Fußball-Kreisklasse 2 Würzburg

Schwarzenau gleicht in Nachspielzeit aus

Nihad Celic verhilft Schwarzenau/Stadtschwarzach in letzter Minute zum Ausgleich - und zeigt beim 2:2 in Ochsenfurt, dass er auch als Leichtathlet eine gute Besetzung wäre.
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Synchroner Blindflug: Ohne Sieger, wie auch das Spiel ihrer Mannschaften, endete dieses Kopfballduell zwischen Ochsenfurts Maximilian Langer (rechts) und Schwarzenaus Daniel Lang. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Ob Nihad Celic ein guter Leichtathlet ist? Wir wissen es nicht. Im Fußball schießt der bosnische Angreifer jedenfalls fleißig seine Tore für den FV Schwarzenau/Stadtschwarzach, sechs sind es seit diesem Sonntag. Beim Spiel in Ochsenfurt setzte er nach dem Ausgleichstreffer zum 2:2 in letzter Minute vor lauter Freude zum Satz in die dortige Weitsprunggrube an – und Sekunden zuvor hatte sich Celic als solider Hochspringer erwiesen, als er die gegnerische Abwehr übersprang und Tobias Bürkners Freistoßflanke wuchtig einköpfte.

Schwarzachs Ausgleichs unmittelbar vor dem Ende war mehr als verdient. Der FV tat mehr für das Spiel, das insgesamt zerfahren, umkämpft und mit wenig Fluss lief. Ochsenfurt ging durch Max Langers herrlichen Kracher überraschend vor der Halbzeit in Führung und profitierte beim 2:1 vom Zaudern der Schwarzacher Abwehr, als Hans Mahlmeister einen Freistoß in den Strafraum trat (75.). Immer wieder versuchte die Heimelf, das Tempo zu verschleppen, die jungen Schwarzacher ließen sich davon beeindrucken und behielten teilweise nicht den nötigen kühlen Kopf. Vor allem in der zweiten Hälfte verbuchten die Gäste die besseren Gelegenheiten.

Markus Weckert besaß nach missglückter Abseitsfalle des Gegners die gute Chance (62.) und hätten sogar einen weiteren Elfmeter nach einem ungestümen Einsatz Fiederlings an Celic bekommen können (79.). Celic blieb ansonsten im Spiel relativ blass gegen seinen Ochsenfurter „Wachhund“ Kevin Fiederling. Zuvor hatte Oliver Schmitt etwas ungeschickt das Bein gegen Max Hegler stehen lassen. Den Elfmeter verwandelte Celic zum 1:1.

Stimmen zum Spiel

Hans Mahlmeister und Mario Rothemel (Ochsenfurter FV): Das 2:2 fühlt sich im ersten Augenblick schon an wie eine Niederlage, weil der Ausgleich so spät fiel. Vom Spielverlauf her können wir damit leben. Das 1:0 war eine super Einzelleistung Max Langers. Aber insgesamt haben wir diesmal nicht zu unserem Spiel gefunden, zu wenig in die Offensive investiert, es fehlte an Durchschlagskraft. Das Passspiel war zu ungenau. Schwarzach war mit seinen großen Spielern bei hohen Bällen immer gefährlich.

Jan Hinrichs (FV Schwarzenau/Stadtschwarzach): Das 2:2 spricht für die Moral meiner Jungs, die zum zweiten Mal hintereinander in der Nachspielzeit noch ein wichtiges Tor erzielt haben. Einen Punkt wollten wir mitnehmen, den haben wir auch und damit kann ich leben. Dass wir auswärts einen Gegner an die Wand spielen, ist nicht gleich zu erwarten. Wir hatten die besseren Kraftreserven. Wäre Mario Rothemel bei den Ochsenfurtern hinten nicht so sicher gestanden, hätten wir das Spiel wohl gewonnen.

Das Spiel in der Statistik

Ochsenfurter FV – Schwarzenau/Stadtschwarzach 2:2 (1:0)

Ochsenfurt: Tim Krüger; Michael Baum, Kevin Fiederling, Emre Degirmenci (46. Erturul Senel), Mario Rothemel, Oliver Schmitt, Sebastian Wirsching, Hans Mahlmeister, Alexander Knauer (86. Evrim Köse), Panagiotis Kritsiniotis, Max Langer. – Rückwechsel: 77. Degirmenci für Schmitt.

Schwarzenau/Stadtschwarzach: Fabian Düll; Jeremy Knebel, Daniel Lang, Alexander Lang (84. Jesse Knebel), Lukas Bremer (73. Stefan Philipp), Michael Philipp, Max Hegler, Markus Weckert, Tobias Bürkner, Heiko Ruß, Nihad Celic.

Schiedsrichter: Kai Uwe Brune (FSV Steinmark)

Zuschauer: 130 (geschätzt).

Gelbe Karten: Wirsching, Langer, Senel; Bremer, Celic.

Tore: 1:0 Maximilian Langer (37.), 1:1 Nihad Celic (65., Foulelfmeter), 2:1 Alexander Knauer (75.), 2:2 Nihad Celic (90.+2.).

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