Stadtschwarzach

Patrick Weber erweist sich als Volltreffer

Bezirksliga-Absteiger SC Schwarzach hat sich einen Kreisklassen-Angreifer als Neuzugang geholt. Der Mainbernheimer entpuppt sich als Verstärkung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sieben Tore in sechs Spielen: Patrick Weber hat schon nach kurzer Zeit bewiesen, wie wichtig er für den SC Schwarzach werden kann.

So etwas nennt man wohl einen Volltreffer, den der SC Schwarzach offensichtlich gelandet hat. Dessen Neuzugang Patrick Weber hat sich gleich bestens eingeführt und liegt mit sieben Treffern in den aktuell ausgetragenen sechs Punktspielen an der Spitze der Torjägerliste in der Kreisliga Würzburg. Beim überraschend deutlichen 4:1-Erfolg in Heidingsfeld traf Weber gleich dreimal. „Das war schon ein guter Start für mich. Wir wollen oben mitspielen, und wenn ich dabei mit meinen Toren mithelfen kann, dann ist das umso besser“, schaut der 19-Jährige auf die ersten Wochen beim neuen Klub.

Vom Kreisklassisten TSV Mainbernheim wechselte der junge Angreifer diesen Sommer zum SC Schwarzach, der nach einem Jahr Bezirksliga wieder eine Etage tiefer antritt. Sein erstes Jahr nach der Jugend, die er bei der JFG Schwanberg verbrachte, absolvierte Weber in Mainbernheim. Mit dem TSV schaffte er gerade so den Klassenerhalt über die Relegation im Elfmeterschießen gegen Gaukönigshofen. Ein Tor erzielte er im Spiel. Im abschließend erforderlichen Elfmeterschießen verwandelte Weber den entscheidenden zum 7:5-Erfolg. „Eine geile Erfahrung“, sagt er im Rückblick über das erfolgreiche Finale der letzten Runde.

Danach zog es Patrick Weber zum SC Schwarzach, der ihn schon länger an der Angel hatte. Der junge Fußballer war dem damaligen Co-Trainer Jan Hinrichs aufgefallen, der ihn ansprach und zum Probetraining einlud. Im Vorjahr erschien ihm ein Wechsel noch zu früh. „Ich wollte lieber noch einmal daheim mit meinen Kumpels eine Saison spielen“, schildert er.

Mit Vereinswechseln hatte er in der Jugend keine so guten Erfahrungen gemacht. Weber kickte in der U 17 für ein Jahr beim Würzburger FV, doch das lief nicht so, auch wenn er dort einiges gelernt habe, wie er zugibt. „Das war mir zu viel Stress mit Schule und Ausbildung. Mir fehlte auch das Zwischenmenschliche, ich habe mich dort nicht so wohl gefühlt.“

Diesen Sommer entschloss sich der Auszubildende zum Industriemechaniker dann nach einem Gespräch mit dem neuen Trainer Frank Wettengel dann doch zum Wechsel. Nach wenigen Wochen ist er froh darüber. „Das war genau richtig. Ich brauche Reize, wollte jetzt den nächsten Schritt machen.“ Beim Kreisligisten musste er sich etwas umstellen. Schon im Training ging es anders, intensiver und schneller zur Sache. Eingewöhnt hat er sich gleich. „Das Team hat mich sehr gut aufgenommen.“

In der Vorbereitung lief es nicht sonderlich gut für den Mittelstürmer, der am liebsten ganz vorne aufläuft. „Da ist mir kein einziges Tor gelungen, auch nicht im Pokal. Aber der Trainer und die Mannschaft haben weiter auf mich gebaut.“ Patrick Weber zahlte das Vertrauen schnell zurück. Vom dritten Spieltag an traf er in jedem Spiel, zuletzt dreimal in Heidingsfeld. Dort durfte der Neue bereits zum Elfmeter antreten. „Nachdem Tobias Bürkner zuvor verschossen hatte, haben wir im Training Elfer-König gespielt. Ich habe gewonnen, also war ich dran“, erklärt Weber, wie er zu der Rolle kam.

Aktuell sieht er seinen neuen Verein nach holprigem Start in der Spur. „Wir sind jetzt besser eingespielt, so kann es weiter gehen. Ich hoffe, wir können den Schwung auch gegen Bayern Kitzingen mitnehmen.“ Für die Runde hat sich der FC-Bayern-München-Fan „so viele Tore wie möglich“ vorgenommen. Ganz der Angreifer eben.

In Schwarzach ist nicht nur Vorstand Josef Hitzinger froh über den Neuen. „Er passt super in die Truppe, charakterlich, wie auch sportlich. Patrick hat einen enormen Willen und ist kampfstark. Er gibt nicht so leicht auf“, beschreibt Hitzinger den schlaksigen Angreifer mit dem Kämpferherz. Der Vorstand ist überzeugt, dass das bittere Jahr mit dem sofortigen Abstieg aus der Bezirksliga aus den Trikots der Schwarzacher heraus ist. „Es ist einfach blöd gelaufen. Wir hatten auch viel Verletzungspech. Die Mannschaft hat trotzdem super zusammen gehalten.“ Und ist anscheinend bereit für neue Taten. „Das wollen wir jetzt auch gegen Bayern Kitzingen beweisen“, hofft Klubchef Hitzinger.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.