HANDBALL: BEZIRKSOBERLIGEN

Marktsteft siegt in letzter Sekunde

Lange machen Bad Neustadts Frauen dem Tabellenführer das Leben schwer. Doch dann beschert Anna Müller-Scholden den Marktstefterinnen noch das Happy End.
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Augenmaß und Durchsetzungskraft bewies Marktstefts Anna Müller-Scholden. Foto: Foto (Archiv): Andreas Stöckinger
Bezirksoberliga Männer

MHV Schweinfurt – FC Bad Brückenau 32:23
TSV Rödelsee – TSV Partenstein 33:30
TV Marktsteft – TSV Lohr II 32:29
HSG Volkach – SV Michelfeld 23:31
SpVgg Giebelstadt – TV Gerolzhofen 34:29
HSC Bad Neustadt II – HSG Mainfranken 26:29

1. (1.) SV Michelfeld 10 9 0 1 294 : 236 18 : 2
2. (2.) TV Marktsteft 9 7 0 2 293 : 222 14 : 4
3. (4.) TSV Rödelsee 9 6 1 2 264 : 248 13 : 5
4. (3.) FC Bad Brückenau 9 5 2 2 277 : 265 12 : 6
5. (5.) HSG Volkach 10 4 2 4 290 : 308 10 : 10
6. (6.) TSV Partenstein 10 4 2 4 283 : 290 10 : 10
7. (8.) SpVgg Giebelstadt 10 5 0 5 272 : 300 10 : 10
8. (7.) TSV Lohr II 10 3 3 4 287 : 273 9 : 11
9. (9.) HSG Mainfranken 9 3 2 4 264 : 268 8 : 10
10. (10.) MHV Schweinfurt 9 2 2 5 260 : 245 6 : 12
11. (11.) HSC Bad Neustadt II 9 1 2 6 217 : 245 4 : 14
12. (12.) TV Gerolzhofen 10 0 0 10 232 : 333 0 : 20

HSG Volkach – SV Michelfeld 23:31 (12:16). 25 Minuten lieferten sich die beiden Mannschaften ein komplett offenes Spiel. Das 11:11spiegelte den Spielverlauf. „Wir wussten, dass Volkach über den Kampf ins Spiel finden würde – ähnlich wie wir“, sagte Michelfelds Spielertrainer Maximilian Häckner. Erst in den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel gelang es den Seinen, sich etwas abzusetzen. Dass Michelfelds Abwehr im zweiten Durchgang besser stand, schlug sich eine Viertelstunde vor dem Ende im Zwischenstand nieder – 16:23. „Wir konnten nach vorne lockerer spielen, das zeigte sich im Ergebnis“, meinte Häckner. Volkach: Baumann 8/3, Lutz 4, Seitzer 3, Götz 2, Klinger 2/1, Oestreicher 1, Müller 1, Fertig 1, Kimmel 1. Michelfeld: Faustmann 9, Möslein 7/1, Pürckhauer 5, Häckner 5, Reinhart 2, Holler 1, Jürgen Dennerlein 1, Schardt 1.

TV Marktsteft – TSV Lohr II 32:29 (14:12). Nach der knappen Führung in der ersten Hälfte setzte sich Marktsteft nach dem Seitenwechsel deutlicher ab. Da die Gastgeber zwischendurch mit acht Toren führten, fand ihr Trainer Raimo Wilde, dass der Sieg nie in Gefahr geraten sei. Und doch müsse er mit seiner Mannschaft aufarbeiten, dass sie mit ihrem hohen Vorsprung am Schluss zu leichtfertig umgegangen sei. Lohr sei mit seinem kompletten Kader angetreten. „Alle Mann, die sie von der ersten Mannschaft mitnehmen konnten, waren dabei“, stellte Wilde fest. Dies habe seine Spieler vor allem in Eins-gegen-eins-Situationen vor große Aufgaben gestellt. Marktsteft: Hetterich 7/4, Olbrich 5, Csorba 3, Irmler 3, Florian Lang 3, Thorwarth 3, Pfeiler 2, Reuthal 2, Schömig 2, Schmidt 1, Bayer 1. Lohr: Vormwald 7, Schmitt 6/2, Burk 6, Hartig 4, Bernard 3/1, Prokscha 2, Imhof 1.

