Kitzingen
Fussball Landesliga Nordwest

Sieg für Bayern Kitzingen gegen Aufsteiger Kahl Pflicht

Erstes Heimspiel am Bleichwasen: Nach ihrem erfolgreichen Start in Würzburg treten die Kitzinger Bayern gegen einen weiteren Aufsteiger an. Doch Viktoria Kahl bringt eine Reihe erfahrener Akteure mit.
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Kampf und Einsatz - wie hier bei Bayerns Tolga Arayici (links) - sind im Heimspiel gegen Aufsteiger Viktoria Kahl gefragt. Foto: Sterzbach
Kampf und Einsatz - wie hier bei Bayerns Tolga Arayici (links) - sind im Heimspiel gegen Aufsteiger Viktoria Kahl gefragt. Foto: Sterzbach

Bayern Kitzingen - FC Viktoria Kahl (Mittwoch, 18.30 Uhr).

Erfolgreich startete Bayern Kitzingen am Sonntag in die neue Saison. Mit 4:2 setzte sich das Team um das Trainerduo Wolfgang Schneider und Thorsten Götzelmann nach einem 0:2-Rückstand bei der zweiten Mannschaft des Würzburger FV durch.

"Bei hohen Temperaturen überwog die Freude, dass wir den Rückstand noch verdient umgebogen haben", blickt Schneider zurück. "Wir haben in der Pause die richtigen Worte gefunden. Wir betrieben einen hohen Aufwand in der Balleroberung, gaben ihn aber nach zwei, drei Stationen wieder ab."

In der Anfangsformation, die Schneider und Götzelmann aufboten, standen mit Stürmer Vella Zeka und Mittelfeldakteur Joachim Hupp zwei Neuzugänge. Mitte der zweiten Halbzeit durfte sich mit Andreas Herrmann ein der U19-Jugend frisch entsprungenes Talent erstmals in der Landesliga beweisen und führte sich sogleich mit dem spielentscheidenden vierten Tor ein.

Bodendörfer Nummer eins

Als Nummer eins erhielt Mario Bodendörfer den Vorzug vor Florian Nöth, der noch in der vergangenen Saison die Mehrzahl der Spiele bestritten hatte. "Er ist derzeit unsere Nummer eins auf dem Platz", bekräftigt Schneider dessen Nominierung. Neben Nöth fanden sich mit Stefan Güntner, der aufgrund seiner Kandidatur zum Oberbürgermeister zahlreiche Termine wahrnimmt, und Simon Pauly, der aufgrund eines Urlaubs wenig trainieren konnte, zwei weitere etablierte Kräfte zum Saisonstart nur auf der Bank wieder.
Personelle Änderungen zum bevorstehenden Spiel sind nicht geplant, doch werden beide Trainer bei Bedarf die Rotation nicht scheuen: "Es wäre fahrlässig, wenn wir nur auf die gleichen elf oder zwölf Spieler setzen würden. Daher wird es immer wieder Veränderungen geben, nachdem unser Kader breit genug dafür ist", erklärt Schneider.

Als Gegner kündigt sich Viktoria Kahl - nach Würzburg ein weiterer Aufsteiger - am Bleichwasen an. "Sie bedienen sich im Aschaffenburger Raum stets an hochkarätigen Spielern. Ihr mittelfristiges Ziel wird sein, die Landesliga wieder zu verlassen - nach oben hin", kennt Schneider die Ambitionen des Neulings.

In Kahl haben zahlreiche Veränderungen zum Saisonwechsel somit Tradition. So startete die Viktoria diesmal mit sechs Zugängen und sieben Abgängen in die Runde. Vor allem die Verluste von Stammtorhüter Marcel Lutz und Stürmer Sorin Csipkar wogen schwer. Nachdem auch Stellvertreter Jannik Buchholz den Verein wechselte, tritt Kahl auf der Torhüterposition mit einem neuen Duo an.

Vom Regionalliga-Absteiger Bayern Alzenau heuerte mit Andreas Wagner ein erfahrener Schlussmann an. Simon Stadtmüller wechselte vom Kreisligisten Goldbach zur Viktoria. Mit Aydin Gökhan von Alemannia Haibach verpflichtete der Verein zudem einen Bayernliga-erfahrenen Angreifer. Die Landesliga stellt jedoch auch für weitere Akteure in Kahls aktuellem Kader keine unbekannte Klasse dar. In dieser Saison absolvierte der Aufsteiger aber noch keine Partie, denn das Heimspiel gegen Absteiger TSV Kleinrinderfeld wurde auf den 31. Juli des Monats verlegt.

Als Zweiter der Bezirksliga West stieg die von Muhamed Preljevic trainierte Mannschaft durch die Relegation in die Landesliga auf. Mit 77 Punkten landete die Viktoria vier Punkte hinter der zweiten Mannschaft des Würzburger FV, erzielte dabei in 36 Spielen stolze 95 Tore.

"Kampfstarker Gegner"

Bei den Torschützen ragte vor allem Tim Müller als offensiver Mittelfeldspieler mit 21 Treffern heraus. In der Relegation setzte sich das Team vom Untermain zunächst sensationell nach einer 1:4-Pleite auf eigenem Platz im Rückspiel mit 4:0 bei der TG Höchberg durch. Im zweiten Duell bezwang Kahl in beiden Spielen den TSV Bad Königshofen mit 2:1 und 1:0. Bis 2011 gehörte der Verein lange Jahre der Landesliga an, nach dem Abstieg spielte er eine Saison lang in der Bezirksoberliga und musste nach deren Auflösung schließlich in der Bezirksliga antreten. Vorsicht ist geboten: "Vieles spricht für einen kampfstarken und erfahrenen Gegner", warnt Schneider, der sich bei Trainerkollegen und Joachim Hupp, der in der letzten Saison mit Marktbreit-Martinsheim zwei Mal gegen Kahl antrat, über den Gegner informierte. Im vergangenen Jahrzehnt trafen Kitzingen und Kahl insgesamt acht Mal in der gleichen Liga aufeinander. Mit zwei Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen liegt die Viktoria in der Bilanz leicht vorne. Der letzte Bayern-Heimsieg über den Gegner datiert dabei aus dem Jahr 2004. Damals setzten sie sich am Bleichwasen mit 3:2 durch.
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