Es ist erst zwei Monate her, da sind die Faustballerinnen des TV Segnitz zum Ende der Hallenrunde in die erste Bundesliga aufgestiegen. Die jetzt beginnende Feldrunde steht für die Mannschaft von Trainer Uli Lauck unter ganz anderen Vorzeichen. Denn für Lauck geht es primär darum, in der zweiten Bundesliga zu bleiben.

Wieder einmal leidet seine Mannschaft unter der dünnen Personaldecke, und erstmals seit über einer Dekade fehlt Steffi Lauck nach ihrem Achillessehnenriss für eine gesamte Feldrunde. „Jetzt müssen die Mädels in der Abwehr schauen, wie sie ohne Steffi durchkommen“, sagt der Trainer und hofft, dass seine blutjungen Spielerinnen weitere Fortschritte in ihrer Entwicklung machen. Die Segnitzerinnen sind bei einem Durchschnittsalter von 17,8 Jahren die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga. Sie bringen zwar schon Bundesliga-Erfahrung mit, konnten aber bisher immer noch auf die Routine einzelner älterer Spielerinnen vertrauen wie jüngst Steffi Lauck oder Eugenia Rausch.

Jetzt ist Steffi Lauck nur noch an der Seitenlinie dabei, Eugenia Rausch nimmt sich eine Auszeit – und Nina Buchta möchte im Feld nur in der Jugendmannschaft spielen. So bleiben Uli Lauck nur noch sieben Spielerinnen im Bundesliga-Kader zur Verfügung. „Wir werden auch einmal nur zu fünft auf ein Auswärtsspiel fahren müssen“, sagt Lauck voraus. Es gibt zwar manche erfahrene Spielerin in der Landeliga-Mannschaft, die aushelfen könnte. Doch der Trainer will es tunlichst vermeiden, dass sich eine seiner Spielerininnen oben festspielt.

Dass Tatjana Müller in Fulda studiert und kaum noch zu Hause trainieren kann, macht die Sache für die Mannschaft nicht leichter „Ich muss Niederlagen mit einkalkulieren“, ist sich Lauck bewusst und könnte sich jetzt gut damit arrangieren, pro Spieltag nur zwei Pluspunkte einzufahren. Er ist zwar von seinem Wesen her kein Mann, der im Sport freiwillig kleinere Brötchen backt. Aber derzeit bleibt ihm kaum eine Wahl, weil die personelle Lage nicht für größere Sprünge reicht.

Zur Saisonpremiere erwartet Segnitz am Sonntag beim TV Eibach und gegen Erstligaabsteiger TSV Ötisheim eine Standortbestimmung, bevor die Mannschaft am 11. Mai zum Heimauftakt den TV Trichtingen und den TV Neugablonz empfängt. Der Trainer gibt sich optimistisch – was auch viel besser ins Bild passen würde, als nach einem Aufstieg einen Abstieg zu erleben.

Dreimal zu Hause

Der Kader des TV Segnitz besteht aus den drei Angreiferinnen Jana Schleifer, Ursina Sagstetter und Luisa Kaemmer, den Abwehrkräften Helen Gernet, Alicia Hofmann und Sophie Müller sowie Zuspielerin Tatjana Müller.

Die drei Heimspieltage finden statt an den Sonntagen, 11. Mai, 25. Mai, 29. Juni, jeweils ab 11 Uhr am Sportgelände.