KEGELN

Marktbreit schiebt lockere Kugel

Ohne Mühe erringen die Marktbreiterinnen zwei sichere Punkte. Der Sparringspartner aus Coburg kommt ihnen gerade recht, ihre vorherige Enttäuschung zu bewältigen.
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Mit Schwung zum bisher deutlichsten Saisonsieg: Marktbreits Ute Endres. Foto: Foto: Hartmut Hess
Landesliga Nord Frauen

 

Gut Holz Häusling – FC Eintracht Bamberg 6:2  
BSC Regensburg – ESV Schweinfurt 6:2  
FC Schwarzenfeld – SKK Raindorf 6:2  
Comet Langenzenn – ASV Fronberg 1:7  
Germania Marktbreit – Post Franken Coburg 8:0  

 

 

1. (1.) ASV Fronberg 8 44 14 : 2  
2. (3.) Gut Holz Häusling 8 36 10 : 6  
3. (5.) FC Schwarzenfeld 8 31 10 : 6  
4. (6.) BSC Regensburg 8 40 9 : 7  
5. (2.) FC Eintracht Bamberg 8 36.5 8 : 8  
6. (4.) ESV Schweinfurt 8 31 8 : 8  
7. (8.) Germania Marktbreit 8 36 7 : 9  
8. (7.) Comet Langenzenn 8 27 7 : 9  
9. (9.) SKK Raindorf 8 26 5 : 11  
10. (10.) CT Post Franken Coburg 8 12.5 2 : 14  

 

Germania Marktbreit – Post Franken Coburg 8:0 (3140:2464). Nach drei sieglosen Partien haben sich die Marktbreiterinnen in aller Deutlichkeit zurückgemeldet. Ein 8:0 war ihnen seit dem Aufstieg im Sommer in die Landesliga noch nicht gelungen. Dabei assistierten ihre auf den letzten Tabellenplatz fixierten Gegnerinnen nach Kräften. Sie hatten schon in der ersten Paarung Probleme, das Niveau der Klasse zu erfüllen. Während Ute Endres' Kontrahentin zumindest bis zur Hälfte des Duells halbwegs Paroli bot, war Christine Schneiders Rivalin völlig überfordert. Sie erlebte mit 338 Holz ein Debakel. Schneider ließ sich angesichts der klaren Überlegenheit nicht beirren und erzielte ein starkes Ergebnis.

Zum Start des zweiten Durchgangs hatte Marktbreit satte 273 Kegel Vorsprung. Ein Unentschieden war also quasi gesichert – auch wenn der Germania die herbe Enttäuschung in der Woche zuvor noch in den Köpfen gespukt haben dürfte. In Raindorf hatte der Aufsteiger schon 4:0 geführt und am Ende bloß ein 4:4 erreicht. Diese Gefahr drohte diesmal nicht. Coburg erwies sich als Sparringspartner, auch wenn Marktbreit zunächst Probleme bekam. Theresa Tiedemann kam nur schwer in Schwung, lag sogar mit 1:2 zurück, bevor sie auf der letzten Bahn knapp an der Coburgerin vorbeizog. Auch Yvonne Schneider brauchte etwas Anlauf und wechselte mit einem 1:2-Rückstand in den Schlussdurchgang, wo sie sich noch durchsetzte. Bei fast 300 Kegeln Vorsprung stand der Heimsieg fest.

So konnte sich das Schlussduo der eher zweitrangigen Aufgabe widmen, noch möglichst viele Mannschaftspunkte für die Tabelle zu erwischen. Julia Weiß führte schnell und sicher 2:0 – und spielte auch dann konzentriert weiter, als ihre Kontrahentin im Anschluss ihr Spiel abbrach. Beim Parallelduell hatte Anja Obernöder keine Mühe, ebenfalls alle vier Sätze zu gewinnen. Die zwei Punkte zum Klassenverbleib bekam Marktbreit fast geschenkt.

Marktbreit: Ute Endres 3:1 (519:491), Christine Schneider 4:0 (553:338), Theresa Tiedemann 2:2 (476:474), Yvonne Schneider 2:2 (511:493), Julia Weiß 4:0 (553:231), Anja Obernöder 4:0 (528:467).

Regionalliga Ofr./Ufr. Männer

 

TTC Gestungshausen – ESV Schweinfurt II 5:3  
SKK Helmbrechts – SKV Versbach 2:6  
SKC Fölschnitz – Steig Bindlach 5:3  
TSV Lahm – FC Eintracht Bamberg 4.5:3.5  
Gut Holz Schweinfurt – Germania Marktbreit 7:1  

 

 

1. (1.) FC Eintracht Bamberg 8 43.5 13 : 3  
2. (2.) SKV Versbach 8 41 11 : 5  
3. (3.) Gut Holz Schweinfurt 8 42 10 : 6  
4. (5.) TTC Gestungshausen 8 32.5 10 : 6  
5. (4.) SKK Helmbrechts 8 31 8 : 8  
6. (6.) Germania Marktbreit 8 28 6 : 10  
7. (7.) Steig Bindlach 8 27 6 : 10  
8. (8.) TSV Lahm 8 26 6 : 10  
9. (10.) SKC Fölschnitz 8 25 6 : 10  
10. (9.) ESV Schweinfurt II 8 24 4 : 12  

 

Gut Holz Schweinfurt – Germania Marktbreit 7:1 (3259:3116). Marktbreits Männer gehen sportlich gerade durch eine schwere Zeit. Sie mussten in Schweinfurt die zweite Niederlage in Folge hinnehmen und sind in der Tabelle wieder etwas abgerutscht. Die Probleme wurden rasch offenbar. So entschied Charly Haaf zwar die erste Bahn für sich, doch sein Gegner antwortete prompt – und glich genauso schnell aus. Fortan geriet das Duell zu einem zähen Positionskampf, in dem sich keiner der beiden Kontrahenten geschlagen gab. Erst ganz am Schluss setzte sich der Schweinfurter mit den besseren Würfen knapp durch.

