FSG Wiesentheid - FC Fuchsstadt (Sonntag, 15 Uhr).

Wiesentheid — Nach ersten leichten Problemen verliefen die vergangenen Wochen für die FSG Wiesentheid (4./11) erfolgreich. Seit vier Spielen ist die Mannschaft von Trainer Wolfgang Oddoy nach dem Unentschieden von Riedenberg nun ungeschlagen, wenn sie am Sonntag zu Hause gegen Fuchsstadt (12./7) antritt. "Allerdings haben wir auch schon einige Punkte verschenkt", äußert sich Oddoy dennoch mit kritischer Stimme und nennt hierzu drei Beispiele. "Forst hatte gegen uns nur zwei Chancen, aber wir dagegen ließen zu viele aus. In Gädheim hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und in Riedenberg kassierten wir den Ausgleich erst in der Nachspielzeit."
Noch aus der letzten Saison leidlich bekannt sind diese späten Gegentore.

"Vor dem Spiel steckte das nicht mehr in den Köpfen, daher glaube ich nicht, dass es sich nun wieder dort festgesetzt hat", nennt Oddoy mehr die unglückliche Entstehung als eine Torschlusspanik der Spieler als Ursache für das späte Gegentor. Zufrieden ist Wiesentheids Trainer auch, dass seine Mannschaft ein klar strukturiertes Spiel zeige: "Mittlerweile ist bei uns eine richtige Handschrift zu erkennen. Gerade das vermisste ich in der vergangenen Saison."

Dem nächsten Gegner Fuchsstadt schreibt er zu, in der Tabelle unter Wert zu stehen. "Mit Ausnahme ihrer zwei hohen Niederlagen zeigten sie ganz ordentliche Leistungen", stellte er fest. "Natürlich sind sie keine Übermannschaft, spielen aber durchaus mit Plan aus einer soliden Grundordnung heraus nach vorne." Wichtig sei es daher, deren Schlüsselspieler wie Abwehrspieler Tobias Stöth oder Spielertrainer Marius Kubo im Mittelfeld mit der nötigen Zuwendung zu versehen.

"Dadurch können wir einiges von ihrer Effektivität nehmen", glaubt Oddoy, den die vor der Saison geäußerten Prognosen in diesem Fall erstaunten: "Mich wundert es, dass sie von einigen Leuten zu den Favoriten gezählt wurden. Ich weiß nicht, worauf diese Ansichten beruhten. Anscheinend wurden sie aber vor dieser Runde gar nicht so schlecht gesehen."

Keine Überraschungen stellt Oddoy beim Blick auf die Tabelle fest. Obwohl die Liga größtenteils aus unbekannten Gegnern bestand, ordneten sich diese in der Reihenfolge bislang so, wie er es erwartet hatte: "Die Mannschaften, die oben stehen, werden die ersten Plätze wohl unter sich ausspielen." Mit Rottendorf stehe sein persönlicher Favorit schon weit vorne. Den aktuellen Spitzenreiter aus Schwebenried habe er aber nicht derart stark eingeschätzt, das in der Tabelle an vorletzter Stelle stehende Mühlhausen dagegen etwas stärker erwartet.

Über die noch unbekannten Mannschaften informiert sich Oddoy in Gesprächen unter Kollegen, durch die eigene Recherche oder bei Beobachtungen vor Ort. Diese seien in diesem Jahr allerdings schwieriger zu realisieren, da viele Mannschaften zeitgleich spielen. "Zudem fiel für mich mit Dominic Ruh leider ein guter Ansprechpartner weg", bezieht sich Oddoy auf den überraschenden Rücktritt des gut informierten Kollegen in Mühlhausen. Keine Veränderungen wird es in personeller Hinsicht im Wiesentheider Kader geben. "Die Lage entspannt sich. Wir haben zunehmend mehr Alternativen zur Verfügung, nachdem wir derzeit keine Verletzten mehr haben", freut sich Oddoy über seine Auswahl.

Auch Abwehrspieler Jonathan Popp kehrte am Donnerstag aus den USA zurück, stellt aber laut seines Trainers noch keine Option für das Wochenende dar. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von René Braun, der aufgrund von kurzfristigen Einsätzen berufsbedingt gelegentlich absagen muss.