Fußball

Nur noch sechs Mannschaften in der U19-Kreisklasse

Alarmierende Zahlen im Spielkreis Würzburg
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Flammender Appell: Der scheidende Bezirks-Juniorenleiter Josef Emmert.FRÜHWIRT Foto: Foto:

Die Zahlen sind alarmierend: 50 Jugend-Mannschaften weniger als vor einem Jahr werden im September den Spielbetrieb im Fußballkreis Würzburg aufnehmen. Dies erklärte Kreisspielleiter Uwe Röhr bei der Jugendleitertagung in Steinfeld (Lkr. Main-Spessart). Das hat unter anderem zur Folge, dass die Kreisklasse bei den U-19-Junioren nur noch sechs Mannschaften umfasst und eine Doppelrunde gespielt werden muss.

Es gab allerdings auch gute Nachrichten. So betonten sämtliche Spielleiter und auch die Vertreter der Schiedsrichter- und der der Sportgerichtszunft, dass sie mit der zurückliegenden Saison sehr zufrieden gewesen waren. „Es gab fast keine Probleme“, meinte Röhr. Das Sportgericht hatte gar 20 Prozent weniger Fälle zu bearbeiten gehabt als das noch im Vorjahr der Fall gewesen war.

Elektronischer Spielberichtsbogen

In der neuen Saison kommen auf die Vereine einige Neuerungen zu. So wird in allen Juniorenklassen von der U 19 bis zur U 9 der elektronische Spielberichtsbogen (ESB) zur Pflicht. Es finden vorab Schulungen statt. Ferner wird – wie bereits berichtet – die U 9-Runde bayernweit zur so genannten Fair-Play-Liga. Das heißt: Die Spiele finden ohne Schiedsrichter statt, die Regelauslegung wird den Kindern überlassen. Zudem müssen die Zuschauer, also vornehmlich die Eltern, einen Abstand von mindestens drei Metern zum Spielfeld einhalten. Damit soll verhindert werden, dass sich Zuschauer nicht mehr so intensiv wie bisher ins Spielgeschehen einmischen.

Roland Liebler vom TV Marktheidenfeld durfte den Sepp-Herberger-Preis in Empfang nehmen. Damit wurde primär die Arbeit von Burkhard Wagner gewürdigt, der sich als Landestrainer für die Integration von Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung engagiert.

Schließlich stand Josef Emmert im Mittelpunkt. Zum Abschied erhielt der scheidenden Bezirksjuniorenleiter eine übergroße Geschenkkarte, auf der alle in Steinfeld vertretenen Juniorenleiter unterschrieben haben. Sichtlich gerührt forderte er die Juniorenvertreter auf: „Setzt euch weiter für die Jugend ein!“ Er schickte aber kritisch hinterher: „Leider investieren die Vereine immer noch viel Geld für Trainer im Erwachsenenbereich, obwohl es für Jugendtrainer besser angelegt wäre.“

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