Am vorletzten Spieltag hat Prichsenstadt mit dem knappsten aller möglichem Sieg gegen die Überraschungsmannschaft aus Mömbris gerade so den Kopf aus der Schlinge gezogen. Denn jedes schlechtere Ergebnis hätte den sicheren Abstieg bedeutet.

Dabei hat den Prichsenstädtern nicht zuletzt die Rückkehr von Daniel Pototzky geholfen. Er hatte es am zweiten Brett zwar ausgerechnet mit dem besten Punktesammler der Liga zu tun. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran, mit einer überzeugenden Leistung Michael Pfarr als Erster zu besiegen.

Den zweiten vollen Punkt steuerte Altmeister Dieter Krenz bei. Allerdings musste bei diesem Sieg deutlich mehr gezittert werden. Denn sein junger Gegner hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit auf einen klaren Gewinnzug. Nachdem diese Chance jedoch ausgelassen wurde, behielt Krenz die Oberhand. Da lediglich die Partie von Wolfgang Schmitz verloren wurde, genügte den übrigen Spielern theoretisch ein Remis. Um diese anzusteuern, mussten jedoch einigen Hürden überwunden werden. Am niedrigsten waren die bei Thomas Steinhauser. Als sich Vorteile an den anderen Spitzenbrettern abzeichneten, stellte er seine Gewinnversuche ein, um den halben Punkt zu sichern.

Helmut Lindner überstand die Druckphase und vereinbarte ebenfalls relativ früh eine Punkteteilung. Tobias Löser stand die ganze Zeit auf Ausgleich. Ausgerechnet in der Schlussstellung hätte er aber sogar noch Vorteile gehabt. Spannend wurde der Mannschaftskampf dadurch, dass die beiden letzten laufenden Bretter ihre guten Positionen sogar noch in Gefahr brachten. Richard Hilgert versäumte es, in einem sehr guten Turmendspiel die letzten Gegenspielmöglichkeiten zu unterbinden. Trotzdem reichte es aber für eine Punkteteilung. Richtig dramatisch war dann das Finale von Michael Ziegler. Durch eine Kombination gewann er im Mittelspiel zwei Figuren für einen Turm, was normalerweise gewonnen, technisch aber sehr schwer zu verwerten ist. Kurz vor der finalen Remis-Abwicklung patzte er sogar noch zum Verlust. Sein Gegner übersah den Fehler aber ebenso.

Zwar wurde der Sieg hart erkämpft, muss aber dennoch als glücklich betrachtet werden. Somit kommt es am letzten Spieltag zu einem echten Endspiel. Denn Prichsenstadt steht nun zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz kann aber am letzten Spieltag mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten Höchstadt noch bis auf Platz sechs vorstoßen.

Regionalliga Nordwest
 
TSV Rottendorf – PTSV SK Hof 5,0 : 3,0  
SK Bad Neustadt – FC Marktleuthen 3,5 : 4,5  
SK Mainaschaff – SC Höchstadt/Aisch 3,5 : 4,5  
SC Prichsenstadt – SC Mömbris 4,5 : 3,5  
Kronacher SK – Schweinheim 4,5 : 3,5  
 
1. (1.) TSV Rottendorf 8 6 2 0 37,5 : 26,5 14 : 2  
2. (2.) FC Marktleuthen 8 5 3 0 39 : 25 13 : 3  
3. (3.) SK Bad Neustadt 8 4 2 2 36,5 : 27,5 10 : 6  
4. (4.) PTSV SK Hof 8 3 3 2 34 : 29 9 : 7  
5. (5.) SC Mömbris 8 4 0 4 33,5 : 30,5 8 : 8  
6. (8.) Kronacher SK 8 1 4 3 27,5 : 36,5 6 : 10  
7. (8.) SC Höchstadt/Aisch 8 2 2 4 27,5 : 36,5 6 : 10  
8. (6.) Schweinheim 8 2 1 5 28 : 36 5 : 11  
9. (10.) SC Prichsenstadt 8 2 1 5 27 : 37 5 : 11  
10. (7.) SK Mainaschaff 8 2 0 6 28,5 : 34,5 4 : 12  

SC Prichsenstadt – SC Mömbris 4,5:3,5. Michael Ziegler – Behl remis, Daniel Pototzky – Pfarr 1:0, Thomas Steinhauser – Susallek remis, Dieter Krenz – Böhl 1:0, Tobias Löser – Stadtmüller remis, Wolfgang Schmitz – Kemmerer 0:1, Richard Hilgert – Trapp remis, Helmut Lindner – Simon remis.