Sulzfeld am Main
Fussball Bezirksliga West

Sulzfeld ist in Karlstadt zum Siegen gezwungen

Für Sulzfeld steigt in der finalen Runde das Endspiel um den Klassenerhalt in Karlstadt. Bei allen möglichen Ausgängen ist eins klar: Gewinnen die Maustaler, bleiben sie in der Liga, andernfalls müssen sie in die Relegation.
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Sulzfelds Markus Spahn (vorne) hält Gegenspieler Daniel Reinhardt vom Ball fern. Foto: Sterzbach
Sulzfelds Markus Spahn (vorne) hält Gegenspieler Daniel Reinhardt vom Ball fern. Foto: Sterzbach

FV Karlstadt - TSV Sulzfeld (1:3; Sonntag, 15 Uhr).

Gefeiert wurde am vergangenen Samstag vielerorts. "Es fährt gerade eine Meisterfeier vorbei", berichtete Sulzfelds Trainer Andreas Süßmeier nach Spielende vom Sportheim. Es stellte sich heraus: Der SC Mainsondheim, der bereits vormittags mit Trecker und Hänger zum Ligaspiel nach Kitzingen getuckert war, hatte am Abend nach seinem Spiel eine Tour durch den kompletten Landkreis gestartet.
Feiern würden auch die Sulzfelder gerne, allerdings würde ihre Rückfahrt mit einer Zugmaschine aus Karlstadt wohl bis zum nächsten Morgen dauern.

Entscheidung selbst in der Hand

In den drei letzten Heimspielen holte sich der TSV Sulzfeld (14./44) durch sieben Punkte den Zuschlag, am letzten Spieltag im Spiel gegen den FV Karlstadt (12./47) die Entscheidung
mit in der Hand zu halten. Auf das Unentschieden mit Keilberg folgten Siege über Mönchberg und Uettingen, wodurch die Maustaler den Rückstand auf die Konkurrenten auf drei Punkte verringerten.
Drei Spiele bestimmen die Entscheidung um den Relegationsrang in der Bezirksliga West am letzten Spieltag. Neben dem direkten Aufeinandertreffen zwischen Karlstadt und Sulzfeld stehen Elsava Elsenfeld (13./46; gegen die FG Marktbreit-Martinsheim) und der TSV Lohr (11./47; bei der zweiten Mannschaft von Viktoria Aschaffenburg) im Fokus.

Spiel um Alles oder Nichts

Für die Sulzfelder, die mit einem Rückstand von zwei Punkten auf Elsenfeld in den letzten Spieltag starten, geht es dabei um Alles oder Nichts. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage in Karlstadt blieben die Maustaler auf Platz 14 stehen und müssen mit den Tabellen-Zweiten der drei Kreisligen in der Relegation um nur einen freien Platz in der Bezirksliga spielen. Mit einem Sieg in Karlstadt stünden den Sulzfeldern dagegen die Türen sperrangelweit offen - eine andere Mannschaft muss in die Relegation.
Dabei kommt es nun darauf an, wie viele und welche Teams nach dem letzten Spieltag punktgleich sind. Gewinnt Elsenfeld und punktet Lohr, muss Karlstadt in die Verlängerung, weil Sulzfeld mit zwei Siegen im Hin- und Rückspiel das direkte Duell für sich entscheiden würde. Gewinnt Elsenfeld und verliert Lohr, tritt der gleiche Fall ein, da Karlstadt in einer Sondertabelle mit Lohr und Sulzfeld an letzter Stelle stünde. Erreicht Elsenfeld ein Unentschieden und punktet Lohr, muss Elsenfeld in die Relegation, da es in einer eigens errechneten Tabelle mit Karlstadt und Sulzfeld den letzten Platz belegen würde. Spielt Elsenfeld unentschieden und verliert Lohr, wären sogar vier Mannschaften punktgleich. Wiederum würden die direkten Duelle zwischen allen Teams herangezogen, wobei Elsenfeld aus den Begegnungen mit Lohr, Karlstadt und Sulzfeld die wenigsten Punkte erzielte.
Allen Berechnungen liegt allerdings eine Voraussetzung zugrunde: Der TSV muss gewinnen. "Wir konnten uns eine ganze Woche auf dieses Spiel vorbereiten, nachdem wir in den letzten Wochen jeden dritten oder vierten Tag ein Spiel bestreiten mussten", sagt Süßmeier. "Generell kenne ich Karlstadt recht gut. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr recht wenig geändert und das Hinspiel fand vor gerade einmal sechs Wochen statt. Natürlich beschäftigte ich mich in dieser Woche ausführlicher mit dem Gegner als gewöhnlich und legte mir schon einen Plan zurecht."
Bis zur Winterpause hatte sich das von Harald Duhnke trainierte Team bis auf den fünften Platz in der Tabelle nach oben geschoben. Von dort begann allerdings mit einer Serie von elf sieglosen Spielen der Absturz bis zur Abstiegszone. Erst Anfang Mai stoppten die Karlstädter ihren freien Fall. Zuletzt siegten sie zu Hause gegen Pflaumheim und in Mönchberg. Im Heimspiel gegen Sulzfeld würde den Gastgebern somit bereits ein Unentschieden reichen. "Immer noch sehr schwierig", berichtet Süßmeier von der personellen Situation vor dem letzten Spieltag. Sebastian Zobel und Christian Hilpert fallen sicher aus, hinter den Einsätzen von Niklas Pfarr, Manuel Sulz, Peter Zay, Felix Rahmann, Jossef Jabiri und Markus Spahn stehen mittlere bis größere Fragezeichen.
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