Abtswind
Fussball Landesliga Nordwest

TSV Abtswind fällt auch über Frammersbach

Der TSV Abtswind wartet auch nach dem fünften Spiel 2013 auf seinen ersten Sieg. Gegen den TuS Frammersbach scheiterten die spielbestimmenden Gastgeber an ihrer schwachen Chancenverwertung.
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Michael Seuling stürzt mit dem TSV Abtswind über den TuS Frammersbach und Spielertrainer André Mehrlich. Foto: Sterzbach
Michael Seuling stürzt mit dem TSV Abtswind über den TuS Frammersbach und Spielertrainer André Mehrlich. Foto: Sterzbach
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TSV Abtswind - TuS Frammersbach 1:2 (1:1).


Nach vier Spielen ohne Sieg war bis zum Samstag die Stimmung noch gelöst, nach einer weiteren Niederlage sanken die Spieler einzeln zu Boden und konnten nicht fassen, dass sie ihren Abwärtstrend auch zu Hause gegen den TuS Frammersbach nicht stoppen konnten.

"Es ist mega-frustrierend", lehnte Trainer Jochen Seuling in den Minuten danach ebenso niedergeschlagen an der Bande. Mit einer Änderung hatte er seine Mannschaft im Vergleich zum vorherigen Spiel in Pettstadt aufgestellt. In der Abwehr verteidigte Frederik Weiß anstelle von Sven Gibfried.

Zunächst lief bei den Gastgebern nur wenig zusammen. In der gegnerischen Hälfte luden die Abtswinder durch Ballverluste beim finalen Pass den Gegner zum Kontern ein. Den Gästen gehörte in der Anfangsphase auch die erste nennenswerte Aktion, als ein Freistoß von Felix Schanberger die Oberkante der Latte touchierte. Chancen kamen in der ersten Halbzeit nur wenige zustande, zumal beide Abwehrreihen die Versuche der anderen Seite vor dem krönenden Abschluss abräumten. Als Frammersbach ohne Schnörkel über links nach vorne spielte, tauchte Manuel Bischoff alleine vor Abtswinds Torhüter Irnes Husic auf und ließ sich nach fast einer halben Stunde die Gelegenheit zur Führung der Gäste nicht mehr nehmen.

Doch die Hausherren hatten vor der Halbzeit noch einen Pfeil in ihrem Köcher. Nach einer butterweichen Flanke von Daniel Hey musste sich Sebastian Otto gegen zwei ihn begleitende Abwehrspieler nicht einmal entscheidend durchsetzen, sondern konnte sich darauf konzentrieren, seinen Kopfball platziert zum Ausgleich ins Netz zu wuchten. Noch vor dem Seitenwechsel behauptete Jonas Wirth den Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte, spielte Otto hoch an, doch Torhüter Markus Fischer parierte dessen volley genommenen Schuss aus der Drehung.

"In der ersten Halbzeit war es zu wenig nach vorne", stellte Seuling fest und schickte mit Peter Mrugalla einen zweiten Stürmer auf den Platz. Die ersten Schüsse auf das gegnerische Tor gaben im zweiten Durchgang aber Christian Mathea und André Mehrlich auf Frammersbacher Seite ab. Michael Seuling kam dagegen nach einem Doppelpass mit Kim Kruezi einen Schritt zu spät an den Ball. Auch einen Schuss des frei vor ihm stehenden Otto parierte der gegnerische Torhüter. Jedoch gerieten die Gastgeber erneut in Rückstand, als Mathea auf rechts Wirth schwindelig spielte und zurück auf den unbewacht in den Strafraum einlaufenden Sebastian Kessler legte. "Das eine Mal rumpeln zwei Spieler von uns zusammen, ohne ihre Augen aufzumachen, das andere Mal rutscht ein Spieler aus", haderte Seuling mit der Entstehung beider Gegentore.

Abtswind riss die größeren Spielanteile an sich, Frammersbach kam so zu keiner Chancen mehr, da auch Tobias Werner defensiv abräumte, wer durchkam. Doch der Abschluss gelang den Gastgebern nicht. Nach Vorarbeit von Kruezi blockte die gegnerische Abwehr gleich zwei Schüsse von Mrugalla aus gut zehn Metern ab. Die Unterzahl nach einer Gelb-Roten Karte gegen Kruezi änderte den Spielverlauf nicht, denn die Gastgeber drängten weiter auf ihren erneuten Ausgleich. "Wenn der Schiedsrichter daneben steht und meint, er muss das geben, sage ich nichts weiter dazu. Am Platzverweis dürfen wir die Niederlage nicht festmachen, schließlich hatten wir noch etliche Chancen", relativierte Seuling die Ampelkarte wegen eines zu schnell ausgeführten Freistoßes.

Möglichkeiten, die auch im Folgenden aber ungenutzt blieben: Von rechts kommend schoss Otto links am Tor vorbei. Die größte Chance aber vergab der zusammen mit Axel Zehnder eingewechselte Nino Bozesan, über rechts in Szene gesetzt von Mrugalla, als er fünf Minuten vor den Ende in Mittelstürmer-Position frei vor dem gegnerischen Tor stand, doch in die Arme des Torhüters schoss.

"Eine katastrophale Chancenverwertung", urteilte Seuling. "Man hört immer, dass wir im Angriff eine große Qualität hätten. Wir besaßen mehrere 100-prozentige Chancen, also muss ich erwarten können, dass wir daraus auch einmal ein Tor erzielen."

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den in der Tabelle auf Rang sieben abgerutschten Abtswindern nicht. Schon am Mittwoch (18.15 Uhr) treten sie zum Auswärtsspiel in Bergrheinfeld an.


TSV Abtswind:

Irnes Husic, Daniel Hey, Frederik Weiß, Kim Kruezi, Jones Wirth (80. Nino Bozesan), Constantin Paunescu (80. Axel Zehnder), Michael Seuling, Albert Fischer (46. Peter Mrugalla), Tobias Werner, Sebastian Otto, Michael Herrmann.


TuS Frammersbach:

Markus Fischer, Lukas Fröhlich (63. Marius Müller), Benedikt Strohmenger, Patrick Geiger, André Mehrlich, Felix Schanbacher, Daniel Renner, Christian Mathea, Christian Müller (78. Martin Wolf), Sebastian Kessler, Manuel Bischoff (46. Ferdinand Weiß).


Schiedsrichter:

Mario Hofmann (Heroldsbach). Assistenten: Karl-Heinz Kratz, Johannes Unruh.


Torfolge:

0:1 Manuel Bischoff (28.), 1:1 Sebastian Otto (40.), 1:2 Sebastian Kessler (60.).


Gelbe Karten:

Kim Kruezi (Abtswind), André Mehrlich, Felix Schanbacher, Daniel Renner, Christian Mathea, Manuel Bischoff (alle Frammersbach).


Besonderheit:

Gelb-Rote Karte gegen Kim Kruezi (Abtswind) wegen Unsportlichkeit (70.).


Zuschauer:

130 geschätzt.

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