Dass bei den Faustballern des TV Segnitz eine hervorragende Jugendarbeit geleistet wird, bezeugen unzählige Erfolge der Vereinsmannschaften, Berufungen in Bayernauswahlen und auch Nationalmannschaften. Heuer schafften es fünf Segnitzer Nachwuchsmannschaften, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, und die U12-Jungs schossen mit dem nationalen Titel den Vogel ab. Jetzt trugen Segnitzer Mädels und Jungs auch maßgeblich dazu bei, dass die Auswahlen des Bayerischen Turnspielverbandes (BTSV) sich kürzlich beim Jugend-Europapokal im österreichischen Münzbach auszeichnen konnten.

Abwehrspielerin Alicia Hofmann (14) und die gleichaltrige Angabenspielerin Luisa Kaemmer zählten zu den Stammkräften der weiblichen C-Jugend (11 bis 14 Jahre). „Gerade anfangs im Regen hat uns Luisa mit ihren Angaben im Spiel gehalten“, lobte Bayerns Faustball-Fachwart Hans Dauch. Die bayerischen Mädels mussten in der Vorrunde nur gegen Salzburg einen Punkt abgeben und trafen als Sieger der Vorrundengruppe im Halbfinale nochmals auf Salzburg. „Wir waren total motiviert und haben dann Salzburgs Schlagfrau rausgenommen“, schilderte Kaemmer und wartete wie ihre Vereinskollegin Alicia Hofmann mit einer starken Vorstellung auf. Zur Freude der Landestrainer Christian Weiß und Karin Sörgel bezwang die bayerische Equipe im Halbfinale Salzburg klar und zeigte im Endspiel auch Niedersachsen deutlich die Grenzen auf. Damit bestätigte die Bayernauswahl ihre gute Form, hatten die Mädels zwei Wochen vorher doch schon den Deutschlandpokal gewonnen. „Die Mädels sind momentan das BTSV-Aushängeschild“, stellte Hans Dauch der weiblichen A-Jugend- Bayernauswahl ein Spitzenzeugnis aus. Sie sammelten fleißig Punkte für die Gesamtwertung aller Landesverbände aus Deutschland, der Schweiz und den österreichischen Gastgebern. Mit nur einem Punkt Rückstand belegte Bayern hinter Niedersachsen den zweiten Platz.

Die zwei 17-Jährigen Tatjana Müller und Franziska Eger vertraten die Segnitzer Farben in der weiblichen A-Jugend. Während Müller schon drei Jahre in der Auswahl steht, feierte Eger heuer ihre Premiere und erlebte das neue Gefühl neben anderen Spielerinnen als in der Vereinsmannschaft zu agieren. Trainer Bernd Friedel war nicht unzufrieden mit Platz vier nach der Halbfinalniederlage gegen Niedersachsen, war der Gegner mit National-Schlagfrau Jana Meiners doch eine Nummer zu groß.

„Die Endspielteilnahme war auf jeden Fall ein schöner Erfolg“, meinte Patrick Laschütza, der mit der männlichen A-Jugend „Silber“ errang. Er spielt im Verein im Angriff aber in der Bayernauswahl rechts in der Abwehr. War die Mannschaft von Trainer Joachim Sagstetter im Vorjahr noch im Halbfinale gescheitert, drang sie heuer bis ins Endspiel vor und musste sich dort Badens Auswahl beugen. Ebenfalls Platz zwei erreichte der für den TV Segnitz spielende Johann Habenstein mit der männlichen C-Jugend. Damit sprang für Bayern die gleiche Platzierung wie beim Deutschlandpokal heraus, wo Segnitz durch Habenstein und Florian Fahle mit einem Duo vertreten war.

Beim Deutschlandpokal mischten die Segnitzer Martin Müller, Johann Kaemmer und Patrick Laschütza in der männlichen A-Jugend mit und kamen auf den vierten Platz. Neben Tatjana Müller und Franziska Eger kam auch noch Jana Schleifer bei der weiblichen A-Jugend zum Einsatz. Diese Bilanzen untermauern die tolle Nachwuchsarbeit im faustball-verrückten Gärtnerdorf am Main. Segnitz gehört zu den ersten Adressen der Faustballszene im Freistaat und auch bundesweit hat sich der TV Segnitz über Jahrzehnte hinweg einen guten Namen erarbeitet.