TV Etwashausen - SG Garitz/Nüdlingen 25:18 (13:10).

Die Vorzeichen beim Derby zwischen Etwashausen und Garitz/Nüdlingen waren klar. Beide Mannschaften wiesen 15:15-Zähler auf dem Punktekonto auf und hatten sich im Hinspiel mit einem 19:19 getrennt. Mit 25:18 behielt der TVE indes diesmal die Punkte in der Sickergrundhalle.
"Der deutliche Spielausgang war nicht unbedingt überraschend. Das zeigt einfach wieder einmal, wie stark wir sein können, wenn wir als Team auftreten. Dann sind wir einfach schwer zu schlagen. Heute hatten wir nur zwei Wechselmöglichkeiten und dementsprechend haben wir die Aufgabe mit Bravour gemeistert", freute sich Etwashausens Trainer Ingo Preun über den letztendlich ungefährdeten Sieg.
Bereits in den Anfangsminuten sorgte seine Mannschaft für klare Verhältnisse auf dem Spielfeld. Denn nach knapp zehn Minuten konnte Melle Meyer per Siebenmeter bereits auf 5:1 erhöhen. Dann allerdings folgte eine etwas schwächere Phase der Etwashäuser Mannschaft. Neben manchem Abspielfehler schlich sich in den folgenden Minuten auch ein wenig das Pech ein, was sich in mehreren Aluminiumtreffern niederschlug.

Auszeit sorgt für neuen Mut


Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde und glichen zum 6:6 aus. Preun sah die Notwendigkeit einer Auszeit gekommen und sprach seiner Mannschaft neuen Mut zu. Im Anschluss an die Auszeit war es einmal mehr Meyer, die ein Zeichen setzte. Nach ihrem Treffer zum 7:6, dem ein schöner Spielzug vorangegangen war, legte sie bei angezeigtem passiven Spiel zum 8:6 nach. Ihr Team zog mit einer 6:1-Serie auf 12:7 davon und hatte das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wieder erlangt.
Bis zur Pause schlossen die Gäste zwar wieder bis auf 10:13 auf, beunruhigen ließ sich der TVE nicht mehr. "Wir haben es heute nicht geschafft, den Siegeswillen auf den Platz zu bringen. Durch sehr viele individuelle Fehler sind wir immer wieder ins Hintertreffen geraten. Was in der zweiten Halbzeit in meiner Mannschaft vorging, ist mir noch unklar", ärgerte sich Gästetrainer Holger Jordan über die schwache Vorstellung seines Teams. Zumindest in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte aber schien nochmal einiges möglich für die Gäste. Mit mehreren gelungenen Kreisanspielen verkürzte Garitz/Nüdlingen auf 14:16. Damit war die Offensivkraft der Spielgemeinschaft aber offenbar aufgebraucht. Etwashausen hingegen zeigte im zweiten Abschnitt eine ansprechende Leistung und überwand die gegnerische Defensive immer wieder mit einem variablen Spiel. Gute zehn Minuten vor dem Ende erhöhte Meyer von der linken Außenbahn per Heber auf 21:15, was einer Vorentscheidung selbst zu diesem Zeitpunkt gleichkam.
Während sich die Gäste in ihr Schicksal ergaben, setzte Etwashausen den Schlusspunkt in dieser Partie, als Laura Knorz zunächst das 25:18 erzielte und Daniela Braun abschließend einen Siebenmeter entschärfte. "Unsererseits waren das viel zu viele Fehler. Etwashausen war nicht sieben Tore besser, wir waren sieben Tore schlechter", stellte Jordan nach Spielschluss klar.
"Wir haben über das gesamte Spiel das durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben. Um dieses Spiel zu gewinnen, mussten wir nicht glänzen, sondern Einsatz und Willen zeigen. In dieser Hinsicht haben sich alle Spielerinnen hervorragend verhalten. Eigentlich ist die Torfrau von Garitz/Nüdlingen eine der Stärksten in der Bayernliga, wenn sie die Füße auf die Platte bekommt. Wir haben aber sehr variabel geworfen und wenn man die Pfosten- und Lattentreffer dazurechnet, wird das noch eine klarere Sache", wusste dagegen Preun, der voraussichtlich auch in den kommenden Wochen mit dem dezimierten Kader auskommen muss.
TV Etwashausen: Julia Hebling und Daniela Braun; Rickada Suciu 4, Julia Meyer, Melle Meyer 8/2, Laura Knorz 5, Anna Renner 6, Isabella Renner, Anja Muther 1, Nadine Arlt 1, Janina Ruschin.
SG Garitz/Nüdlingen: Stephanie Piske; Verena Meb, Lisa Wenzke 7/2, Carolin Annon, Sabrina Kleinhenz 3, Manuela Schäfer 5, Franziska Thomas, Nina Barnickel, Julia Albert, Tanja Sadowski 3, Carmen Mantel, Melanie Dotzer.