Auch der zweite Punkt ging an die Gastgeber, weil der formschwache Marktbreiter Christian Rüth erneut arge Probleme hatte und beim Räumen regelmäßig ins Schlingern kam. In der Mitte des Spiels bot Markus Lohmüller – nach kurzen Startschwierigkeiten und bis auf einen Durchhänger – eine solide Partie, doch auch er unterlag einem an diesem Tag besseren Spieler, dem besten von Gut Holz. Im anderen Duell sah sich Yannick Haaf von Beginn an in der Defensive. Bereits nach drei Bahnen ging der Mannschaftspunkt an die Schweinfurter, die damit auf 4:0 und 131 Kegel Vorsprung erhöht und die Partie vorzeitig hatten.

Ohne Druck spielte Frank Wille im Schlussduo eine 2:0-Satzführung und einen kleinen Vorsprung heraus, und diese Basis war stabil genug, um im dritten Satz den Mannschaftspunkt zu erringen. Simon Hanselmann gelang dies nicht. Nach 0:2-Rückstand kämpfte er sich zwar noch einmal heran, vorbeiziehen konnte er aber nicht mehr ganz. So fiel die Niederlage am Ende deutlich aus.

Germania Marktbreit: Ernst-Karl Haaf 1:3 (544:553), Christian Rüth 0:4 (473:504), Markus Lohmüller 1:3 (550:575), Yannick Haaf 0:4 (500:566), Frank Wille 3:1 (520:526), Simon Hanselmann 2:2 (529:535).

Landesliga Nord Männer

 

Lohengrin Kulmbach – SKK Eschlkam 8:0  
TSV Schwandorf – SKC Eggolsheim 2:6  
1. SKC Floß – PSW 21 Kitzingen 6:2  
Polizei-SV Bamberg – SV Herschfeld 8:0  
FSV Sandharlanden – Harmonie Langenzenn 2:6  

 

 

1. (3.) Lohengrin Kulmbach 8 36 10 : 6  
2. (1.) TSV Schwandorf 8 35 10 : 6  
3. (3.) BW Harmonie Langenzenn 8 34 10 : 6  
3. (3.) 1. SKC Floß 8 34 10 : 6  
5. (6.) Polizei-SV Bamberg 8 38 9 : 7  
6. (2.) PSW 21 Kitzingen 8 33 8 : 8  
7. (6.) SKK Eschlkam 8 30 7 : 9  
8. (8.) SV Herschfeld 8 29 7 : 9  
9. (10.) SKC Eggolsheim 8 27 5 : 11  
10. (9.) FSV Sandharlanden 8 24 4 : 12  

 

1. SKC Floß – PSW 21 Kitzingen 2:6 (3294:3145). In der Fremde werden die Kitzinger in dieser Saison einfach nicht glücklich. Auch in Floß, wo sie vorige Saison ein 4:4 erreicht hatten, war diesmal nichts zu holen für sie. Sie verließen die Oberpfalz ohne den erhofften ersten Auswärtssieg dieser Runde. Nach dem Startpaar war noch Hoffnung. Uwe Gast verlor zwar sein Spiel nach erfolgreicher erster Bahn, doch Gerhard Schwarzer sicherte den Kitzingern den Punkt. Sie blickten somit auf ein 1:1 und 13 Punkte Rückstand.

Nun war es an Christian Bohn und Michael Schwarzer, im Mittelpaar ihr Können zu zeigen. Doch die Kugeln rollten nicht, wie von ihnen gedacht. Auf den ersten beiden Lagen gelang ihnen kein Satzpunkt. Ein Handicap hinderte Bohn zudem in der zweiten Hälfte des Spiels zu punkten. Er gab sein Spiel ohne gewonnene Bahn ab. Zumindest Schwarzer schaffte auf der dritten Bahn einen Befreiungsschlag. Mit starken 161 Kegeln hatte der Kitzinger die auf den ersten beiden Bahnen verlorenen Holz wieder gut gemacht und damit den Rückstand auf 1:2 Sätze verkürzt. Auf der vierten Lage spielte er konzentriert weiter und errang insgesamt noch 570 Holz. Im zweiten Spielabschnitt erzielte er 314 Holz.

Auch nach dem Mittelpaar hatten die Kitzinger noch alle Chancen. Der Abstand hatte sich zwar auf 38 Holz vergrößert, aber nach Punkten stand es 2:2. Guten Mutes machten sich im Schlussabschnitt Marcel Markert und Siegfried Bohn ans Werk. Hatte Markert noch die erste Bahn für sich entschieden, so lief es bei Bohn gar nicht rund. Gesundheitlich angeschlagen, geriet er Bahn für Bahn immer weiter in Rückstand – bis der Zug schließlich abgefahren war. Auch Markert hatte am Ende keine Chance mehr, einen Punkt zu ergattern. Die auf der ersten Lage gutgemachten 30 Holz musste er auf der zweiten Bahn umgehend abschreiben. Fortan spielte sein Gegner immer einen Tick besser. Auf die Kitzinger warten in diesem Jahr noch zwei Auftritte auf heimischer Bahn, wo sie bisher alle acht Punkte geholt haben.

Kitzingen: Gerhard Schwarzer 4:0 (544:522), Uwe Gast 1:3 (536:571), Michael Schwarzer 2:2 (570:538), Christian Bohn 0:4 (485:542), Marcel Markert 1:3 (532:552), Siegfried Bohn 0:4 (478:569).

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