FUßBALL-MEISTER 2018/19 (V)

Reparatur eines Betriebsunfalles

Warum erst ein wirksamer Schachzug dem Meister den drohenden Schlendrian austrieb und zwei Spieler erheblichen Anteil am Titelgewinn haben.
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Auf Anhieb schafften die Fußballer des SV Fuchsstadt-SV Albertshausen die Rückkehr in die A-Klasse. Die Meistermannschaft (hinten von links): Daniel Sengfelder, Dominik Pfeiffer, Rudolf Kool (mit Krücken), Wolfgang Schmidt, Patrick Jander, Pascal Kleinschroth, Patrick Hampel, Stefan Fuchs, Carsten Pauly, Felix Meis, Stefan Trinkenschuh, Gerhard Schlelein (mit Mütze), Hans Barbie, Andreas Oberst, Sergej Leopold, Karl Heinz Sengfelder, Alexander Popp, (vorne von links): Nils Kleinschroth, Marco Landeck, Marco Schöffel, Tim Elflein, Tobias Grimm, Marius Dworschak und Thomas Mosthaf. Zum Erfolg beigetragen haben auch Adi Keszek, Sergey Gerber, Max Lukin, Andreas Glaser und Dima Jeremenko. Foto: Foto: Kerstin Konrad

Insbesondere für erste Mannschaften ist die B-Klasse in der Regel kein Ort, an dem sie auf Dauer sesshaft werden möchten. Zu groß ist meist der sportliche Ehrgeiz, als dass sich die Vereine mit ihrer ersten Garde allzu lange in der untersten Spielklasse aufhalten möchten. Auch für den SV Fuchsstadt-Albertshausen lautete das Motto in der abgelaufenen Saison der B-Klasse 2 Würzburg deshalb: Flugs raus aus den Niederungen der B-Klasse! Die Mission erfüllte der SV letztlich mit Bravour. Aus vierundzwanzig Saisonpartien stehen zwanzig Siege, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen zu Buche. Der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz betrug am Ende fünfzehn Zähler.

Eine meisterwürdige Bilanz. Von Anfang an sei als Ziel klar ausgegeben worden, direkt wieder aufzusteigen, macht Fuchsstadts Sportleiter Wolfgang Schmidt keinen Hehl aus den Ambitionen, die das Team nach dem Abstieg aus der A-Klasse in die neue Runde begleiteten. Die Richtung war also schnell vorgegeben und die Mannschaft machte sich mit Siebenmeilenstiefeln an die Umsetzung. Acht Siege und ein Unentschieden aus den ersten neun Saisonpartien verhalfen der Spielgemeinschaft dazu, sich gemäß den eigenen Vorstellungen im Aufstiegsrennen zu positionieren.

„Bis zur Winterpause haben wir sehr souverän agiert,“ stellt Schmidt angesichts der Tatsache fest, dass von Ende September an bis zum Jahresende nur noch bei der 1:3-Auswärtsniederlage bei Sonderhofens Reserve Punkte verloren gingen. Zum Jahreswechsel lag der Klub damit voll auf Kurs Aufstieg, schien sich seiner Sache beim Start in die Rückserie allerdings schon etwas zu sicher zu sein. Die Ausbeute von nur vier Zählern aus den ersten drei Begegnungen im neuen Jahr hinterließ bei den Verantwortlichen jedenfalls das ein oder andere Fragezeichen. „In dieser Phase haben wir ein paar Gespräche geführt. Die Mannschaft hat kapiert, dass es auch in der B-Klasse kein Selbstläufer ist,“ trieben Schmidt sowie das Trainergespann Gerhard Schlelein/Karl-Heinz Sengfelder der Mannschaft den drohenden Schlendrian aus.

Ein wirksamer Schachzug! Denn der Motor lief fortan wieder auf voller Betriebstemperatur und der Ligaprimus fuhr aus den verbleibenden sechs Spielen bis Saisonende die maximale Punktausbeute ein. Letztlich habe man seine Vorteile gegenüber der Konkurrenz hinsichtlich Qualität und Breite des Kaders ausgespielt, bemerkt Schmidt. Speziell gegen das Angriffsduo Patrick Hampel (35 Treffer) und Rudi Kool (32) war kein Kraut gewachsen. „Die beiden haben ihre Klasse als Vollstrecker unter Beweis gestellt, sind aber letztlich auch nur Teil der Mannschaft,“ legt der Sportleiter trotz der beeindruckenden Zahlen vor allem Wert auf den Kollektiv-Gedanken. Schließlich seinen auch Zusammenhalt und Geschlossenheit innerhalb des gesamten Teams wichtige Erfolgsfaktoren gewesen.

Diese Tugenden werden sicher auch in der kommenden Saison in der A-Klasse benötigt, die der SV Fuchsstadt/Albertshausen mit neuem Trainer – Martin Schloßarek kommt vom FC Kirchheim – und dem Ziel Klassenerhalt angeht.

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