Kitzingen

Norbert Handas Abschiedsvorstellung in Eichenbühl

Beim 51. Bergrennen in Eichenbühl (Ldkr. Miltenberg) am 8./9. September wird zu klären sein, wer die Nachfolge von Uwe Lang als Gesamtsieger antreten kann.
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Beendet Norbert Handa seine Karriere in Eichenbühl mit einer Siegerpose?

Mehrere interessante Aspekte beschert das 51. Bergrennen in Eichenbühl (Ldkr. Miltenberg) am 8./9. September. Es wird zu klären sein, wer die Nachfolge von Uwe Lang als Gesamtsieger antreten kann und wie die Premiere des MSC Erftal als Veranstalter läuft. Aus Kitzinger Sicht ist interessant, ob sich Klaus Hoffmann nach seinem Ausfall beim Hauenstein-Rennen rehabilitieren sein. Derweil gibt sein Clubkollege vom AMC Kitzingen, Norbert Handa, seine Abschiedsvorstellung auf deutschem Boden.

Norbert Handa beendet heuer seine Laufbahn nach 43 Jahren Motorsport, und Eichenbühl ist heuer das letzte Rennen im Kalender der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft, danach wird er nur noch ein letztes Mal im österreichischen St. Agatha starten. „Es war eine schöne Zeit, und der Bergrennsport war und ist mein Leben“, sagt der 68-Jährige, der sich eine motorsportlose Zeit noch nicht wirklich vorstellen kann. Der Markt Einersheimer ist aktueller Titelträger des DMSB-Bergcups für Tourenwagen und fährt als Führender dieses Wettbewerbs nach Eichenbühl. Handa hat neun Punkte Vorsprung auf den Opel-Kadett-Fahrer Dirk Preißer (Schwaikheim). Ihm würde schon ein vierter Platz reichen, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Derweil nimmt Preißer in der DM-Wertung knapp die Spitzenposition vor Armin Ebenhöh (Hagelstadt) ein. Handa folgt auf dem dritten Platz. Wahrscheinlich wird Handa diese DM-Saison auf Rang vier beenden, da der Wangener Günter Göser ihn vermutlich durch ein Streichresultat überholen wird. Handa tritt als der Mann ab, der in seinem Lancia Delta Integrale HF über Jahrzehnte hinweg zu den schnellsten Tourenwagen-Piloten in Deutschland zählte, unzählige Klassensiege und Pokale errang und seine Karriere mit dem zwei Tourenwagen-Bergmeistertitel in den Jahren 2002 und 2010 krönte. „Jetzt ist die Zeit gekommen, abzutreten“, findet der viel beschäftigte Rentner, der künftig seinen Sohn Christian Handa unterstützen will. Für ihn werden sie aufs kommende Jahr eine ältere Integrale-Version flott machen, und der 23-Jährige will in Gleichmäßigkeitsprüfungen seiner ersten Rennerfahrungen sammeln.

Klaus Hoffmann hatte heuer nur die zwei Unterfranken-Bergrennen auf seiner Agenda. Beim Hauenstein-Rennen hatten er wegen technischer Defekte aufgeben müssen und seinen ehemaligen DTM-Renner, einen Opel Astra V8, gerade noch rechtzeitig für Eichenbühl wieder einsatzfähig machen können. Er, wie auch der Rhöner Sebastian Schmitt im Opel Vectra von Norbert Brenner wollen ein Wort um den Gesamtsieg mitreden, wie auch der Breisgauer Alexander Hin im einem Formel 3000-Reynard. Sie wollen verhindern, dass sich mit Christian Triebstein, Frank Debruyne oder Mathieu Wolpert erneut ein Formel 3-Fahrer den Gesamtsieg schnappt. Martin Schug vom AMC Kitzingen will sich in seinem VW Golf II verbessern, kommt aber in der Zwei-Liter-Klasse für keinen vorderen Platz in Frage. Da sieht es beim vierten AMC-Fahrer Jürgen Schuster schon anders aus. Der Weihenzeller hat nach einer Aufrüstung in seinem Mazda RX7 inzwischen 250 PS unter der Haube und strebt unter 30 Konkurrenten einen einstelleigen Platz an.

Für die Einheimischen und Erftaler beginnt die Veranstaltung schon am Freitag ab 19 Uhr, wenn die Musiker-Semiprofis der Grumis im Festzelt auf der Bühne stehen. Nachdem am Samstag von 8.30 bis 18 Uhr die Trainingsläufe über die sportliche Bühne gehen, spielen ab 20 Uhr die Eichenbühler Musikanten im Festzelt auf. Die Rennläufe am Sonntag beginnen ebenfalls um 8.30 bis cirka 17 Uhr. Die Siegerehrung ist auf 18 Uhr angesetzt.



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