Repperndorf

Mit breiter Brust gegen Bibergau

Anfängliche Zweifel über die Richtigkeit seiner Arbeit sind verflogen. Mittlerweile ist Repperndorfs Trainer Marco Funk überzeugt, dass seine Mannschaft aufsteigen kann.
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Repperndorfs Trainer Marco Funkt zeigt, wo es langgeht.

Einsam und ungeschlagen marschiert der VfR Bibergau in der A-Klasse Würzburg 3 vorne weg. Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf die ersten Verfolger, zu denen auch der TSV Repperndorf zählt. Wäre der katastrophale Auftakt nicht gewesen, die Elf von Marco Funk wäre dem Tabellenführer vielleicht noch mehr auf die Pelle gerückt. Zum Rückrundenauftakt kommt es zum zweiten Duell mit den Blau-Weißen, denen der Übungsleiter mit seinen Jungs als erste Mannschaft ein Bein stellen will.

Deutlich hatten die Repperndorfer in der abgelaufenen Saison den Sprung auf einen der ersten beiden Plätze verpasst. 15 respektive zwölf Zähler lagen die Grün-Weißen hinter dem Top-Duo, das letztlich den Aufstieg in die Kreisklasse schaffte. Vor allem nach der Winterpause musste die Mannschaft um die Spielertrainer Marco Funk und Marco Renner - beide hatten zum Jahreswechsel übernommen, nachdem Florian Warschecha nach Abtswind zurückgekehrt war –, abreißen lassen und wiesen nicht mehr die Stabilität der ersten Saisonhälfte auf. Besonders in der Schlussphase ging dem TSV die Luft aus.

Ähnliches darf und soll in dieser Spielzeit nicht mehr passieren. Denn diesmal wollen die Repperndorfer den Sprung unter die ersten zwei Vereine schaffen. Dementsprechend fokussiert und konzentriert verlief auch die Vorbereitung auf die Saison. „Alle zogen mit und haben sehr hart trainiert“, erinnert sich Funk. Doch der Start glich einer Katastrophe. Denn zum Auftakt warteten die beiden Absteiger aus Bibergau und Seinsheim/Nenzenheim, die die Grün-Weißen deutlich abwatschten. Setzte es zum Auftakt fünf Gegentreffer – mehr wären auch im Bereich des Möglichen gewesen – traf die Weinort-Kombination gar zehnmal. In beiden Partien präsentierten sich der selbsternannte Aufstiegskandidat alles andere als konkurrenzfähig. Funk begründet die Leistungen mit dem Fehlen mehrerer Stammspieler. Auch er selbst weilte zum Rundenauftakt im Urlaub.

Dennoch kamen dem Übungsleiter erste Zweifel, ob er zusammen mit Marco Renner den richtigen Weg eingeschlagen habe. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Solche Ergebnisse und Darbietungen sind schwer nachzuvollziehen. Daher haben wir uns schon in Frage gestellt“, gesteht der frühere Landesligaspieler. Aber die Mannschaft stellte sich demonstrativ hinter das Trainerduo und ließ den Worten in den darauffolgenden Spielen Taten folgen. Zwar musste gegen Aufsteiger Gnodstadt trotz klarer 5:1-Führung nochmals gezittert werden, dennoch habe man gemerkt, dass die Mannschaft nahezu komplett war. So wie auch in den kommenden Wochen, in denen die Grün-Weißen eine fulminante Aufholjagd starteten und nach sieben Siegen aus neun Partien plötzlich auf Platz zwei standen.

Vom Anfangsfrust war nichts mehr zu spüren. Die Repperndorfer standen defensiv kompakt und begeisterten mit feinem Offensivfußball. Besonders Reiner Depner und Patrick Kropp stachen dabei heraus. Alleine 27 der 34 TSV-Treffer gehen auf das Angriffsduo. Während Depner gegen die Sickershäuser Reserve bereits einen Fünferpack schnürte, gelangen Kropp, der in den vergangenen fünf Spielzeiten immer mindestens 15 Mal traf, bereits drei Hattricks. „Sie haben unglaubliche Qualitäten und sind kaum zu bremsen. Zudem sind sie trotz ihrer Toreanzahl sehr uneigennützig und sehen auch den besser postierten Nebenmann“, adelt Funk seine Torjäger, die entscheidend zum bisherigen Abschneiden beitragen. Natürlich hätte es auch Platz zwei nach der Hinrunde sein können – die ebenso bittere wie deutliche Niederlage gegen die zweite Mannschaft Bayern Kitzingens verhinderte dies. Doch Funk ist sehr zufrieden, nach dem miserablen Start sogar positiv überrascht. Einmal mehr bewiesen die Grün-Weißen ihren „unglaublichen Teamgeist, der seinesgleichen sucht“ und rissen das Ruder durch harte Arbeit herum.

Diese steht ihnen nun auch am Sonntag bevor, wenn das Rückspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Bibergau auf dem Plan steht. Angst hat Funk keine. Im Gegenteil: „Wir werden ihnen alles abverlangen und gehen in das Spiel, um es gewinnen. Wir sind sehr gut aufgestellt und gehen mit breiter Brust in die Partie.“ Denn mit einem Erfolg würden die Repperndorfer ihre eigenen Ambitionen nochmals deutlich unterstreichen. Das Potenzial dafür ist im Kitzinger Vorort allemal vorhanden.



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