Erst muss die Mannschaft des TSV Rödelsee II in der Handball-Bezirksoberliga ihr Pflichtprogramm absolvieren, bevor sie neue Ziele anpeilen kann. Pflicht ist für Spielertrainer Vilo Vitkovic und sein Team der Verbleib in der Klasse. Von kommender Saison an will der Drittligist dann aus seiner Reserve ein Perspektivteam machen, das mit jungen, hungrigen Kräften aus eigenen Reihen und dem Umkreis zum Nährboden für Talente werden soll.

So sehen jedenfalls erste Pläne aus, die Geschäftsführer Tobias Demel vor kurzem skizziert hat. Noch ist nichts spruchreif, aber der zum Teammanager der ersten Mannschaft berufene ehemalige Trainer Dusan Suchy soll Kontakte zu den Nachwuchskräften herstellen und sie für das Projekt Rödelsee begeistern. „So würden wir es schaffen, dass die zweite Mannschaft etwas aus dem Schatten tritt. Außerdem könnten wir die Leute gezielt für die dritte Liga vorbereiten, damit der Abstand nicht zu groß ist“, sagt Radovan Suchy, Spielertrainer der ersten Garde, über die Vorteile eines solchen Vorhabens.

Keine A-Jugend am Start

Spieler wie Bastian Demel, Simon Weigand oder Franz-Xaver Hetterich sollen mit der Zeit die Plätze in der ersten Garnitur einnehmen. „Dann werden die nächsten nachkommen“, meint Radovan Suchy. Als Unterbau wichtig wäre auch wieder eine A-Jugend, sagt er. Die HG Marktsteft/Rödelsee hat derzeit nur eine männliche B-Jugend im Spielbetrieb. Der Trainer der Rödelseer Reserve, Vilo Vitkovic, plädiert ebenso für einen verstärkten Unterbau der ersten Mannschaft. „Es ist ganz wichtig, dass die erste Mannschaft von der zweiten verstärkt werden kann, dass der Unterschied nicht so groß ist von der Bezirksoberliga zur dritten Liga. Wenn junge, talentierte Leute kommen, ist es der beste Weg“, sagt Vitkovic.

Derzeit trainiere nur Stefan Bayer aus der zweiten Garde regelmäßig bei der ersten mit. „Die anderen wollen Spaß haben, sie haben nicht so den Ehrgeiz oder sind schon um die 30“, sagt der Slowake mit Blick auf sein Reserveteam. Vorrangig zählt für Vitkovic der Auftritt an diesem Samstag in Giebelstadt. Nach dem jüngsten Sieg gegen Waldbüttelbrunn II will er mit Rödelsees Reserve beim Schlusslicht nachlegen, um weiter Distanz zur Abstiegszone zu schaffen.

Der 40-Jährige wollte mit seiner Mannschaft diese Runde eigentlich weiter vorne mitmischen. Aber der Personalschwund machte ihm einen Strich durch die Agenda. So stehen nach dem Rückzug Sascha Hammers nur noch Vitkovic selbst und Pascal Burkholz für den Rückraum zur Verfügung, was zu wenig sei. Nicht nur das soll sich in der kommenden Saison in Rödelsee ändern.