Kitzingen
Frauenfussball Kreisliga 2

Meisterliche Bayern-Damen wollen lieber in der Kreisliga jubeln

Einen überraschenden Meistertitel holten die Damen der Kitzinger Bayern in der Kreisliga. Nach reiflicher Überlegung verzichten sie aber auf den Aufstieg in die Bezirksliga.
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Groß war der Jubel bei der Bayern-Mannschaft nach der nicht erwarteten Meisterschaft. Zwei Runden spielen sie erst aktiv und schon klappte es am Samstag bei den Kitzinger Damen. Am Sonntagnachmittag machte es ihnen die Herren-Reserve nach. Foto: Thomas
Groß war der Jubel bei der Bayern-Mannschaft nach der nicht erwarteten Meisterschaft. Zwei Runden spielen sie erst aktiv und schon klappte es am Samstag bei den Kitzinger Damen. Am Sonntagnachmittag machte es ihnen die Herren-Reserve nach. Foto: Thomas
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TSV Grombühl - FVgg Bayern Kitzingen 0:2 (0:0).

Torfolge: 0:1 Tina Matko (59./Foulelfmeter), 0:2 Aneesha Hupp (65.).

Es ist schon fast eine Sensation, dass die Bayern-Mädels schon in ihrer zweiten aktiven Saison die Meisterschaft einfahren konnten. Betreuer Richard Müller informierte aber, dass die Mannschaft in Gesprächen beschlossen habe, nicht aufzusteigen und lieber noch ein, zwei Jahre Erfahrung in der Kreisliga sammeln will.
In Grombühl jedenfalls zeigte das von der Müller-Dynastie - Martina (Trainerin), Vater Richard und Bruder Markus (beide Betreuer) - begleitete Team, dass es die Qualität für höhere Aufgaben hat. Einzig die Chancenverwertung ist noch verbesserungswürdig.
Denn auch beim TSV Grombühl wurden einige Einschussmöglichkeiten nicht genutzt.
Nach dem Seitenwechsel lag die Führung der Gäste in der Luft. Maike Flennert brachte die Kugel an TSV-Keeperin Marija Sajevic vorbei, doch Katharina Meyer konnte noch vor der Torlinie retten. In der 68. Minute konnte Daniela Braun von ihren 'Schatten' Stefanie Klüglein nur unfair gestoppt werden und Tina Matko verwandelte den Strafstoß sicher.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Aneesha Hupp in der 65. Minute, als sie die Kugel aus 18 Meter in den Torgiebel hämmerte. Sajevic musste sich nochmal bei einem Schuss von Braun strecken, dann war Schluss und der Bayern-Tross konnte die Meisterschaft feiern.
Für Richard Müller ist der Fortschritt der Mannschaft schon eine Überraschung. "Ich weiß noch, wie die angefangen haben. Da habe ich denen erklärt, dass das Runde der Ball ist und ins Eckige muss." Wer die Bayern-Ikone sieht, wie er mit der Fahne die Linie rauf und runter tigert, Anweisungen gibt und sich manchmal seine kurzen Haare rauft, weiß, dass er mit viel Herzblut bei dieser Mannschaft ist.

"Wie Pech und Schwefel"

"Die Mädels sind eine Einheit, halten wie Pech und Schwefel zusammen. Es macht einen Riesenspaß, mit ihnen zusammen zu sein." Doch komme für ihn der Titel unerwartet. "Wir spielen erst das zweite Jahr. Als wir damals anfingen, war mit einem so frühen Erfolg überhaupt nicht zu rechnen", blickt Müller zurück. Ihm ist jedoch auch bewusst, dass ohne die Verpflichtung der erfahrenen Spielerinnen Daniela Braun, Tina Matko und nun auch noch Mandy Lenk dieser Erfolg sicher nicht möglich gewesen wäre. Es spräche aber für das Mannschaftsgefüge, wenn so eine Spielerin wie Lenk erkläre, dass sie sich zuvor nicht vorstellen konnte, mit manchen Akteurinnen zusammenzuspielen, ihr es aber aktuell bei diesem Team sehr gut gefalle.


FVgg Bayern Kitzingen:

Mandy Lenk, Sina Eckstein, Johanna Steinruck, Nina Luckert, Maike Flennert, Eva Roos, Tina Matko, Martina Müller, Carolina Gauer, Daniela Braun, Stephanie Heinemeyer, Aneesha Hupp, Bianca Elflein, Christina Olinger, Barbara Dichtl.



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