FAUSTBALL: DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

TV Segnitz scheitert im Halbfinale

Die Faustballerinnen unterliegen dem Ahlhorner SV knapp in fünf Sätzen. Warum die TV-Frauen bei der deutschen Meisterschaft die Gunst der Stunde nicht nutzen konnten.
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Brachte Segnitz im Halbfinale gegen den Ahlhorner SV immer wieder heran, konnte die Niederlage ihres Teams aber nicht verhindern: Angreiferin Svenja Schröder. Foto: Foto: DFBL/bec

Mit einem wahren Krimi startete für die Faustballerinnen des TV Segnitz die Endrunde um die deutsche Meisterschaft im schleswig-holsteinischen Kellinghusen. Dabei unterlagen die TV-Frauen dem Ahlhorner SV in einem hart umkämpften Match mit 2:3 Sätzen (8:11, 11:5, 8:11, 11:8, 8:11). Ahlhorn zog ins Halbfinale ein, während die Titelkämpfe für Segnitz nach nur einer Begegnung schon wieder zu Ende waren. „Ahlhorn wäre heute machbar gewesen, doch wir haben die Gunst der Stunde nicht nutzen können“, resümierte Trainer Uli Lauck.

TV mit zu hoher Fehlerquote

Die Segnitzerinnen um ihre Welt- und Europameisterin Svenja Schröder blieben im ersten Satz bis zum 8:8 dran, um den Durchgang dann doch 8:11 abgeben zu müssen. Der Dritte der 1. Bundesliga Süd hatte aber die richtige Antwort parat, und Svenja Schröder schloss einen guten Satz zum 11:5 und dem Ausgleich ab. Dabei half auch die lautstarke Unterstützung der 30 mitgereisten Segnitzer Fans. Auch Anfang des drittens Durchgangs sah es für die TV-Frauen gut aus, doch dann verloren sie den Faden und erneut ging ein Satz mit 8:11 in die Binsen.

Das Auftaktspiel Frauen-Titelkämpfe blieb schwer umkämpft und die Riege um Spielführerin Tatjana Müller schlug im vierten Satz zurück. Svenja Schröder punktete mehrfach über die Ahlhorner Mitte und sorgte für einen 9:6-Vorsprung, später erzwang die Ex-Eibacherin mit dem 11:8 den fünften Satz. Dazu kam die Ahlhornerin Jana Köhrmann zurück aufs Feld und half ihrem Team mit ihrer Erfahrung, ein 1:3 in eine 4:3-Führung zu drehen. Segnitz wirkt nun zum ersten Mal beeindruckt und mit einem 6:4-Vorsprung für die Ahlhornerinnen wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Svenja Schröder schaffte den Ausgleich zum 6:6, aber letztlich hatte Ahlhorn das bessere Ende für sich und gewann das Match mit 3:2-Sätzen.

„Wir haben in allen Sätzen fünf bis sechs Fehler produziert, diese Quote war zu hoch“, monierte Uli Lauck. Eine durchschnittliche Leistung der regulären Runde hätte seiner Ansicht zum Sieg gereicht. Doch Svenja Schröder hatte die Angriffslast ziemlich alleine zu schultern, obwohl sie körperlich geschwächt war. Denn wie Uli Lauck schilderte, plagt sich seine Schlagfrau seit Wochen mit den Folgen einer Lungenentzündung herum und hatte deswegen zuletzt tagelang Antibiotika einnehmen müssen.

Kampfansage für nächstes Jahr

Für den TV Segnitz waren Helen Gernet, Tatjana Müller, Ursina Sagstetter, Sophie Müller und Svenja Schröder im Einsatz. Für Uli Lauck, der sich mit seinem Team sowieso keine Titelchancen ausgerechnet hatte, war das frühe Ausscheiden allerdings kein Beinbruch. „Wenn wir nächstes Jahr noch Luisa Kaemmer wieder dabei haben, dann werden wir voll angreifen“, kündigte der Faustballlehrer an. „Heuer war es eine Kennenlern-Meisterschaft für uns und kommendes Jahr wollen wir es dann wissen, wenn die Meisterschaft erneut in Kellinghusen steigt“, lautete Laucks Fazit.

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