Abtswind
Fussball Landesliga Nordwest

TSV Abtswind bei Nirsbergers neuem "Arbeitgeber"

Noch auf dem aktuellen Abtswinder Mannschaftsbild posierte Keeper Jan Nirsberger. Überraschend wechselte er den Verein. Nur eine Woche später trifft er mit dem TSV Kleinrinderfeld auf seine alten Kollegen - allerdings wird er nicht spielen.
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Von Abtswind nach Kleinrinderfeld: Torhüter Jan Nirsberger schaute sich kurzfristig nach einem neuen Verein um. Allerdings wird er gegen seinen alten Verein nicht im Tor stehen. Foto: Sterzbach
Von Abtswind nach Kleinrinderfeld: Torhüter Jan Nirsberger schaute sich kurzfristig nach einem neuen Verein um. Allerdings wird er gegen seinen alten Verein nicht im Tor stehen. Foto: Sterzbach

TSV Kleinrinderfeld - TSV Abtswind (Mittwoch, 18.30 Uhr).

Der Start verlief erfolgreich. "Wenn es uns gelingt, an den Spieltagen Freude zu bereiten, ist einiges gewonnen. Wenn es gelingt, erfolgreich zu spielen, vieles", verlieh Abtswinds Trainer Jochen Seuling im vereinseigenen Sportplatzheft seiner Hoffnung Ausdruck, beim TSV möge beides klappen.

Zum Auftakt in die neue Saison erfreute die Mannschaft ihre Zuschauer mit einem 4:0 über Aufsteiger Stegaurach. Seuling bot dabei in seiner Anfangsformation mit Pascal Kamolz und Jürgen Endres zwei Neuzugänge auf, Mitte der zweiten Halbzeit wechselte er mit Jörg Otto einen dritten ein. Nach einer baldigen Führung durch Peter Mrugalla legten Albert Fischer und Kamolz nach etwas mehr als einer Stunde binnen zwei Minuten weitere Tore nach, ehe Sebastian Otto in der Schlussphase noch einmal erhöhte.


Abtswinder Ausrufezeichen

Während Abtswind ein frühes Ausrufezeichen zu setzen vermochte, wurde der erste Leistungstest des Gegners in der Liga verschoben. Das für den ersten Spieltag geplante Auswärtsspiel von Absteiger Kleinrinderfeld bei Aufsteiger Viktoria Kahl findet erst am 31. Juli statt. Somit steht der Mannschaft von Trainer Harald Funsch, der zum Saisonwechsel die Nachfolge von Norbert Mahler angetreten hat, noch eine erste Standortbestimmung in der Liga bevor.

Bei seiner Qualifikation zur ersten Hauptrunde im Toto-Pokal konnte Kleinrinderfeld bereits mit Siegen über die Bayernligisten SV Erlenbach und Würzburger FV überzeugen. Fünf Spieler, darunter Stürmer Edwin Aber nach Wiesentheid, verließen den Verein während der Sommerpause, acht neue schlossen sich ihm an. Bekanntester Neuzugang war Stürmer Pascal Rausch vom Regionalligisten SV Seligenporten, der den bisher als Torjäger meist auf sich alleine gestellten Peter Endres im Angriff überstützen soll.

Kleinrinderfeld stapelt tief

Zurückhaltung übt Funsch aktuell noch beim Saisonziel, möchte in dieser Runde zunächst einmal vorne mitspielen, wobei die tatsächlichen Aussichten, dass Kleinrinderfeld, sollte es unter Funsch sein Spiel variantenreicher gestalten, in der Landesliga eine führende Rolle einnehmen kann, gar nicht so schlecht scheinen.
Besondere Brisanz erhält das Aufeinandertreffen am zweiten Spieltag durch den kurzfristigen Wechsel von Torhüter Jan Nirsberger von Abtswind nach Kleinrinderfeld.

Nachdem sich der als etatmäßiger Keeper eingeplante Michael Hollenbach folgenschwer am Knie verletzte und seiner Mannschaft lange Zeit fehlen wird, heuerte der 26-Jährige dort an. Allerdings wird er heute Abend gegen seinen alten Verein nicht auflaufen, währenddessen nach dem Credo von Coach Harald Funsch dessen rechte Hand, Ralf Scherbaum, in dieser Partie das Tor hüten soll.

In Abtswind müssen sich die Verantwortlichen auf die Suche nach Ersatz begeben. Bis dieser gefunden ist, nimmt Thomas Klaus, ehemalige Nummer eins und Torwarttrainer, die offene Position des Stellvertreters von Irnes Husic ein. "Wenn ein Spieler nicht bereit ist, sich einem fairen Konkurrenzkampf zu stellen und trotz verbindlicher Zusage den Verein verlässt, lässt dies eine entsprechende Wertung zu", findet Seuling deutliche Worte für den Abgang.
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