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Schwanberglauf: Volk und Zabel holen Sieg

Katrin Volk und Philipp Zabel heißen die Sieger des Schwanberglaufs, bei dem am Wochenende 1156 Teilnehmer über die Ziellinie kamen.
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Siegertypen: Noch ein wenig gezeichnet vom Schwanberglauf sind die drei Schnellsten Johannes Arens, Philipp Zabel und Michael Wetteskind (von links). Foto: Foto: Robert Haass
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„Der Schwanberglauf ist eines der hundert Dinge, die ein Unterfranke einmal in seinem Leben gemacht haben sollte.“ Das sagt Günther Felbinger, Landtagsabgeordneter, verschwitzt, mit Wasserflasche in der Hand, nach einem Sturz mit blutigem Knie und noch leicht außer Atem. Felbinger hat gerade diesen Schwanberglauf absolviert. Und das in 52:52 Minuten – einer durchaus beachtlichen Zeit. Es war übrigens die 29. Auflage.

30 Grad heiß war es beim Start in Iphofen, als sich die Läufer auf den Weg über den Berg bis hinein in den Casteller Schlosspark machten. 1156 überschritten am Ende die Ziellinie. Das war zwar kein neuer Rekord, zeigt aber, dass der älteste Volkslauf im Landkreis nicht nur diesen Namen verdient, sondern auch nach fast drei Jahrzehnten immer noch eine ungebrochene Faszination auf Läufer ausübt. Und das trotz, oder vielleicht auch wegen der nicht ganz perfekten Organisation, der Improvisation, die sicher auch den Charme des Laufs ausmachen.

„Wir haben versucht“, sagt Organisator Wolfgang Karmann, der nach zehn Jahren zusammen mit Norbert Henneberger den Stab ab dem kommenden Jahr abgibt, „ohne die Startgebühren zu erhöhen, die notwendigen technischen Erneuerungen zu machen und den sozialen Charakter des Schwanberglaufs zu bewahren.“ Immerhin sind über die zehn Jahre rund 20 000 Euro an Spenden zusammen gekommen, die an verschiedene karitative Einrichtungen und Vereine verteilt werden konnten.

Die „Eigenheiten“ des Laufs, etwa der Zielbereich auf der großen Wiese oder die improvisierten Duschen in der Meierei (da wollten die Läufer keine Erneuerungen sagt Karmann), wurden also beibehalten. „Die wichtigen Stellschrauben haben wir aber hin gekriegt“, ist Karmann überzeugt.

Dass der Lauf nach wie vor viel Spaß und Freude bereitet, zeigte auch ein Blick auf die große Wiese nach dem Zieleinlauf: Verschwitzte und erschöpfte Menschen tummeln sich da und die Gesichter machen deutlich, dass alle voller Glückshormone sind.

Das geht auch Philipp Zabel so, der nach 37:31 Minuten als erster die Ziellinie überschritten hatte – und das zum dritten Mal in Folge. „Es war wieder super und hat viel Spaß gemacht“, sagte Zabel, der auch „total zufrieden und überrascht“ von seiner Siegerzeit ist.

Mit 44:07 Minuten nur 21 Sekunden am Streckenrekord vorbei geschrammt ist Katrin Volk, die schnellste Frau am Schwanberg. „Für einen neuen Rekord hätte es zehn Grad kühler sein müssen“, sagt sie und stellt aber auch fest: „Das ist mein Lieblingslauf.“ Kein Wunder, Katrin Volk hat den Schwanberglauf nun schon zum 4. Mal in Folge gewonnen. Und das trotz leichtem Stress: Die Lehrerin am Gymnasium in Marktbreit hat sich extra für den Lauf vom am gleichen Tag stattfindenden Schulfest für ein paar Stunden verabschiedet und wollte nach dem Lauf auch gleich wieder nach Marktbreit.

Ergebnisse im Auszug

Schwanberglauf 2013

Männer: 1. Philipp Zabel (ohne Verein) 37:31 Minuten, 2. Johannes Arens (TG Kitzingen) 38:12, 3. Michael Wetteskind (DJK Schweinfurt) 39:24, 4. Detlef Uhl (TG Kitzingen) 39:32, 5. Tobias Schneider (Knauf) 39:42.

Frauen: 1. Katrin Volk (RSG Würzburg) 44:07, 2. Carmen Schlichting-Förtsch (Sc Kemmern) 45:55, 3. Carmen Förster (Lauftreff SVW 05) 46:00, 4. Kerstin Lutz (TSV Burghasloch) 48:17, 5. Sina Brauer (TV 1860 Fürth) 48:36.

Alle Ergebnisse unter www.sas-online.net

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