg Otto, Stefan Schöderlein, Agron Ibrahimi) für sich. Als Tabellendritter in ihrer Aufstiegs-Saison fehlten dem damals neuen Trainer Wolfgang Schneider und seinen Mannen nur zwei Punkte zur Teilnahme an der Bayernliga-Relegation.

Während die Gastgeber ihr Auftaktspiel in Leinach mit einem torlosen 0:0 halbwegs erfolgreich gestalteten, waren die Bayern wegen Starkregens zum Zuschauen verurteilt. Ihre Heimpartie gegen Aufsteiger Baiersdorf fiel buchstäblich ins Wasser. „Es ist sicher kein Nachteil, schon gespielt zu haben. Uns bereitet der Spielausfall aber auch kein Kopfzerbrechen“, erklärt Burkhard Straßberger. Bis auf den am Meniskus operierten Simon Pauly könnten die Kitzinger aus dem Vollen schöpfen, berichtet der Sportleiter. Texte: wro