Schach

Tabellenführer überzeugt

Prichsenstadt verbessert Brettpunkte-Bilanz
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Nach den zuletzt hart umkämpften Spitzenbegegnungen konnte Prichsenstadt in Lohr trotz des Ausfalls von Spitzenspieler Arens einen Kantersieg landen und die Tabellenführung leicht ausbauen.

Bereits nach etwa drei Stunden war der Kampf entschieden, so dass nur noch die Höhe des Sieges in Frage stand. Die Führung besorgte dabei Wolfgang Schmitz. Er widerlegte durch exaktes Spiel einen ungestümen Opferangriff. Kurz darauf ließ Ersatzmann Manfred von Golitschek das 2:0 folgen. Gegen seinen gut 50 Jahren jüngeren Gegner spielte er wieder einmal seine ganze Routine aus und war nie gefährdet. Ein ordentliches Comeback feierte Tobias Löser. Nach über zwei Jahren studiumsbedingter Schachabstinenz steuerte er ein Remis bei. Für die Vorentscheidung sorgte Thomas Steinhauser. Nachdem er sich mit den schwarzen Steinen zunächst durch eine schwierige Eröffnung quälen musste, befreite er sich nach etwa drei Stunden und zwang seinen Gegner mit einem spektakulären Springeropfer zur Aufgabe.

Angesichts des ausgeglichenen Spiels von Dieter Krenz, das auch bald friedlich enden sollte, und den vorteilhaften Stellungen von Brett 1 und 7 war damit die Entscheidung gefallen. Die einzige Niederlage des Tages fiel damit auch nicht mehr allzu sehr ins Gewicht. Zu optimistisch hatte Werner Klüber einen vergifteten Bauern „gefressen“ und wurde dafür umgehend bestraft (4:2). Dass Michael Ziegler am ersten Brett nicht verlieren würde, war lange Zeit klar. Ob der leichte Vorteil hingegen zum Gewinn reichen würde, musste erst bewiesen werden. Nachdem er jedoch in einem schwierigen Turmendspiel einige genaue Züge fand, durfte er dann doch den vollen Zähler mit nach Hause nehmen.

Das galt auch für Richard Hilgert, der seinen Gegenspieler ebenfalls fünf Stunden „knetete“, bis dieser entscheidend patzte (6:2). Damit konnte Prichsenstadt seinen Vorsprung auf Verfolger Sailauf um 1,5 Brettpunkte vergrößern und ist nun endgültig Topfavorit auf die Meisterschaft. Allerdings wartet am nächsten Spieltag Angstgegner Mömbris.

Unterfrankenliga

SC Bad Königshofen – SK Schweinfurt 2000 II 3,5 : 4,5  
SK Mainaschaff – SV Würzburg III 4,5 : 3,5  
SC Unterdürrbach – Schachfreunde Sailauf 3,5 : 4,5  
SK Lohr a.M. – SC Prichsenstadt 2,0 : 6,0  
SK Mömbris – SB Versbach 6,5 : 1,5  

1. (1.) SC Prichsenstadt 7 4 3   34 : 22 11 : 3  
2. (2.) Schachfreunde Sailauf 7 5 1 1 29,5 : 26,5 11 : 3  
3. (5.) SK Mainaschaff 7 4 1 2 30 : 26 9 : 5  
4. (6.) SK Mömbris 7 3 2 2 31 : 25 8 : 6  
5. (3.) SC Bad Königshofen 7 2 3 2 30,5 : 25,5 7 : 7  
6. (3.) SC Unterdürrbach 7 3 1 3 30,5 : 25,5 7 : 7  
7. (7.) SV Würzburg III 7 2 2 3 27 : 29 6 : 8  
8. (9.) SK Schweinfurt 2000 II 7 2 1 4 26 : 30 5 : 9  
9. (8.) SK Lohr a.M. 7 2 1 4 22 : 34 5 : 9  
10. (10.) SB Versbach 7   1 6 19,5 : 36,5 1 : 13  

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