Es wird ernst für Miriam Esch: Die Spitzenvoltigierer vom Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach startet in dieser Woche beim Saisonhöhepunkt, der Junioren-Europameisterschaft im österreichischen Ebreichsdorf bei Wien. Die U18-Pferdeakrobatin geht neben Sophie Hofmann aus dem rheinland-pfälzischen Kemmenau und Gianna Meier aus dem westfälischen Lünen als eine von drei nominierten deutschen Frauen ins Rennen. Esch gilt als Beste des Trios und eine Anwärterin auf eine gute Platzierung. Die Preis-der-Besten-Siegerin, die kürzlich auch den fränkischen und bayrischen Junioren-Meistertitel abräumte, fühlt sich bestens vorbereitet. „Ich bin absolut fit für die EM“, sagt die 17-Jährige.

Das Ziel für Esch, Trainerin Annette Müller-Kaler und Pferd Robbie Naish ist klar: „Dieses Jahr möchten wir eine Medaille schaffen“, sagt die junge Frau, die 2011 im französischen Le Mans auf Rang acht und im Vorjahr im slowakischen Pezinok mit viel Pech auf Platz zwölf landete. Im dritten Anlauf soll es bis auf das Podest gehen. Doch die Konkurrenz ist stark: Lokalmatadorin Daniela Fritz gilt als nahezu unbezwingbar, sollte sie nicht das gleiche Pech wie im vergangenen Jahr ereilen, als sie im letzten Durchgang stürzte und Gold ihrer Landsfrau Anais Kristofics-Binder überlassen musste. Stark eingeschätzt werden aber auch die Vorjahres-Bronzemedaillengewinnerin Sophie Hofmann sowie die Ungarin Blanka Németh.

Zudem gab es bislang in jedem Jahr auch eine Überraschungs-Starterin, die ohne „Vorwarnung“ in die Medaillen eingreifen konnte. Womöglich schlupft Miriam Esch ja dieses Mal in diese Rolle. Die Kampfansage lautet: „Das Wichtigste ist mir, dass ich endlich das zeige, was ich kann.“ Sollte das gelingen, ist die Medaille im Bereich des Möglichen. Nach zwei Pflicht- und zwei Kürauftritten steht die Europameisterin am Samstag fest.