FUSSBALL: KREISLIGA 1 SCHWEINFURT

René Rottendorf aus vollem Lauf

Der Klassenerhalt ist das Ziel von Aufsteiger DJK Stadelschwarzach. Den hält der Torjäger auch für möglich, wenn jeder einhundert Prozent gibt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Stadelschwarzachs Torjäger René Rottendorf hofft auf den Klassenerhalt. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach

In ihrem ersten Kreisliga-Jahr kann sich die DJK Stadelschwarzach erneut auf René Rottendorf verlassen. Der 23-Jährige, der in der Vorsaison mit satten 36 Toren seinen Anteil am Titel beisteuerte, bejubelte in dieser Runde bereits wieder acht eigene Tore. Zuletzt gelangen ihm zwei, als der Aufsteiger mit 4:3 in Schleerieth ein deutliches Lebenszeichen sendete.

Wieder wurde es eine torreiche und verrückte Begegnung, wie es beinahe typisch für den Dorfklub aus dem 520-Einwohner-Stadtteil von Prichsenstadt ist. Im Schnitt durften die Zuschauer bei der DJK jeweils fast fünf Treffer pro Spiel bestaunen. In Schleerieth drohte das Ganze wieder nach hinten los zu gehen. Nach 58 Minuten gelang dem Gastgeber das 3:0. Die nächste Enttäuschung rückte für Stadelschwarzach bedrohlich nahe beim Tabellennachbarn.

„Da denkt man sich, das gibt's doch nicht, wir kriegen zwei dumme Tore nach Standards, sind voll am Drücker, laufen dann in einen Konter und es steht 0:3. Der Gegner hatte sonst kaum eine Aktion“, schildert René Rottendorf seine Gefühlslage zu dem Zeitpunkt. Erneut betrieb seine DJK großen Aufwand, war bestimmt nicht schlechter, nur die Punkte schienen weg.

Es kam aber anders. In der 73. und 80. Minute verkürzten die Stadelschwarzacher, dann glich René Rottendorf aus und traf kurz vor Schluss zum 4:3-Sieg. Mit dem Kopf, was für den schmächtigen 1,70-Meter-Blondschopf eher selten ist. Vor lauter Freude riss er sich das Trikot vom Leib. „Das musste einfach sein. Es war unglaublich, dass wir das noch aufgeholt haben. Es zeigt die Moral, die in unserer Mannschaft steckt“, blickt er zurück.

Wie nahezu alle seine Kollegen ist es für den aus dem Nachbarort Eichfeld stammenden Angreifer die erste Saison in der Kreisliga. Dass dort der Wind deutlich rauer weht, als eine Liga tiefer, hat Rottendorf mittlerweile bemerkt. „Die Gegner sind viel stärker und ausgeglichener. Sie bestrafen unsere Fehler viel schneller“, sagt er. Vor allem hinten leistet sich die DJK anscheinend zu viele dieser Patzer, was 36 Gegentreffer eindrucksvoll belegen.

Vorne geht's, nicht nur bei Rene Rottendorf. „Ich stehe eben oft genau da, wo der Ball hin kommt“, nennt der Konstruktionsmechaniker bei einem Großküchen-Bauer sein Erfolgsrezept. Eher der zurückhaltende Typ ist Rottendorf neben dem Platz, im Spiel taucht er bisweilen kurzzeitig ab, doch abschreiben darf man ihn nie. Am liebsten agiert er hinter den Spitzen. Toreschießen mag er natürlich. „Es gibt nichts Geileres hat mal unser früherer Trainer Oliver Böhm gesagt.“ Die Trefferquote des Vorjahres schaffe er diesmal wohl nicht, aber für ihn genießt der Klassenerhalt die größere Priorität.

Drin bleiben hält Rottendorf für möglich, auch wenn der Start seiner DJK nicht so optimal verlaufen sei. Das habe aber auch am Verletzungspech gelegen, das die Stadelschwarzacher immer noch hindert. Mit Martin Krapf fehlt der Abwehrchef seit Wochen. Vorne vermisst René Rottendorf Max Dietrich, seinen Vorlagengeber der vergangenen Meister-Saison schmerzlich. Dazu ist Kapitän Christian Lorey nach seiner Schulterverletzung noch nicht so richtig fit. Umso wichtiger ist derzeit die Erfahrung der beiden Stadelschwarzacher Spielertrainer Felix Manger und Peter Zay, die bereits höherklassig gespielt haben.

An diesem Wochenende wünscht sich René Rottendorf selbstverständlich, dass er und seine Kollegen im Landkreis-Derby gegen Nordheim/Sommerach weitere Punkte sammelt. Der Angreifer, der gerne dem FC Bayern München und Robert Lewandowski zuschaut, traut seinem Klub durchaus auch den Klassenerhalt zu. „Die Chance haben wir auf jeden Fall! Aber in der Liga muss die Einstellung stimmen und jeder von uns einhundert Prozent geben“, weiß er.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.