Abtswind

„Müssen einige Dinge richten“

„Englische Wochen“ haben auch etwas Angenehmes an sich. So können Abtswinds Kicker ihren verkorksten Saisonauftakt bereits vier Tage später wieder vergessen lassen.
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Bayern Kitzingen in Favoritenrolle

Nur vier Tage nach dem Start geht es in der Bayernliga Nord schon weiter. Dem TSV Abtswind steht am zweiten Spieltag eine nicht allzu weite Fahrt zum FC Sand bevor. „Es ist gut, dass wir schon wieder spielen. Wir müssen nicht lange warten, bis wir die Chance haben, die Niederlage wiedergutzumachen“, sagt Abtswinds Trainer Mario Schindler nach dem 0:3 zu Hause gegen Don Bosco Bamberg und vor dem Auswärtsspiel im Sander Seestadion.

Gegner Sand steht vor einer schwierigen Saison. Die Vorbereitung war notgedrungen kurz, da die Mannschaft erst in der Relegation den Klassenerhalt erreichte. Trotz der kurzen Zeit lief es im Toto-Pokal auf Verbandsebene gegen die beiden Landesligisten Höchberg (3:1) und Rimpar (2:1) recht gut. Acht Abgänge musste der Verein kompensieren, darunter Stammspieler wie Stefan Nöthling (Hirschfeld), Verteidiger Manuel Müller (Don Bosco Bamberg) und die beiden Torhüter Simon Mai (FT Schweinfurt) und Lars Medem (Memmelsdorf). Verteidiger Johannes Bechmann will auch nur eingreifen, falls Not am Mann ist.

Die Verantwortlichen füllten die entstandenen Lücken vor allem mit Talenten: Neben Linus Krug, Kevin Moser, Julian Klauer und Simon Flachsenberger aus der eigenen Jugend dürfen sich Neuzugänge wie Markus Geier (Kirchlauter), die neue Nummer eins im Sander Tor, Philipp Markof (Königsberg) und Max Witchen (Krum) in der Bayernliga beweisen. Erfahrung in dieser Spielklasse bringt nur der aus Frohnlach zurückgekehrte Sven Wieczorek mit.

Beim 0:1 in Ammerthal standen mit Geier, Markof, Klauer und Wieczorek vier Neue in Dieter Schlereths Anfangsformation. Nicht nur für einige seiner Spieler, sondern auch für den 56-Jährigen ist die Bayernliga eine neue Herausforderung, nachdem er als Trainer die Augsfelder einst bis in die Landesliga führte. Zuletzt trainierte der Haßfurter, der in seiner aktiven Zeit selbst mehr als zehn Jahre das Sander Trikot trug, Prappach und Eltmann in der Kreisliga.

Mehr auf seine eigene Mannschaft als auf den Gegner schaut Abtswinds Übungsleiter Mario Schindler. „Wir müssen nach vorne blicken und das Training nutzen, um einige Dinge zu richten und uns ordentlich auf den nächsten Gegner vorzubereiten“, sagt der 41-Jährige. Kapitän Adrian Dußler erklärte, was der Mannschaft zum Start noch fehlte: „Es ist uns nicht gelungen, so griffig zu sein wie der Gegner.“ Phasenweise kaufte Bamberg durch robusteres Auftreten und schnelleres Spiel dem Aufsteiger den Schneid ab. In diesen Punkten wollen und müssen sich die Abtswinder verbessern.

Personell verändert sich die Lage dagegen nicht. „Nach einer harten Vorbereitung haben wir ein paar kleine Wehwehchen“, sagt Schindler. Michael Herrmann und Christopher Lehmann könnten in den nächsten ein bis zwei Wochen wieder zur Mannschaft stoßen. Christopher Lenhart und Yannick Zunder arbeiten derzeit mit Aufbautraining am Comeback. Nur Frank Hartlehnert wird für längere Zeit fehlen. „Bei ihm wird es wohl noch eine Weile dauern. Bei den anderen ist es absehbar, dass sie über kurz oder lang wieder einsatzbereit sind“, teilt Schindler mit. jst

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