Wieder einmal gibt sich Dusan Suchy zuversichtlich vor einem Gastspiel der Rödelseer Handballer, diesmal bei der zweiten Garde des Bundesligaklubs HBW Balingen-Weilstetten. „Der Gegner hat enorme Qualität im Kader. Wir werden dennoch probieren, die Punkte zu holen. Wenn wir an die letzten beiden Spiele anknüpfen können, ist das auch zu schaffen“, sagt der Trainer des Drittliga-Aufsteigers.

Mit Balingen verbinden die Rödelseer positive Erinnerungen. Denn im Hinspiel bezwangen sie den Kontrahenten mit 33:29. Es war gleichzeitig der erste Sieg in der dritten Liga. Damals fand Balingen kaum einmal zu seinem Spiel, worüber deren Trainer Eckhard Nothdurft sich noch heute wundert. „Ich weiß noch nicht, ob es im Hinspiel an unserer Schwäche lag oder an der Stärke von Rödelsee, dass wir verloren haben.“ Sein junges Ensemble will den TSV mit Tempo und Einsatz im zweiten Anlauf in die Knie zwingen.

Das Perspektivteam des Bundesligisten könnte auf den einen oder anderen Spieler aus dem Kader der auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden ersten Mannschaft zurückgreifen. Darüber macht Trainer Dusan Suchy sich im Vorfeld kaum Gedanken. „Ich beschäftige mich nicht damit, wer bei denen spielt. Wir haben keine Angst“, sagt er zuversichtlich. An der Zeit wäre es für die Rödelseer, auch auswärts die ersten Punkte zu erwischen.

Das neue Selbstvertrauen des Trainers gründet sich auch auf den Umstand, dass sein Team zuletzt zweimal ordentlich aufgetreten sei. Gerade im Zusammenspiel hat er Fortschritte erkannt. Er könne auch mehr durchwechseln. Etwas verändern will oder muss er an seiner Abwehrformation. Auch weil nun in Christian Häckner eine wichtige Stütze im Mittelblock wegfällt, will er häufiger eine 5:1-Variante in der Deckung versuchen. Das sei gerade gegen spielstarke Mannschaften ein gutes Rezept, zudem habe der TSV dazu auch geeignetes Personal.