DIE WOCHE

Sportliche Wahrsager

Cornel Closca lobt Volkachs Volleyballer und Eibelstadts Uwe Löbert warnt vor dem Aufstieg.
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Des einen Freud ist des anderen Leid. Weil Bastian Herbert, die Nummer 2 des Tischtennis-Neu-Bayernligisten TV Etwashausen, aufgrund seiner Klasse immer wieder bei überregionalen Turnieren im Einsatz ist, liest sich der Terminplan des Aufsteigers wie einer Fleckerlteppich. Im Gegensatz zu Konkurrenten, die teilweise bereits vier Spiele absolviert haben, durften die Kitzinger erst zwei Mal antreten. Auch an diesem Wochenende wurden wieder zwei Begegnungen vom Spielplan genommen. Drei bis vier werden es im Lauf der aktuellen Runde bereits gewesen sein. Diesmal schlägt Herbert beim „Top-48-Turnier“ der Jugend in Kiel auf. Für das Kitzinger Ausnahmetalent sind die Teilnahmen an solchen Veranstaltungen Pflicht, weil er ansonsten aus dem Förderkader fällt.

Für die Mannschaft ist es nicht unbedingt gut, weil sich kein Spielrhythmus einstellt. Training und Punktspiel sind nur bedingt zu vergleichen. „Aber es ist wie es ist. Bastian ist halt so gut“, nimmt Kapitän Christoph Sasse diese Unannehmlichkeiten relativ gelassen. Gelassen können bisher auch die Bayernliga-Volleyballer des VfL Volkach auf die noch junge Saison blicken. Drei Spiele (von 18) sind erst absolviert, und die Schützlinge von Raimund Wagenhäuser haben alle drei gewonnen.

Der letzte Gegner, der eine Niederlage einstecken musste, war Bayreuth, das im Spitzenspiel vor heimischem Publikum erstmals in dieser Saison verlor. In den letzten Jahren waren die Volkacher eher langsam in die Gänge gekommen. Dass es in dieser Saison anders werden könnte, prophezeite jüngst Cornel Closca. Der Trainer der Reserve des Volleyball-Zweitliga-Tabellenführers SG Eltmann war nach der 1:3-Niederlage in Volkach von der Leistung des Siegers angetan: „Respekt, sie machen jedes Jahr einen Schritt nach vorne. Diesmal können sie ganz oben mitspielen. Unter den ersten Drei auf jeden Fall.“ Der gebürtige Rumäne, Sportlehrer am Walther-Rathenau-Gymnasium in Schweinfurt, sollte sich vielleicht einmal als Wahrsager versuchen. Seine ersten Volleyballschritte in Deutschland machte der ehemalige rumänische Erstliga-Spieler übrigens in Volkach, wo er die Jugendlichen trainierte. Bei seinem Lob hat möglicherweise die alte Verbundenheit etwas mitgespielt, aber auch VfL-Trainer Raimund Wagenhäuser traut seinen Schützlingen in dieser Saison einiges zu. Voraussetzung: Der Kader muss in dieser Zusammensetzung einsatzbereit bleiben. „Beruflich ist aber noch nicht alles in trockenen Tüchern“, erklärt Wagenhäuser.

In Fußballspielen, die von einem Einzelschiedsrichter geleitet werden, kommen die Linienrichter von den beteiligten Vereinen. So war es auch beim Kreisliga-Spitzentreffen Dettelbach und Ortsteile – FC Eibelstadt. Für die Gäste übernimmt seit längerer Zeit Uwe Löbert diesen Posten. In Dettelbach musste er sich nach einer halben Stunde „umziehen“, weil seine weiße Trainingsjacke mit Dettelbachs Trikots verwechselt werden konnte. Mit einem grünen Leibchen ausstaffiert, machte er weiter. Das Eibelstädter Original war auch schon als Betreuer aktiv und kennt die Spieler, die er während seiner Tätigkeit an der Linie auch beruhigt, offensichtlich gut. Sie hören sogar auf ihn. Zum Thema „Aufstieg“ sagte er nämlich in der Halbzeitpause trotz einer Eibelstadter 1:0-Führung: „Wenn Du mich fragst, bleiben wir da, wo wir sind.“ Das Spiel endete 3:1 für Dettelbach und Ortsteile. ast

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