Abtswind

Monstergegner für Abtswind

Mit einem schwierigen Heimspiel gegen den Topfavoriten startet der Aufsteiger in die zweite Hälfte der Vorrunde. Trainer Mario Schindler zieht eine erste Bilanz.
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Bayern Kitzingen in Favoritenrolle

Nach neun Spielen steht der TSV Abtswind auf Platz neun. Vier Siege, vier Niederlagen und ein Unentschieden stehen zu Buche. Die halbe Hinrunde brachte Höhen und Tiefen mit sich – wie gerade erst, als die Abtswinder zu Hause gegen Bayern Hof und Erlangen-Bruck gewannen, aber auswärts bei Aufsteiger ATSV Erlangen verloren. „Ich habe viel Gutes gesehen, aber auch einiges, was wir unbedingt noch verbessern müssen“, resümiert Trainer Mario Schindler. Nach acht bis zehn Spielen, so sagte er vor einigen Wochen könne er eine Zwischenbilanz ziehen. „Die Platzierung entspricht unseren bisherigen Leistungen“, findet er.

Noch lässt die Mannschaft mehr Konstanz in den Leistungen vermissen. Obwohl erst ein Viertel der Saison vorüber ist, ist der Abstand nach unten auf den ersten Relegationsrang mit fünf Punkten etwas größer als auf den ersten Platz mit nur vier Zählern. „Die Bayernliga hat für uns an sich gut begonnen. Wichtig war, dass wir nicht gleich von Anfang an hinten reingeraten sind. Aber die interessanten und entscheidenden Wochen kommen erst jetzt“, sagt Schindler und erkennt, dass seine Mannschaft an guten Tagen gegen jeden mithalten, aber an schlechten Tagen ebenso gegen jeden verlieren könne. Auch die vorherige Niederlage in Erlangen könne er daher einordnen: „Es war unser drittes Spiel in sieben Tagen. Der Gegner war frischer als wir.“

In der Tabelle ganz oben steht der TSV Aubstadt. Der Vorjahreszweite, der seine siebte Saison in der Bayernliga spielt und dabei stets eine einstellige Platzierung erreichte, zählt auch in dieser Saison zu den Favoriten und wurde mit am häufigsten als Meistertipp genannt, darunter auch von Abtswind. Die Aubstädter haben ihr Ziel mit „Platz vier oder besser“ angegeben. „Das ist ein Monstergegner. Ich habe das Gefühl, dass sie dieses Jahr in die Regionalliga aufsteigen können“, vermutet Schindler. Um die hohe Qualität des Konkurrenten hervorzuheben, weist er darauf hin, dass die Aubstädter Akteure bei allen anderen Mannschaften der Bayernliga voraussichtlich Stammspieler wären.

Ihren ohnehin schon starken Kader verstärkten die Grabfelder mit drei Akteuren der aufgelösten Schweinfurter U23-Mannschaft. Johannes Sturm, Steffen Schmidt und Markus Thomann folgten den bereits ein Jahr zuvor von Schweinfurt nach Aubstadt gewechselten Steffen Behr und Christoph Schmidt und treffen in Abtswind auf einige ehemalige Mitspieler. Auch Michael Kraus, der zuletzt mit Euerbach in der Landesliga und dort gegen die Abtswinder spielte, schloss sich der Mannschaft von Joseph Francic an, der die Aubstädter im achten Jahr trainiert. Obwohl die Gäste in Abtswind als Favorit antreten, weist Schindler auf die Chance des Außenseiters hin: „Die Bayernliga ist so ausgeglichen, dass man kein Spiel nur anhand der Tabelle beurteilen darf.“

Vor zwei Jahren setzte sich Aubstadt im Toto-Pokal in Abtswind mit 2:1 durch. Wer die letzten Duelle in der Liga zwischen den beiden Konkurrenten sucht, muss dagegen mehr als zehn Jahre bis in die Bezirksoberliga zurückgehen. Personell muss Schindler nicht nur auf Adrian Graf verzichten, der sich zuletzt einen Platzverweis einhandelte. Insgesamt fehlen ihm sogar zehn Spieler. Sven Gibfried, Christopher Lenhart, Pascal Jeni sowie die seit längerer Zeit ausfallenden Yannick Zunder und Frank Hartlehnert sind verletzt. Michael Herrmann steht aus beruflichen, Daniel Hämmerlein und Lukas Wirth aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Dagegen deuteten Christopher Lehmann und Mathias Brunsch im Training ihre Einsatzbereitschaft an. Text: jst



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