TSV Rödelsee – TSV Partenstein 33:30 (16:10). Die Rödelseer kamen im Angriff zunächst nicht in die Gänge und ließen in der Abwehr leichte Tore zu. Erst nach dem 7:6 setzten sie sich mit einer Fünf-Tore-Serie deutlicher ab und behielten diese Führung bis zur Halbzeit bei. „Wir haben konzentriert weitergespielt und unseren Vorsprung auf zehn Tore ausgebaut“, erklärte Trainer Radovan Suchy. Mit dem 24:14 war die Vorentscheidung gefallen. „Danach“, so Suchy, „boten wir keine gute Leistung mehr, so dass der Gegner noch aufholen konnte.“ Weil der Heimsieg aber nicht mehr in Frage stand, war er mit den beiden Punkten und den ersten 40 Minuten zufrieden. Rödelsee: Reichhard 14/4, Pruy 5/3, Häckner 5, Hammer 4, Endriß 3, Wandler 1, Burger 1. Partenstein: Haberberger 10/3, Grundler 7/2, Daniel Lang 4, Hogyikov 4, Straßwiemer 2, Maximilian Lang 1, Neuf 1, Hofmann 1.

SpVgg Giebelstadt – TV Gerolzhofen 34:29 (17:13). Giebelstadt lag nach einer Viertelstunde bereits mit 9:3 vorne. „Es war ein Pflichtsieg für uns – entsprechend motiviert waren wir“, sagte Trainer Andreas Michel. Die Sorge, dass seine Mannschaft den Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnte, war unbegründet. Erst als sich früh ein deutlicher Verlauf zu ihren Gunsten abzeichnete, schlich sich in den Abschlüssen der Schlendrian ein. „Wir haben uns nie richtig absetzen können“, sagte Michel. Mitunter hätten seine Spieler Würfe aus ungünstigen Positionen probiert. All das änderte nichts mehr am Giebelstädter Sieg. Giebelstadt: Max Beisheim 7, Schnapp 6/4, Rhein 5, Michel 5, Pabst 3, Jochen Beisheim 3, Ackermann 3. Gerolzhofen: Rieger 6, Keller 6, Brand 4, Rose 4, Käb 4, Krapf 3/1, Schendzielorz 2.

HSC Bad Neustadt II – HSG Mainfranken 26:29 (7:13). Mit ihrer Abwehr legten die Mainfranken in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Sieg. Nur sieben Tore ließen Christian Teske und seine Mitspieler in diesem Zeitraum zu. „Wir haben den Gegner komplett im Griff gehabt und unsere Führung zwischenzeitlich sogar auf zehn Treffer ausgebaut“, informierte Dominik Ruschin. Jedoch wurde die Begegnung in der letzten Viertelstunde hektischer, und die Mainfranken büßten den Vorsprung ein. „Am Ende haben wir die Führung über die Zeit gebracht“, meinte Ruschin, wobei Torhüter Simon Dornberger mit zwei Paraden das Anschlusstor verhinderte. Neustadt: Kleinhenz 7/3, Mack 7, Albus 5/2, Finke 3, Janfrüchte 2, Beetz 1, Rheinsberg 1. Mainfranken: Motscha 12, Eckert 9/5, Gattenlöhner 4, Neuweg 2, Groth 1, Ruschin 1.

