Kitzingen

Nach dem Wettkampf direkt an den Bildschirm

Der KSV Kitzingen jubelt als Gastgeber gleich über sechs Frankenmeister – und über einen Lokalhelden der fernab der Heimat um die deutsche Meisterschaft kämpft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Startergruppe 3 zeigt die Kitzingerinnen Leonie Süßmeier (Zweite von links) und Nicole Winterholler (Dritte von rechts) als frischgebackene Frankenmeisterinnen. Foto: Foto: Reiner Stöcker

Bei der Frankenmeisterschaft der Gewichtheber in Kitzingen gingen dieses Jahr 50 Starter in vier Gruppen an den Start. Nach einem wettkampfreichen Tag dürfen sich nun sechs Kitzinger Heber Frankenmeister 2019 nennen.

In der Kinder- und Jugendgruppe startete Christian Haupt für den KSV Kitzingen. Der 14-Jährige hatte etwas Pech im Reißen Pech und musste den ersten Versuch wiederholen. Im zweiten Versuch kam er nicht über 46 Kilo hinaus. Das Stoßen lief dafür umso besser: Er erzielte drei gültige Versuche und eine neue persönliche Bestleistung mit 59 Kilo. Mit 105 Kilo im Zweikampf wurde Haupt Frankenmeister.

In der folgenden Hebergruppe traten die sogenannten Masters, also die reiferen Semester, an. Für den KSV gingen hier drei Titelanwärter an den Start. Der „ewige“ Gewichtheber und frischgebackene deutsche Meister Karl-Heinz Schwenkert holte sich mit 57 Kilo im Reißen und 73 Kilo im Stoßen wieder souverän den Titel in der Altersklasse 7 bis 73 Kilogramm Körpergewicht. Thomas Stöhr, der in der gleichen Gewichtsklasse, aber in der Altersklasse 1 startete, errang ebenfalls den Titel: mit 86 Kilo im Reißen und 101 Kilo im Stoßen.

Gewichtheben vom Feinsten zeigte Stefan Aßmann in der jungen Altersklasse 0. Mit 115 Kilo im Reißen und 150 Kilo im Stoßen erreichte er sechs gültige Versuche und mit 265 Kilogramm die Tageshöchstleistung im Zweikampf. Lohn dafür war ebenfalls Platz 1.

Die letzten beiden Athletinnen des KSV starteten in der Damenklasse. Leonie Süßmeier sicherte sich in der Altersgruppe 3 mit 37 Kilo im Reißen und 50 Kilo im Stoßen und damit erreichten 87 Kilo im Zweikampf den Titel. Die Kitzinger Spitzenheberin Nicole Winterholler tat es Stefan Aßmann gleich. Sechs gültige Versuche und damit 71 Kilo im Reißen und 88 Kilo im Stoßen waren ausreichend, um den Titel als Frankenmeisterin zu gewinnen. Zudem genügten die erbrachten 318,5 Sinclair-Melzer-Punkte, um beste Heberin des Tages zu werden.

Nach pünktlicher Beendigung des Wettkampfs richteten die Organisatoren einen Live-Stream in der Sporthalle ein, um den Freunden des Gewichthebersports die Möglichkeit zu geben, am Finale der deutschen Gewichtheber-Bundesliga dabei zu sein. Der Kitzinger Abteilungsleiter Armin Uhl war für den AC Mutterstadt, für den er seit Jahren in der Mannschaft hebt, als Ersatzheber dabei. Die Freude war groß, als er dann tatsächlich im Stoßen zum Einsatz kam und drei Versuche absolvieren durfte.

Mit 162 Kilo im Stoßen und 72,2 Relativpunkten trug er seinen Teil zu Mutterstadts Mannschaftsergebnis von 843,6 Relativpunkten bei, das am Ende Platz drei bedeutete. Auch wenn Mutterstadt nicht mit den Favoriten aus Obrigheim (941,6) und Samswegen (948,5) mithalten konnten, so hat Uhl doch als erster Kitzinger Heber bei einem Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft mitgehoben.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren