SG Dettelbach/Bibergau - TV Großlangheim 21:21 (11:11).

Dettelbach — Zufrieden waren mit dem Unentschieden vor allem die Dettelbach/Bibergauer Gastgeber, wie Trainerin Slavica Roganovic erklärte: "Das war ein recht interessantes Spiel und ich bin dementsprechend sehr zufrieden mit dem einen Punkt, zumal wir momentan etliche Verletzte haben", schilderte sie nach dem Spiel die prekäre Ausgangslage ihrer Mannschaft.
Verzichten musste die SG beispielsweise auf Laura Senft und Stammkeeperin Judith Kleinholz. Nichtsdestotrotz kontrollierte die SG das Spielgeschehen weitgehend und ging nach knapp 20 Minuten mit 8:6 in Führung. Roganovic wies ihre Mannschaft an, Großlangheims Spielertrainerin Kerstin Weckert direkt zu decken, um die wurfgewaltige Rückraumspielerin unter Kontrolle zu halten. Dennoch riss Weckert in den Schlussminuten der ersten Hälfte das Spiel an sich und löste sich ein ums andere Mal von ihrer Bewacherin. Nach ihrem Treffer zum 10:9 für die Gäste nahm die Protagonistin zunächst eine kurze Verschnaufpause auf der Bank.
In der Zwischenzeit konnte Dettelbach den Spielstand wieder auf 11:10 drehen, doch sofort nach ihrer Rückkehr aufs Spielfeld markierte abermals Weckert den 11:11-Ausgleich. Zufrieden war sie mit der ersten Hälfte ganz augenscheinlich aber nicht, denn in einer energischen Halbzeitansprache wies sie ihre Mannschaft auf die Mankos hin. Die lagen bis dahin in einem zu statischen Spiel und zu wenig Zutrauen in das eigene Können.
Auf der Gegenseite war man dagegen durchaus zufrieden mit dem Spielverlauf. "Wir haben einige Chancen ausgelassen. Bei uns herrschte aber auch etwas Hektik, weil sich manche Spielerinnen erst kurz vor dem Spiel abmeldeten. Diejenigen, die gespielt haben, waren aber sehr motiviert. Anne Hering hat zum Beispiel mit verletzter Hand gespielt. Diesen Willen kann ich als Trainerin nur begrüßen", lobte Roganovic die Einstellung ihrer dezimierten Mannschaft.

Geißler scheut keinen Zweikampf


Im zweiten Abschnitt verblieb Weckert lange Zeit auf der Bank, was ihre Mannschaft zunächst etwas zu hemmen schien. Dettelbach erhöhte wieder auf 13:11, nachdem Miriam Apfelbacher und Anne Hering erfolgreich waren. In der Folge aber drückte die jüngste Spielerin auf dem Feld der Partie ihren Stempel auf. Selina "Selli" Geißler - gerade Mal 16 Jahre alt - scheute keinen Zweikampf und erzielte nun manch sehenswerten Treffer. Zunächst gelang ihr das 13:13 aus halblinker Position. Wenig später erzielte sie nach einem Gegenstoß das 15:14 für den TVG, womit ihr Torhunger jedoch längst nicht gestillt war. Die Gastgeber gingen zwischenzeitlich mit 17:15 in Führung, nachdem Torfrau Cornelia Horn zunächst einen Siebenmeter entschärfte und im Gegenzug Theresa Stockmann einnetzen konnte. Geißler gelang kurz darauf schließlich das 17:17, als sie Horn aus zentraler Position keine Chance ließ.
Weitere drei Minuten später erzielte Geißler das 19:18 für Großlangheim, die durch Susanne Brezina gar noch auf 20:18 ausgebaut wurde.
Dettelbach ließ sich nicht so leicht abschütteln und glich durch Hering und Maria Hack wieder zum 20:20 aus, als noch eine Minute zu spielen war. Großlangheim ging in den letzten Angriff und setzte alles auf eine Karte. Weckert schnappte sich den Ball und hämmerte ihn aus halbrechter Position zum 21:20 für den TVG in die Maschen. Zehn Sekunden blieben der SG noch, die es tatsächlich noch schaffte, einen Siebenmeter herauszuholen. Stockmann verwandelte den Strafwurf frech, was ein gerechtes Unentschieden zur Folge hatte.
"Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden. Vor dem Spiel dachte ich, wir hätten nichts zu verlieren. Großlangheim ist natürlich auch etwas von Kerstin abhängig. Mit unserer kompletten Mannschaft hätte es vielleicht anders ausgesehen", mutmaßte Trainerin Slavica Roganovic nach der Parti