Sie kamen aus Bardowick, Bretten, Breitenberg oder Braschoss, und sie hatten eines gemein: das Faible für Faustball. In all diesen wunderbaren Orten wird dieser Tage mehr oder weniger erfolgreich Faustball gespielt, wie man zuletzt wieder bei der deutschen Meisterschaft des U14-Jahrgangs in Großenaspe sehen konnte. Auch der TV Segnitz war im schleswig-holsteinischen Provinzörtchen mit einer Abordnung vertreten, einem Team, dessen Spielerinnen im Durchschnitt zwölfeinhalb Jahre alt sind. Nach der Vorrunde Dritte ihrer Gruppe, schafften es die Segnitzerinnen am Ende noch auf den fünften Platz.

Gegen den Nordmeister aus Bardowick hatten sie zum Auftakt rasch erkennen müssen, dass sie der Aufgabe noch nicht gewachsen waren. Erst im zweiten Satz lief es besser. Aber zu gewinnen war da nichts mehr, außer Selbstvertrauen für die zweite Begegnung mit dem TV Bretten. Noch klarer, als sie zuvor verloren hatten, dominierten die Segnitzer Mädchen ge-gen den Kontrahenten aus Württemberg.

Härterer Widerstand schlug ihnen dann wieder vom Nord-Dritten, dem Braschosser TV, entgegen. Nach verlorenem ersten und gewonnenem zweiten Satz fiel die Entscheidung im dritten Durchgang. Trotz Niederlage konnten die Unterfranken auf einen gelungenen Auftritt blicken und mit Optimismus ins letzte Gruppenspiel gehen. Das Duell mit dem Ostmeister TSV Breitenberg erwies sich dann als reine Pflichtübung. Die Gegnerinnen wehrten sich fast gar nicht gegen die Niederlage.

So exotisch mancher Konkurrent in dieser Gruppenphase anmutete, in der Qualifikationsrunde traf Segnitz wieder auf einen „alten Bekannten“, den TV Eibach. Erst einmal in dieser Saison hatte man den Erzrivalen bezwungen – und auch an diesem Tag, da es um den Einzug ins Halbfinale ging, stellte sich die Aufgabe als sehr knifflig heraus. Hatten die Segnitzerinnen beim 15:14 im ersten Durchgang noch die Nerven behalten, so gerieten sie anschließend deutlich in Rückstand.

Sie verloren den zweiten Satz 6:11 und mussten erneut in die „Verlängerung“. Beide Teams ließen im dritten Satz Vorsicht walten – keiner mochte sich den entscheidenden Fehler leisten. Doch am Ende lag der Fehler auf Seiten der Segnitzerinnen: Sie verabschiedeten sich nach einem 8:11 aus dem Titelkampf und aus den Medaillenrängen, obwohl vor allem die ganz Jungen im Team überzeugt hatten.

Im Spiel um Platz fünf gelang Segnitz dann noch einmal ein Sieg. Der VfL Güstrow hatte nichts entgegenzusetzen.