FAUSTBALL: DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

TV Segnitz: Deutsche Meisterschaft als Zugabe

Warum sich die Segnitzer Faustballerinnen für die Endrunde der deutschen meisterschaft qualifiziert haben und was sie sich bei dem Turnier erhoffen.
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Die Erstliga-Faustballerinnen des TV Segnitz mit (hinten von links) Ursina Sagstetter, Sophie Müller, Trainer Uli Lauck, Antonia Fuchs und Tatjana Müller, sowie (vorne von links) Helen Gernet und Svenja Schröder. Foto: Foto: Hartmut Hess

Die reguläre Faustball-Feldrunde ist längst vorbei und Uli Lauck, Trainer der Segnitzer Faustballerinnen gibt sich sehr zufrieden, was seine Mannschaft zusammen mit der Welt- und Europameisterin Svenja Schröder als Schlagfrau geleistet hat. „Wir haben weit mehr erreicht, als anzunehmen war“, lobt Lauck seine Schützlinge, die sich als Sahnehäubchen der Runde mit dem dritten Platz in der Bundesliga Süd die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft verdient haben.

Am Samstagmorgen stehen die Segnitzerinnen im schleswig-holsteinischen Kellinghusen im Überkreuzspiel dem Nord-Zweiten Ahlhorner SV gegenüber. „Diese Teilnahme ist für uns eine Zugabe und wir wollen lernen, um dann kommendes Jahr richtig anzugreifen“, meint Uli Lauck. Denn im kommenden Jahr steht dann die heuer in Australien weilende Luisa Kaemmer wieder als zweite Schlagfrau neben Svenja Schröder zur Verfügung. „Wenn die Mädels nicht zu nervös agieren, dann könnte Ahlhorn machbar sein“, findet der Faustballlehrer, der es anfangs dieses Jahrtausends schon zweimal mit seiner Mannschaft zur Endrunde der deutschen Meisterschaft geschafft hatte. „Es kann auch sein, dass wir wie damals nach nur einem Spiel wieder nach Hause fahren müssen“, gibt sich Lauck keinen großen Illusionen hin. Denn in einem Stadion vor großer Kulisse zu bestehen, an diese Konstellation müssen sich die Segnitzerinnen sicher erst gewöhnen und die Ruhe bewahren.

Neben Svenja Schröder hat Uli Lauck Ursina Sagstetter auf Zweitschlag vorgesehen und Tatjana Müller als Zuspielerin. In der Anfangsformation werden voraussichtlich in der Abwehr Helen Gernet und Sophie Müller stehen. Als Ersatz stehen Antonia Fuchs und das Teamküken Lena Mark zur Verfügung. „Ich habe auch einen Plan B und C“, verrät der Trainer, der nur zu gerne ins Halbfinale einziehen würde. Spätestens dort wird dann aber wohl Endstation sein für die Segnitzerinnen, denn im Halbfinale würde der TSV Calw auf sie warten. Calw hat in der Bundesliga Süd mit 32:0-Punkten einen imposanten Durchmarsch hingelegt und die Württembergerinnen sind für Uli Lauck der Titelfavorit Nummer eins.

Die Segnitzerinnen machen sich in einem großen Reisebus inklusive 30 Fans auf den Weg in den hohen Norden. Auch ein frühes Ausscheiden wäre kein Beinbruch für das Team, spricht Uli Lauck heuer doch von einem „Vorbereitungsjahr“. „Dann haben wir halt einen schönen Ausflug gemacht“, flachst der Trainer, der den Blick auf 2020 richtet, aber gegen einen Zugabe in Kellinghusen freilich nichts einzuwenden hätte.

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