Bezirksoberliga Frauen

TV Marktsteft – VfL Spfr. Bad Neustadt 30:29
SpVgg Giebelstadt – TG Höchberg 19:28
TSG Estenfeld – TSV Lohr 18:24
TV Großlangheim – HSV Bergtheim II 27:17
TG Heidingsfeld – DJK Waldbüttelbrunn 16:19

1. (1.) TV Marktsteft 8 7 0 1 207 : 170 14 : 2
2. (3.) TSV Lohr 8 5 1 2 187 : 162 11 : 5
3. (2.) HSV Bergtheim II 8 5 1 2 203 : 186 11 : 5
4. (5.) DJK Waldbüttelbrunn 8 4 1 3 170 : 176 9 : 7
5. (4.) VfL Spfr. Bad Neustadt 6 4 0 2 172 : 145 8 : 4
6. (6.) TG Höchberg 7 3 2 2 152 : 160 8 : 6
7. (8.) TV Großlangheim 7 3 0 4 157 : 152 6 : 8
8. (7.) TG Heidingsfeld 9 2 1 6 194 : 203 5 : 13
9. (9.) TSG Estenfeld 8 1 1 6 147 : 189 3 : 13
10. (10.) SpVgg Giebelstadt 9 1 1 7 173 : 219 3 : 15

TV Marktsteft – VfL SF Bad Neustadt 30:29 (15:14). Durch ein Tor in der letzten Sekunde hat sich Marktsteft den Sieg über ein wehrhafte Bad Neustadt gesichert. Die Gäste erwiesen sich als unangenehmer Gegner, nahmen von Anfang das Tempo aus dem Spiel und spielten ihre Angriffe so lange ruhig aus, bis sie zum Abschluss kamen. Einen Vorsprung von bis zu drei Toren verspielte Marktsteft mehrfach. Nervosität führte zu einfachen Ballverlusten. Den Sieg hatten die Gastgeberinnen schließlich Anna Müller-Scholden zu verdanken: In den letzten zwei Minuten erzielte sie die entscheidenden Treffer für ihre Mannschaft zum Ausgleich und zur Führung. Marktsteft: Müller-Scholden 11/2, Ina Hertlein 8/1, Lenzer 6/1, Wendel 2, Hering 2, Möslein 1. Bad Neustadt: Schrameyer 11, Gerhardt 8/1, Braun 4, Kessler 3, Ehrenberg 2, Ziegler 1.

TV Großlangheim – HSV Bergtheim II 27:17 (17:9). Bereits in den ersten Minuten setzte sich Großlangheim deutlich auf 9:3 ab. „Pfosten und Torfrau haben uns einen Vorteil gebracht, den wir im weiteren Spielverlauf gut ausgenutzt haben“, berichtete Spielerin Melanie Dürr und hob Elisabeth Schiffmeyers Leistung im Tor hervor. Der Gast war nur mit einem kleinen Aufgebot angetreten und brachte gegen gut verteidigende Gastgeberinnen den Rückraum nicht ins Spiel. Mit variablem Angriff kam Großlangheim am Kreis immer wieder zum Erfolg. Großlangheim: Barbara Saum 10/4, Kutschera 8/2, Glaser 3/1, Bienert 2, Dürr 2, Bergmann 2. Bergtheim: Nina Thoben 4, Pfennig 3, Fröhling 3/1, Nolte 3, Cam 3, Rösner 1.

SpVgg Giebelstadt – TG Höchberg 19:28 (8:14). Obwohl die Gastgeberinnen anfangs mit 3:0 führten, gelang es ihnen nicht, die Kontrolle zu gewinnen. „Je länger dieses Spiel dauerte, desto mehr haben wir nachgelassen“, sagte Trainer Mario Bitzek. „Höchberg war stärker besetzt als wir, deshalb hat es für uns einfach nicht gereicht.“ Noch zwei schwierige Begegnungen stünden Giebelstadt bis zur Winterpause bevor, „danach werden wir personell wieder besser besetzt sein“. Giebelstadt: Alicia Bitzek 6, Steinshorn 3, Merz 2, Zehnder 2, Henkelmann 2, Paul 2, Sina Bitzek 1, Kolenda 1/1. Höchberg: Werner 9/4, Romina Feuchter 4/3, Collmann 3, Schömig 3, Farmanyan 3, Koßbiehl 2/1, Ulsamer 1, Nadine Hochmuth 1, Moser 1, Zelenin 1.

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