FUSSBALL: KREISKLASSE

SC Mainsondheim sucht den Anschluss

Nach dem 0:2 in Frickenhausen und dem glücklichen Sieg kurz darauf in Aub wirbt Trainer Matthias Hofmann um Geduld. Gefordert ist er derzeit vor allem beim Kampf ums Personal.
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Johannes Böhm (links) und die Mainsondheimer kämpfen gerade noch um die Balance, wie hier am Freitag gegen Linus Stabenow und die Frickenhäuser. Foto: Foto: Alexander Rausch

TSV Frickenhausen – SC Mainsondheim 2:0 (1:0). So richtig angekommen scheint der SC Mainsondheim in dieser Saison noch nicht zu sein. In Frickenhausen hatte es am Freitagabend bereits die dritte Niederlage gesetzt, am Sonntag in Aub folgte dann ein glücklicher Sieg. Auch der neue Mainsondheimer Trainer Matthias Hofmann weiß, dass seine frisch zusammengestellte Mannschaft Zeit braucht. Die fehlende Breite des Kaders tue ihr Übriges, dass sich die sich erhofften Leistungen bisher nicht einstellen und die Entwicklungsschritte kleiner sind als erwartet.

Peter Mrugalla wohnt mittlerweile in Köln. Die Zuckle-Brüder sind zum TSV Gerbrunn zurückgekehrt, Steffen Höhn zog es nach Albertshofen. Dazu kam nur Trainersohn Hannes Hofmann. „Mir fehlen die Alternativen, um auf bestimmte Situationen reagieren oder auch mal etwas ausprobieren zu können“, sagt der Trainer. Zudem musste er in den ersten Saisonspielen mit ständig wechselnden Formationen spielen, einerseits, weil in den Auftaktpartien nicht sehr viel gelang und andererseits, weil im-mer wieder Leistungsträger fehlten. Die Abwesenheit vieler erfahrener Kräfte machte sich auch in den Trainingseinheiten bemerkbar. Zwar sei die Beteiligung gerade akzeptabel, aber ständig wechsle das anwesende Personal.

Auch in Frickenhausen musste am Freitag Johannes Wurm kurzfristig passen. Emanuel Kretzer und Nicholas Vollhals saßen nur auf der Bank. Zwar mussten die Gastgeber ebenfalls auf Stammpersonal wie Johannes Hofmann oder Pascal Stephan verzichten, aber sie fanden sich deutlich besser zurecht und gingen mit dem ersten Angriff in Führung. Nils Kemmer bediente Florian Sieber mustergültig, und der Angreifer verwertete abgeklärt. Die Grün-Weißen zeigten die reifere Spielanlage, kombinierten gefälliger und wirkten stets gefährlicher.

„Mir fehlen die Alternativen, um auf bestimmte Situationen reagieren zu können.“
Matthias Hofmann, Trainer SC Mainsondheim

Die Mainsondheimer vermochten es nicht, Simon Scheller im TSV-Tor im gesamten Spiel wirklich zu fordern. „Wir waren offensiv zu zahm, sind nicht richtig in Fahrt gekommen“, stellte Hofmann fest. Kurz vor der Halbzeit hatte sein Team bei zwei Chancen Linus Stabenows – eine davon klatschte an den Pfosten – sogar Glück, nicht noch deutlicher zurückzuliegen.

Aber auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren überlegen und Matthias Kuhn verwertete abermals den ersten Angriff nach Vorlage des fleißigen Florian Sieber. Bastian Schiffler per Schuss an die Latte und Florian Sieber, dessen sicheres 3:0 Hannes Hofmann im letzten Moment verhinderte, hätten Klarheit in die Partie bringen müssen. Erst danach befreiten sich die Gelb-Schwarzen wieder, und vor allem Leon Mathan zeigte sein großes Potenzial. Ein Treffer blieb aber auch ihm verwehrt, ebenso wie Maximilian Hehn und Moritz Heim.

„Letztlich haben sie verdient gewonnen. Wir sind auf eine robuste Abwehr getroffen, gegen die wir uns zu selten durchsetzen konnten“, resümierte Hofmann, der aber weiß, dass seine Jungs noch deutlich Luft nach oben haben. Die Abläufe müssen sich erst einspielen, das brauche seine Zeit und gehe nicht von jetzt auf gleich, bittet der neue SC-Coach um Geduld.

Qualität habe die Mannschaft, um auch weiter vorne in der Liga zu landen. Schließlich könne jeder jeden schlagen. Selbst Gelchsheim sei, wie die noch sieglosen Hoheimer gezeigt haben, nicht so unverwundbar. Um diesen Weg möglichst schnell zu beschreiten, sind Erfolgserlebnisse wie in Aub, selbst wenn sie hart erkämpft und etwas glücklich sind, Gold wert. Aber aus der Ruhe bringen lässt sich der Trainer nicht, auch wenn es nach sieben Punkten aus sechs Partien nur nach Kampf um den Klassenverbleib aussieht.

Frickenhausen: Scheller – Kemmer, Meintzinger, Hemmerich, Lukas Hofmann – Stabenow, Lang – Endres, Schiffler, Sieber – Kuhn. Eingewechselt: Lehrieder, Felix Hofmann, Henkelmann.

Mainsondheim: Mrugalla – Böhm, Hannes Hofmann, Grieb, Heim – Schiffler, Gaßner – Maximilian Hehn, Apfelbacher, Mathan – Burkard. Eingewechselt: Vollhals, Schottorf, Kretzer.

Schiedsrichter: Ralf Weber (Karlstadt). Zuschauer: 70. Tore: 1:0 Florian Sieber (11.), 2:0 Matthias Kuhn (50.).

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