„Wieder nix“, lautet das Fazit des siebten Landesliga-Spieltages für den SC Kitzingen. Trotz einiger guter Chancen muss die Überlegenheit des mit einigen ehemaligen Regensburger Erstligaspielern bestückten Gegners aus Kareth-Lappersdorf klar anerkannt werden. Mit einem 3:5 schlug sich Kitzingen aber noch achtbar.

Wieder einmal musste die „Stamm-Acht“ umgekrempelt werden, da Georg Kwossek krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt hatte. Sein Bruder Martin sprang in die Bresche und tat dies äußerst erfolgreich, indem er dem Regensburger „Altmeister“ Pärr, der immerhin über 300 Wertungspunkte mehr auf seinem Spielstärkekonto hat als der Kitzinger Vorstand, erfolgreich Paroli bot. Zwar war sein Angriffsplan durchaus zweifelhaft, der Gegner unterließ allerdings eine gute Konterchance. Sein Remisangebot kam dann schon aus der Position des Stärkeren, weshalb sein Gegner nicht mit der Annahme zögerte (0,5:0,5).

Michael Hanft führte seine Weiß-Partie ohne Probleme in den Remishafen. Er erreichte zwar deutliche Raumvorteile gegen die passive gegnerische Partieanlage, einige überflüssige Tempoverluste im Mittelspiel ließen dem Schwarzen aber die Zeit, seine Verteidigung zu organisieren und im Zuge eines sich anbahnenden Generalabtausches einigte man sich auf Remis (1,0:1,0).

Danach geriet Kitzingen wieder einmal innerhalb von kurzer Zeit deutlich in Rückstand. Matthias Basel setzte nach guter Eröffnung zu sehr darauf, den Damenflügel zu erobern. Dem König rückte der Gegner mit einfachen taktischen Mitteln zu Leibe (1,0:2,0). Karl-Heinz Kannenberg unterschätzte in einer langen von taktischen Elementen geprägten Variante einige raffinierte gegnerische Ressourcen, die ihn schließlich auf die Verliererstraße brachten (1,0:3,0).

Kompliziertes Duell

Licht am Ende des Tunnels sahen die Kitzinger dann bei Alexander Kliche am Spitzenbrett. Er lieferte sich mit seinem Kontrahenten ein kompliziertes Duell auf Augenhöhe und leistete zähen Widerstand. In der Zeitnotphase stand ihm dann das Glück zur Seite, als der Lappersdorfer einen schweren Lapsus beging und sofort die Segel strich (2,0:3,0).

Ingolf Gernert spielte nach einigen schwächeren Auftritten diesmal eine gute Partie und übernahm mit Schwarz frühzeitig das Kommando. Der Gegner sah sich gezwungen, einen Bauern zu geben und später nochmals eine Qualität. In beidseitiger hoher Zeitnot gab der Gästespieler schließlich Dauerschach (2,5:3,5).

Alparslan Yalcin bestätigt weiterhin seine außergewöhnlich gute Form. Gegen den Regensburger Fide-Meister Rother spielte er auch mit Schwarz munter nach vorne und erreichte eine verheißungsvolle Stellung. Der Gegner musste sogar die Dame geben, schaffte es aber mit zäher Verteidigung und einigen Ungenauigkeiten in der Zeitnotphase, eine uneinnehmbare Festung zu errichten. Nach 48 Zügen einigten sich beide Spieler auf Remis (3,0:4,0).

Mannschaftssenior Konstantin Kunz wurde von seinem Gegner frühzeitig attackiert und versuchte sich in ein Endspiel zu retten. Dies behandelte der gegnerische Fide-Meister aber äußerst exakt und ließ dem Kitzinger keine Chance (3,0:5,0).

Landesliga Nord

SK Kelheim – SK Schweinfurt 2000 2,0 : 6,0  
SW Nürnberg Süd – SV Würzburg 4,0 : 4,0  
SC Bamberg – TSV Bindlach II 4,0 : 4,0  
SK Zirndorf – SC NT Nürnberg II 3,0 : 5,0  
SC Kitzingen – TSV Kareth-Lappersdorf 3,0 : 5,0  

1. (2.) SC NT Nürnberg II 7 4 2 1 29,5 : 26,5 10 : 4  
2. (5.) SK Schweinfurt 2000 7 4 1 2 32 : 24 9 : 5  
3. (3.) Kareth-Lappersdorf 7 4 1 2 31,5 : 24,5 9 : 5  
4. (1.) SW Nürnberg Süd 7 3 3 1 30,5 : 25,5 9 : 5  
5. (6.) SV Würzburg 7 3 2 2 29,5 : 26,5 8 : 6  
6. (7.) TSV Bindlach II 7 2 4 1 29 : 27 8 : 6  
7. (3.) SK Kelheim 7 3 1 3 28,5 : 27,5 7 : 7  
8. (8.) SK Zirndorf 7 3 1 3 25,5 : 30,5 7 : 7  
9. (9.) SC Bamberg 7 1 1 5 23,5 : 32,5 3 : 11  
10. (10.) SC Kitzingen 7     7 20,5 : 35,5   : 14