FUßBALL: BEZIRKSLIGA OSTGEESDORF

Nicht alles perfekt gelaufen

Was - dem Ergebnis nach - nach einem spannenden Derby klingt, entpuppte sich als ziemlich einseitig. Geesdorf beherrschte Wiesentheid, ließ aber zuviele Chancen aus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Geesdorfs Mohamed Rmeithi (rechts) schirmt den Ball vor Wiesentheids Sebastian Flurschütz ab. Foto: Foto: J. Sterzbach

Zunehmend lichter wird es auf dem ersten Platz ringsum den FC Geesdorf. Die Konkurrenten scheinen dem Tempo, das der Tabellenführer derzeit vorlegt, nicht folgen zu können. Mit 2:1 (2:0) hörte sich das Ergebnis im Lokalderby gegen den TSV/DJK Wiesentheid zwar knapp an, doch gab es den Spielverlauf unzureichend wieder, denn über die meiste Zeit hatten die Geesdorfer das Spiel und den Gegner im Griff. „Dass wir am Ende noch einmal in Schwierigkeiten geraten, daran waren wir selbst schuld“, folgerte Geesdorfs Spielertrainer Hassan Rmeithi.

Kaum hatten sich bei eiskaltem Wind und frostigen Temperaturen die nur 75 Zuschauer auf dem Geesdorfer Sportgelände am Federwasen eingefunden, gingen die Hausherren auch schon in Führung. Nach einem kurz ausgeführten Eckstoß war es die zweite Hereingabe Fazdel Tahirs, die der am langen Pfosten stehende Simon Weiglein mit einem Kopfball zum 1:0 verwandelte. „Bei einer Überzahl von sechs eigenen gegen zwei gegnerische Spieler darf das Tor eigentlich nicht fallen“, bemängelte Wiesentheids Trainer Stefan Schoeler die Passivität seiner Verteidigung in diese Szene. Geesdorf nahm das Spiel an sich und besaß bereits in der Anfangsviertelstunde weitere Gelegenheiten, doch der entscheidende Pass oder ein zielgerichteter Abschluss fehlte den Aktionen.

Mit Unterstützung des Windes bestimmte Geesdorf zwar die Partie, doch kam über längere Zeit nicht mehr aussichtsreich nach vorne. „Es war kein hochklassiges Spiel. Bei uns fehlte die klaren Bälle“, meinte Rmeithi. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit führte eine Geesdorfer Aktion wieder ins Ziel. Nach einer flachen Hereingabe von rechts kickte Mohamed Rmeithi den Ball aus etwa fünf Metern mit der Hacke an den umstehenden Gegenspielern vorbei zum 2:0 ins Tor. Wiesentheid kam erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit zu eigenen Aktionen, doch die Schüsse Daniel Schmidts und Lukas Huschers blieben ohne Folgen. „Sie standen sehr tief und kamen eigentlich gar nicht richtig raus“, beschrieb Rmeithi das Vorgehen des Lokalrivalen.

Die Wiesentheider besaßen gleich nach dem Seitenwechsel eine Gelegenheit, als Huscher mit seinem Schuss das gegnerische Tor knapp verfehlte, doch blieb es bei einem kurzen Aufglimmen der Gäste, denn zehn Minuten nach der Halbzeit hatte Geesdorf die Partie wieder unter Kontrolle. Aktionen der Gäste, wie der Schuss Schmidts aus etwa zehn Metern, den Torhüter Philipp Seufert noch abwehrte, waren selten. Auf der Gegenseite zischte der Schuss des eingewechselten Oliver Hahn von rechts am langen Pfosten vorbei, und Mohamed Rmeithi versäumte mit seiner letzten Aktion die Vorentscheidung, als er bei einem Alleingang vorbeischoss. Danach übernahm sein Bruder Hassan die Sturmführerrolle.

Später haderte er mit den ausgelassenen Chancen, da zudem Fazdel Tahir nach einem Rückpass Hahns an Kiss scheiterte. Geesdorf hätte die Partie längst entscheiden können, als Christian Enzbrenners von links getretener Freistoß länger wurde, fast über den halben Platz und vorbei an Seuferts ausgestreckten Armen flog, bis er im oberen rechten Winkel zum 1:2 im Tornetz zappelte. Das unerwartete Anschlusstor gab den Gästen noch einmal die Hoffnung, mit einer weiteren gelungenen Aktion den Ausgleich zu schaffen. Schoeler motivierte die Seinen für die letzten Minuten, in denen die Wiesentheider durch Anis Sahlis und Sven Friedrichs zwei weitere Chancen besaßen, sie aber nicht nutzten.

In eine tiefere Analyse des Sieges wollte Hassan Rmeithi nicht einsteigen: „Es ist nicht alles perfekt gelaufen. Wir hätten es insgesamt ruhiger zu Ende spielen müssen.“ Trotz der Niederlage zufrieden war Wiesentheids Stefan Schoeler: „Aus unserer Sicht haben wir es recht ordentlich gemacht. Wir müssen schließlich sehen, was wir können und woher wir kommen.“ Am Ende interessierten sich beide für die einzige weitere Partie an diesem Spieltag. Durch Thulbas Niederlage in Dampfach wuchs der Vorsprung Geesdorfs auf den Verfolger auf acht Punkte, während sich Wiesentheids Abstand auf den Relegationsrang auf zwei Punkte verringerte. Am nächsten Spieltag muss Geesdorf nach Strahlungen und Wiesentheid spielt zu Hause gegen Sömmersdorf.

Die Statistik des Spiels

Fußball Bezirksliga Ost:

FC Geesdorf – TSV/DJK Wiesentheid 2:1 (2:0)

Geesdorf: Seufert – Kober (77. Lordo), Simon Weiglein, Konrad – Bilgin, Tahir – Pfeufer, Stefan Weiglein, Wagner (59. Hahn) – Mohamed Rmeithi (66. Hassan Rmeithi).

Wiesentheid: Kiss – Ruppert, Rödel, Enzbrenner, Jonathan Popp – Kaiser (66. Zierock), Flurschütz – Friedrich, Schmidt (66. Sahli), Markus Popp – Huscher.

Schiedsrichter: Urbanczyk (Unterpleichfeld). Gelb: -; Rödel, Flurschütz. Zuschauer: 75.

Tore: 1:0 Simon Weiglein (3.), 2:0 Mohamed Rmeithi (43.), 2:1 Christian Enzbrenner (78.).

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.