Kitzingen

Masters glänzen mit Medaillen

Mariel Robert gewann zwar keine Medaillen bei den deutschen Meisterschaften, dafür überzeugte sie - bei starker Konkurrenz - mit ihren Zeiten. Medaillen gab es für ein Duo.
Artikel drucken Artikel einbetten
Unterfrankens Medaillensammler bei der deutschen Meisterschaft der Masters-Schwimmer: Dietlind Weise (TG Kitzingen, links) und Petra Nickel (SV 05 Würzburg).

(dwi/wro) Bei den 50. nationalen Titelkämpfen der Masters über die kurzen Schwimmstrecken im Osnabrücker Nettebad kämpften rund 2400 Starter von 20 bis 86 Jahren aus 265 Vereinen in Einzel- und Staffelwettbewerben drei Tage lang um Medaillen und Platzierungen. Nicht unerheblich beeinflussten vier Mastersschwimmer aus zwei unterfränkischen Vereinen das Geschehen.

Mariel Robert (AK 20) von der TG Kitzingen, die jüngste Schwimmerin aus Unterfranken, hatte altersbedingt die meiste Konkurrenz, was sie aber nicht entmutigte. Bei sechs Starts wartete sie mit hervorragenden Zeiten auf. Die Sportstudentin schlug als Siebte über 100m-Brust in 1:21,38 Minuten äußerst zufrieden an und war am nächsten Tag ebenso glücklich über ihre 100m-Freistil (1:04,92), mit der sie ihre derzeit gute Form und ihre jüngst erbrachten Bestzeiten von den deutschen Hochschulmeisterschaften bestätigte. Ein achter Platz über 200m-Freistil in 2:24,49, die herausragende Zeit von 1:12,87 über 100m-Schmetterling (10.) und 0:31,77 über 50m-Schmetterling wie auch die 50m-Freistil waren Beleg ihres Leistungsvermögens als versierte Allroundschwimmerin.

Wesentlich weniger Konkurrenz machte es Dietlind Weise (AK 70) leichter, sich über 200m-Freistil vor Ute Hole (SSF Bonn) und Irmgard Richter (SG Rhein-Mosel) in 3:16,3 Minuten mit 20 Sekunden Vorsprung die Goldmedaille zu sichern. Weiteres Gold gab es für die Kitzingerin konkurrenzlos über 200m-Lagen. Ihre Zeit von 3:56,4 Minuten hätte ihr bei der AK 65 aber auch noch Silber eingebracht. Über die 50m-Brust führte sie das Feld vom Start weg an und war enttäuscht, dass ihre Dauerrivalin Annerose Trobisch (SG Frankfurt) beim Anschlag 8/100 schneller die Finger an der Matte hatte und so das greifbar nahe Gold in Silber verwandelte. Enttäuscht war Weise aber auch über ihre Zeit (0:45,62), die noch eindeutig hinter ihrer Vorjahresleistung liegt. Die Bronzemedaille über 50m-Schmetterling hinter Brigitte Merten (SG Neukölln) und Annerose Trobisch war eine ebenso klare Entscheidung wie der vierte Platz über 100m- und der achte über 50m-Freistil.

Als Schwimmneuling versuchte sich erstmals auf nationaler Ebene Wolf-Rüdiger Weise (AK 75). Von Medaillenrängen noch etwas entfernt, erreichte er das persönlich gesteckte Ziel, die schwimmtechnisch schwierigen 200m-Lagen mit verschiedenen Wenden und den vier Schwimmarten ohne Disqualifikation gut ins Ziel zu bringen. Die Zeiten über 50m-Schmetterling und 100m-Freistil konnte er von der kurzen Bahn bestätigen und sogar verbessern.

Das Unterfrankenquartett vervollständigte Petra Nickel (AK 45) vom SV 05 Würzburg. Sie errang eine Bronzemedaille über 50m-Rücken (0:36,15) hinter Carola Ruwoldt (Merseburg) und Dascha Hahn (SG Glems) beisteuerte. Diese Reihenfolge hatte auch über 100m-Rücken lange Bestand, ehe Nickel von der Konkurrenz auf den fünften Platz durchgereicht wurde. Ihre jüngst über 50m- und 100m-Freistil geschwommenen Zeiten konnte sie nicht abrufen und war daher mit ihren Zeiten und jeweils siebten Plätzen nicht ganz zufrieden.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.