Faustball

Stolz auf die Zu-Null-Meisterschaft

Segnitzer Frauen wollen auch im Feld in die 1. Bundesliga aufsteigen
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Gehen in Tannheim nicht auf dem Spielfeld, sondern im Bassin Baden: Die Segnitzer Zweitliga-Meisterinnen Ursina Sagstetter, Sophie Müller, Helen Gernet, Tatjana Müller und Linda Müller. Foto: Foto: TV Segnitz

„Eine Meisterschaft zu Null zu holen, das ist schon etwas Besonderes“, findet Uli Lauck, Trainer der Faustballerinnen des TV Segnitz. Seine Frauen brachten das Kunststück fertig, in der 2. Bundesliga Süd mit schneeweißer Weste durchs Ziel zu gehen. „Das steht für eine große Konstanz“, bewertete Lauck die traumhafte Bilanz seiner Mannschaft von 32:0 Punkten bei 48:9 Sätzen.

Das war nicht zu erwarten, denn noch am Samstag deutete alles auf nur vier einsatzfähige Spielerinnen hin, und am Sonntag fuhr die Mannschaft um Spielführerin Tatjana Müller ohne Auswechselspielerin und auch ohne Trainer nach Tannheim. Die Gastgeberinnen hätten als Tabellenzweite Segnitz noch das Wasser abgraben können. Doch daraus wurde aber nichts. Vielmehr sorgten die Segnitzerinnen selbst für das Wasser, als sie sich nach dem Doppelsieg über Tannheim (11:8, 11:8, 11:5) und Gärtringen (8:11, 11:5, 11:8, 11:5) ein Bad in einem Bassin genehmigten. Vor allem die Art und Weise, wie die Segnitzerinnen den Verfolger Tannheim in die Schranken wiesen, nötigte Respekt ab. „Wir spielen schon lange zusammen und verstehen uns blind“, führte Ursina Sagstetter einen Aspekt für die sehr erfolgreiche Saison an. Zudem verlieh Linda Müller mit ihrer Rückkehr ihrer Mannschaft wieder mehr Offensivkraft.

Uli Lauck spricht von einem starken Kollektiv und betont aber auch: „Das faustballerische Spielvermögen und die Fitness musst du dir Woche für Woche im Training erarbeiten“. Die ziemlich junge Mannschaft durfte erst vor einem halben Jahr ihren bislang größten Erfolg im Aktiven-Bereich mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga für die kommende Hallenrunde feiern. Jetzt peilt sie das gleiche Kunststück auch im Feld an. „Wir wollen rauf“, versichert Uli Lauck, der deswegen alles daran gesetzt hat, die Aufstiegsspiele zuhause spielen zu können.

Dazu reisen am 9. August der SV Tannheim sowie aus der 2. Bundesliga West der TV Obernhausen und der TV Bretten ins faustballverrückte Gärtnerdorf. „Ich sehe die Chancen fifty-fifty“, meint Uli Lauck, weiß aber auch um den Heimvorteil, der den Ausschlag geben könnte, um unter vier Bewerbern einen der zwei Aufstiegsplätze zu ergattern.

2. Bundesliga Süd Frauen Feld
 
TV Trichtingen – SV Wacker Burghausen 0:3  
SV Wacker Burghausen – TSV Ötisheim 3:0  
TV Trichtingen – TSV Ötisheim 3:2  
TV Neugablonz – TV Eibach 3:2  
TV Eibach – TSV Grafenau 3:0  
TV Neugablonz – TSV Grafenau 0:3  
SV Tannheim – TSV Gärtringen 3:1  
TSV Gärtringen – TV Segnitz 1:3  
SV Tannheim – TV Segnitz 0:3  
 
1. (1.) TV Segnitz 16 16 0 0 48 : 9 32 : 0  
2. (2.) SV Tannheim 16 14 0 2 43 : 19 28 : 4  
3. (3.) TV Eibach 16 8 0 8 35 : 30 16 : 16  
4. (4.) TSV Gärtringen 16 7 0 9 30 : 31 14 : 18  
5. (6.) SV Wacker Burghausen 16 7 0 9 29 : 34 14 : 18  
6. (5.) TSV Ötisheim 16 7 0 9 28 : 36 14 : 18  
7. (8.) TSV Grafenau 16 5 0 11 22 : 36 10 : 22  
8. (7.) TV Neugablonz 16 5 0 11 23 : 38 10 : 22  
9. (9.) TV Trichtingen 16 3 0 13 17 : 42 6 : 26  
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