Eine deftige Packung holte sich die erste Mannschaft des SC Kitzingen in Bamberg ab. Gegen den Mitaufsteiger, der sich allerdings personell deutlich verstärkte, gab es ein deutliches 1:7.

Dabei war man auf Kitzinger Seite optimistisch nach Oberfranken aufgebrochen. Denn mit exakt der gleichen Besetzung hatte man in der Vorsaison in Bamberg druch einen klaren 6:2-Erfolg die Meisterschaft perfekt gemacht. Verhalten starteten die Kitzinger diesmal. Frühzeitig kamen mit Alexander Kliche und Konstantin Kunz zwei Kitzinger Hoffnungsträger zu Remisen. Nach vier Stunden gab es dann die ersten Entscheidungen. Istok Ferlan musste sich im Kampf gegen seinen ehemaligen Marktheidenfelder Bundesligamannschaftskameraden Peter Krauseneck überraschend geschlagen geben. Nach eigener Aussage hatte er in den kritischen Positionen nicht die besten Züge gewählt und so dem Gegner relativ leichtes Spiel gewährt.

Georg Kwossek wurde Opfer seines kompromisslosen Spiels, als er seine positionellen Nachteile mittels eines taktischen Scharmützels kompensieren wollte. Am Ende blieb nur ein verlorenes Bauernendspiel übrig. Als auch noch Alparslan Yalcin seine Partie verlor, war die Vorentscheidung gefallen. Gegen den früheren Weltklassespieler Josef Pribyl tat er sich von Anfang an schwer, verwarf im Mittelspiel einige Ausgleichsfortsetzungen und geriet schließlich in einen vom tschechischen Internationalen Meister sehr exakt berechneten Mattangriff. Auch hier blieb nur der Übergang in ein verlorenes Endspiel, in dem sich der Meister natürlich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ.

Der letzte Kitzinger Hoffnungsfunke erlosch, als Karl-Heinz Kannenberg in den Mittelspielverwicklungen aus guter Stellung den Faden verlor und taktisch überspielt wurde. Wie so oft in solchen Situationen hatten die Kitzinger erst kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Matthias Basel und Michael Hanft hatten sich klar bessere Stellungen erspielt, griffen beide aber daneben und ließen fast zeitgleich erst den vollen Punkt, dann auch noch den halben Punkt liegen.

Keine Frage, der Bamberger Sieg war klar verdient, wenn auch etwas zu hoch. Mit dieser Mannschaft gehören sie sicher zu den Aufstiegsfavoriten neben Schweinfurt. Die Schweinfurter sind auch nächster Gegner der Kitzinger. Es wird also nicht einfacher.

Landesliga Nord
 
SC 1868 Bamberg – SC Kitzingen 7,0 : 1,0  
SK Schweinfurt 2000 – SV Würzburg 7,0 : 1,0  
SW Nürnberg Süd – SC NT Nürnberg II 2,5 : 5,5  
SK Kelheim – SC Bad Kötzting 3,0 : 5,0  
SK Klingenberg/Main – TSV Bindlach 3,0 : 5,0  
 
1. (1.) SC 1868 Bamberg 2 2 0 0 13,5 : 2,5 4 : 0  
2. (3.) SK Schweinfurt 2000 2 1 1 0 11 : 5 3 : 1  
3. (3.) SC NT Nürnberg II 2 1 1 0 9,5 : 6,5 3 : 1  
4. (3.) SC Bad Kötzting 2 1 1 0 9 : 7 3 : 1  
5. (2.) SK Kelheim 2 1 0 1 9 : 7 2 : 2  
6. (9.) TSV Bindlach 2 1 0 1 7 : 9 2 : 2  
7. (3.) SW Nürnberg Süd 2 0 1 1 6,5 : 9,5 1 : 3  
8. (3.) SC Kitzingen 2 0 1 1 5 : 11 1 : 3  
9. (3.) SV Würzburg 2 0 1 1 5 : 11 1 : 3  
10. (10.) SK Klingenberg/Main 2 0 0 2 4,5 : 11,5 0 : 4  

SC Bamberg – SC Kitzingen 7:1. Pribyl – Yalcin 1:0, Breithut – Kliche remis, Krug – Kunz remis, Mittag – Kannenberg 1:0, Öhrlein – Basel 1:0, Plöhn – Kwossek 1:0, Rous – Hanft 1:0, Krauseneck – Ferlan 1:0.