Mehrmals in den vergangenen Jahren hatten die Prichsenstädter im letzten Spiel einen Abstieg verhindert oder einen Aufstieg erkämpft. Auch diesmal hätten sie mit einem Sieg den Klassenerhalt sichern können. Durch eine deutliche 2,5:5,5-Niederlage in Höchstadt/Aisch müssen sie die Regionalliga verlassen.

Zu Beginn hatte es gegen die junge Gastgeber-Mannschaft noch vielversprechend ausgesehen. Schon nach knapp eineinhalb Stunden krönte Dieter Krenz sein forsches Angriffsspiel mit einem durchschlagenden Mattangriff und brauchte dafür, sogar mit den schwarzen Steinen spielend, nur 17 Züge. Mit fünf Punkten aus neun Partien war Krenz, zusammen mit Thomas Steinhauser, auch über die ganze Saison der beste Prichsenstädter Spieler.

Kurz darauf vereinbarte Manfred von Golitschek ein Remis, nachdem er, ebenfalls mit Schwarz, alle Gewinnversuche seines Gegners neutralisiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt sah es auf fast alle anderen Brettern ausgeglichen bis vorteilhaft aus, sodass der Klassenerhalt für Prichsenstadt möglich schien. Doch dann kam die Wende. Zunächst behandelte Tobias Löser seine schön herausgespielte Angriffsstellung zu optimistisch, verlor eine Figur und damit die Partie. Wenig später stellte der kurzfristig eingesprungene Werner Klüber seine Gewinnversuche ein und vereinbarte ein Remis.

Erstmals in Führung ging Höchstadt, als Helmut Lindner unterlag. Nachdem er im Mittelspiel eine Qualität verloren hatte, gelang trotz zäher Gegenwehr im Endspiel keine Wende mehr. Trotz dieses 2:3-Rückstandes bestand noch die Hoffnung, dass die drei Prichsenstädter Spitzenspieler in ihren komplizierten Endspielen noch die nötigen 2,5 Punkte holen würden. Nach langem Kampf konnte Michael Ziegler die Punkteteilung aber nicht mehr vermeiden, nachdem er seinen Mehrbauern im Damen-Endspiel eingebüßt hatte.

Nun mussten Johannes Arens und Thomas Steinhauser kompromisslos auf Sieg spielen. Steinhauser wich Remis-Varianten aus, obwohl er zeitweise merklich gedrückt stand, und versuchte, seine Figuren zu aktivieren. Dies misslang aber, und nach schwerem Materialverlust gab er die Partie auf. Damit war auch die Mannschaftsniederlage endgültig besiegelt. In der Zwischenzeit hatte auch Johannes Arens am ersten Brett seine Partie überzogen. Gegen Lukas Schulz, den bayerischen U 18-Vizemeister, war zwar die Eröffnung für Arens nach Plan verlaufen. Im komplizierten Endspiel bei beidseitiger Zeitnot hatte aber Schulz das bessere Ende für sich.

Regionalliga Nordwest
 
Schweinheim – TSV Rottendorf 3,0 : 5,0  
SC Mömbris – Kronacher SK 4,0 : 4,0  
SC Höchstadt/Aisch – SC Prichsenstadt 5,5 : 2,5  
FC Marktleuthen – SK Mainaschaff 6,5 : 1,5  
PTSV SK Hof – SK Bad Neustadt 4,0 : 4,0  
 
1. (1.) TSV Rottendorf 9 7 2 0 42,5 : 29,5 16 : 2  
2. (2.) FC Marktleuthen 9 6 3 0 45,5 : 26,5 15 : 3  
3. (3.) SK Bad Neustadt 9 4 3 2 40,5 : 31,5 11 : 7  
4. (4.) PTSV SK Hof 9 3 4 2 38 : 33 10 : 8  
5. (5.) SC Mömbris 9 4 1 4 37,5 : 34,5 9 : 9  
6. (6.) SC Höchstadt/Aisch 9 3 2 4 33 : 39 8 : 10  
7. (6.) Kronacher SK 9 1 5 3 31,5 : 40,5 7 : 11  
8. (8.) Schweinheim 9 2 1 6 31 : 41 5 : 13  
9. (9.) SC Prichsenstadt 9 2 1 6 29,5 : 42,5 5 : 13  
10. (10.) SK Mainaschaff 9 2 0 7 30 : 41 4 : 14