Iphofen
Laufsport

Philipp Zabel gewinnt den Schwanberglauf

1156 Akteure quälten mehr oder weniger von Iphofen nach Castell über den Schwanberg. Am eiligsten hatte es Philipp Zabel, der in 37 Minuten und 31 Sekunden die Strecke bewältigte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Wie Ameisen schlängeln sich die Läuferinnen und Läufer beim 29. Schwanberglauf am Freitagabend die Steigung zum Schwanberg hinauf.  Foto: Thomas
Wie Ameisen schlängeln sich die Läuferinnen und Läufer beim 29. Schwanberglauf am Freitagabend die Steigung zum Schwanberg hinauf. Foto: Thomas
+1 Bild
Philipp Zabel (37:31 Minuten) lief beim 29. Schwanberglauf am Freitagabend zwar als Schnellster durchs Ziel in Castell, Respekt sollte man auch der letzten gewerteten Läuferin, Irene Schwab, zollen. Diese bewältigte die 10,4 Kilometer lange Strecke in einer Stunde, 46 Minuten und sieben Sekunden.

Dabei mussten die Läufer am Anfang auf einer Länge von 2,6 Kilometern einen Höhenunterschied von 200 Metern bewältigen. "Ich muss in den Steigungen immer aufpassen, dass ich nicht zu weit abreißen lasse, weil ich das steile Gelände nicht so mag", erklärte der Sieger Philipp Zabel den Grund, warum er zeitweise nur auf Platz drei lag.

Der Kitzinger TGK-ler Johannes Arens war der schnellste am Berg, konnte dann Zabel einfach nicht mehr folgen: "Der Philipp war auf der Höhe und bergab einfach nicht zu halten."

Stabübergabe

Für die Organisatoren Dr.
Wolfgang Karmann und Norbert Henneberger war es der letzte Schwanberglauf. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge gaben sie die Aufgaben an Markus Murk, Axel Girreser und Anja Sebastian ab. "Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, wir sind aber guter Dinge und es ist wichtig, dass alles einmal in neue Hände kommt. Es war uns schon ein Anliegen, dass Nachfolger gefunden wurden", freuen sich Karmann und Henneberger auf eine ruhigere Zeit.

"Wir haben die Verantwortung übernommen, als der Lauf auf der Kippe stand", blickte Henneberger zurück. Und Karmann ergänzte, dass auch der soziale Aspekt - der Erlös geht an den Förderverein Klinik Kitzinger Land - für ihn damals als Mitarbeiter ein Grund war, ins Organisationsteam einzutreten. "Wir haben versucht, den Lauf zu verbessern, besonders mit den notwendigen technischen Mitteln, ohne die Ursprungsstrukturen des Laufs zu verwässern", freut sich Henneberger, dass dies Vorhaben auch mit der Einführung der elektronischen Zeitmessung gelungen ist.

Beide Organisatoren sind sich einig, dass durch die Hilfe des Roten Kreuzes und der Feuerwehr es einfacher ist, den Event durchzuführen. Ans vorzeitige Aufhören haben beide nie gedacht. "Uns hat jeder Lauf, ob bei Sonnenschein, Regen oder Gewitter fasziniert. Wo gibt es eine Laufstrecke, die bei A beginnt und B aufhört? Weil das Ambiente stimmt, wird der Lauf immer beliebter und die Leute kommen jetzt schon weit außerhalb unseres Landkreises", sagte Karmann und ergänzte: "Norbert ist auf die Idee gekommen, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist."

Zum Abschied bekamen beide von der Landrätin Tamara Bischof eine Ehrenurkunde und von Ferdinand Erbgraf zu Castell-Castell eine etwas größere Flasche Wein. Neben den Siegern des Laufes wurde auch der älteste Teilnehmer Klaus Hornig (Jahrgang 1936) geeehrt, der in 1:11:42 Stunden die Strecke bewältigte. Die achtjährige Lea Rabenstein war nicht nur die jüngste Läuferin, sie avancierte auch in 1:06:50 Stunden zur schnellsten Schülerin. Der neunjährige Casteller Hans Oertel war der jüngste männliche Teilnehmer. Die Firma Knauf stellte mit 111 Läufern die stärkste Gruppe und spendete den Gutschein über 50 Liter Bier dem Roten Kreuz, die Organisatoren legten nochmals 50 Liter drauf. Als größter Verein startete der TV Ochsenfurt mit 21 Sportlern am Iphöfer Tor.


Männer

1. Philipp Zabel (ohne Verein/37:31 Minuten), 2. Johannes Arens (TG Kitzingen/38:12) 3. Michael Wetteskind (DJK Schweinfurt/39:24), 4. Detlef Uhl (TG Kitzingen/39:32), 5. Tobias Schneider (Knauf/39:42), 6. Bernd Dornberger (SV Altenschönbach/39:55), 7. Felix Bauer (TV Ochsenfurt/40:06), 8. Jürgen Wittmann (TSV Burghaslach/40:28), 9. Manuel Fößel (TV Ochsenfurt/40:37), 10. Matthias Krah (TSV Brückenau-Team Raidlight/40:57), 11. Jörg Jülichs (VPI Würzburg/41:14), 12. Rainer Ickstadt (TSG Eppstein/41:18), 13. Christoph Brunner (Gänheim/41:54), 14. Lars Schelp (TV Ochsenfurt/42:00), 15. Edgar Loch (IfA Nonstop Bamberg (42:22), 16. Johannes Roesch (ohne Verein/42:29), 17. Christian Schlapp (DJK LC Vorra/42:32), 18. Marten Lamschus (Runtastics/42:41), 19. Martin Groß (Stadtmarathon Würzburg/42:54), 20. Frank Scheller (Knauf/43:16).

Frauen

1. Katrin Volk (RSG Würzburg/44:07), 2. Carmen Schlichting-Förtsch (SC Kemmern/45:55), 3. Carmen Förster (Lauftreff SVW 05 Würzburg/46:00), 4. Kerstin Lutz (TSV Burghaslach/48:17), 5. Sina Bauer (TV 1860 Fürth/48:36), 6. Gabi Bastian (DJK LC Vorra/49:54), 7. Christine Karl (TV Ochsenfurt/50:21), 8. Anna-Maria Hack (TSV Neustadt/Aisch/50:32), 9. Marina Scheckenbach (TSV Röttingen/50:40), 10. Sibylle Böhm (TV Ochsenfurt/50:54), 11. Luisa Schrooten (Südzucker/51:48), 12. Corinna Damm (TV Ochsenfurt/52:03), 13. Selina Weh (ohne Verein/52:52), 14. Sandra Mack (LT Wettringen/53:28), 15. Ursula Wagner-von Busch (TV Segnitz/53:39), 16. Sigrid Appelmann (TV Ochsenfurt/54:28), 17. Beate Gebhardt (TG Kitzingen/54:55), 18. Anika Schurr (VPI Würzburg/55:22), 19. Claudia Schulz (Knauf/55:38), 20. Judith Holtz (ohne Verein/55:42).
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren